Dresden -> Berlin

February 19th, 2008

Was für eine Comic-Situation. Ein NPD-Mann mit Survival-Klamotten und typischen Kurzhaarschnitt fährt einen Tag nach dem großen Dresden-Aufmarsch nach Berlin, in den Weitlingkiez; ein Antifa trampt in pinkem Pulli mit Antipalituch um den Hals in die selbe Richtung, nur eben nach Friedrichshain. Und der NPDler hält an und sagt, daß er mich mitnehmen würde, wenn ich damit klarkäme, bei einem NPD-Mitglied mitzufahren. Ich denke kurz nach, irgendeine verdrehte Neugier siegt und ich sage, wenn das umgekehrt für ihn klarginge, daß ich am Vortag bei den anderen dabeiwar…

Er fährt mich nicht in eine dunkle Ecke, wo seine Kumpels warten; er fährt nicht in ein entlegenes Waldstück; er fragt mich nichtmals über irgendwas aus. Er ist ganz Mitteilungsbedürfnis. Die Querfront-Situation im Auto sieht so aus, daß wir uns über das freundliche Wetter einig sind und darüber, daß der Naziaufmarsch groß war. In praktisch jedem anderen Punkt herrscht Dissens, dennoch wird es auf der ganzen Fahrt nie wirklich laut. Ich höre ihm zu und stelle hin und wieder Fragen, die meist ehe für Gesprächspausen sorgen.

Er ist paarundvierzig, hat im Landtagswahlkampf in Niedersachsen mitgewirkt und erzählt, daß Angehörige von ihm in Dresden ums Leben gekommen seien, daß seine Mutter nach dem Krieg fünf Jahre als Trümmerfrau gearbeitet habe. Er selbst sei erst vor zwei Jahren spontan zu den Nazis gekommen, als er sie in Dresden über die Augustusbrücke laufen sah und beschloß, sich einzureihen. Er regt sich darüber auf, daß man den Toten von damals nicht gedenken dürfte. Auf meine Erwiderung, daß man das sehr wohl dürfe und es höchstens Diskussionen darüber geben würde, wer das wie tut, sagt er nichts. Er stellt sich als Pazifisten dar, sieht sich damit auch im Widerspruch zu vielen anderen in der Partei. Er sieht keine Rechtfertigung dafür, daß die Deutschen den Zweiten Weltkrieg angefangen haben.

Er mag die “Berliner Zeitung”. Die schreibt vieles, was in den anderen Zeitungen nicht stehen würde oder nicht so deutlich gesagt werden würde, gerade über die USA und Israel. Wenn er ein Argument untermauern will, bezieht er sich auf die “Berliner Zeitung”; wenn es da drin steht, muß es ja stimmen. Ansonsten liest er vor allem die “Deutsche Stimme”.

Von den Positionen der Antifa hat er überhaupt keine Ahnung. Ich helfe ihm da auch mal einfach nicht weiter.

Dennoch: Das mit dem Kapitalismus sei jetzt bei der NPD sehr viel komplexer geworden, meint er. Man sei dagegen, daß die Großbetriebe und die Grundversorgung in privater Hand seien. Es ginge aber schon immer noch um Verstaatlichung, nicht um eine andere Vergesellschaftung, frage ich nach. Ja, Staat muß bei der NPD sein, sagt er. Und freie Marktwirtschaft auch, privates Gewinnstreben. Ich frage, ob es denn bei ihnen nicht immer heißen würde, das würde die Volksgemeinschaft zerstören. Das sehe man bei der NPD jetzt nicht mehr so, sagt er. Man sei kritisch bei der NPD. Von einem Gerücht, daß deutsche Regierungsvertreter nach Amtsantritt als erstes gegenüber Israel bestimmte Klauseln unterschreiben müßten, habe sich die “Deutsche Stimme” deutlich distanziert. Schläger und Säufer wolle man in der NPD nicht haben, auch die Kameradschaftler müßten sich erst gründlich ändern, bevor sie mitmachen dürften. (Und die Erde ist eine Scheibe.)

Sie würden ohnehin verlieren, meint er, weil sie einfach zu wenige und nicht die richtigen Leute hätten. In 50 Jahren wäre hier alles islamisch und dann würde man sich noch mal wünschen, heute alles getan zu haben. Auf die Nachfrage, wie das denn aussehen sollte mit dem “alles tun”, sagt er nichts.

41 Responses to “Dresden -> Berlin”

  1. börk Says:

    “In 50 Jahren wäre hier alles islamisch und dann würde man sich noch mal wünschen, heute alles getan zu haben.”

    *lach*

    so schnell schließt sich der Bogen zu Broder & co.

    beitrag sehr lustig. Überhaupt finde ich deine “Trampen”-Beiträge ganz ganz unglaublich gut. Hab ich das schonmal gesagt?

    Du solltest aus den Trampenbeiträgen ein Buch machen. Das ist Hammermaterial.

  2. sakuska Says:

    crazy shit.

  3. jojo Says:

    Hey! :) Abgefahren. Ich kann mich an unser letztes Gespräch über Grenzerfahrungen noch gut erinnern. Ich hab irgendwann beschlossen, dass ich die nicht mehr auf Biegen und Brechen machen muss. Ich hoffe, Du bist _gut_ angekommen.

  4. jojo Says:

    Öh, äh. Mit “Grenzerfahrungen” meine ich generell solche, bei denen mensch über seine eigenen Grenzen hinausgeht, um zu sehen, was dann passiert. Nicht so einen Eso-Schmu oder sowas.

  5. Detlef Borchers Says:

    Sehr schön. Ich hatte in Dresden auf dem Weg zur Pressekonferenz mit der Überwachungsdrohne einen national gesinnten Taxifahrer, der sich auf die Demo am nächsten Tag freute. Wir stritten uns dann, was das Gerät überwacht. Er hoffte, das Antifa-Gesocks wäre dran, ich entgegnete Hools (und Ultras mit Nazi-Einschlag). Am Ende einigten wir uns auf die Verkehrsüberwachung. Er lehnte ein Trinkgeld ab.

  6. Benni Says:

    Deine Trampberichte werden langsam unglaubwürdig ;-)

    Macht aber nix, weiter so!

  7. classless Says:

    @Benni

    Das mit der Glaubwürdigkeit ist ein klassisches Problem, Empirie ist einfach unerbittlich – dazu schrieb ich schon dieses: Truth is stranger than fiction. (Diesmal habe ich mir aber zum Beleg zumindest auch das Autokennzeichen aufgeschrieben.)

    @Detlef

    Der Taxifahrer war echt “national gesinnt”?

    @jojo

    Es stellte sich eben schon auf dem Weg zur Autobahn heraus, daß er gar nicht auf Konfrontation aus war, sondern sich unbedingt erklären wollte, weil die arme NPD ja immer so mißverstanden wird. So kam ich schnell nach Hause und bekam einen erstklassigen Einblick in den NPD-Film.

    @Börk

    Ich glaube, ich habe vor Jahren schon beschlossen, daß das als Buch eigentlich zu naheliegend und billig wäre. In das eine oder andere Buch sind schon ein paar dieser Geschichten eingeflossen, aber da ist wieder das Glaubwürdigkeitsproblem am Start: die ausgedachten Geschichten werden meist für echt gehalten und die echten für erfunden.

  8. Freund der geschlossenen Gesellschaft Says:

    Mit Nazis fahren und reden? Ist das nicht die Antizipation von Auschwitz? *lacht*

    Ja, Staat muß bei der NPD sein, sagt er. Und freie Marktwirtschaft auch, privates Gewinnstreben. Ich frage, ob es denn bei ihnen nicht immer heißen würde, das würde die Volksgemeinschaft zerstören.

    Das hat man auch schon in der NSDAP nicht so gesehen. Die freie Konkurrenz war für die Nazis solange in Ordnung, solange die Konkurrenten in ihrem Gewinnstreben die Nation zuerst im Kopf hatten. Und solange bestand sie auch bis 1945 – und danach wieder – fort.

  9. Markus Says:

    “Von den Positionen der Antifa hat er überhaupt keine Ahnung. Ich helfe ihm da auch mal einfach nicht weiter.”

    Das ist lustig. Er kann also den Eindruck gewonnen haben, daß Du die “eigenen Positionen” nicht schlüssig erklären kannst. Und falls Du nun im Gegenzug genau diesen Eindruck auch von ihm gewonnen haben solltest, dann ist das ein zusätzlich absurder Aspekt dieses “Truth is stranger than fiction”.

  10. classless Says:

    Naja, sein geschätzter Redeanteil 90%, meiner 10, bestehend vorwiegend aus Fragen. Er war zu sehr damit beschäftigt, seine Position zu rechtfertigen und zu erklären, um die Gelegenheit zu nutzen und mich auszuhorchen.

  11. keta minelli Says:

    Autokennzeichen abgeschrieben? Du hinterhältiges Subjekt!

  12. godforgivesbigots Says:

    Dein Fahrer ist nicht im Bild dass eurofascists in der Anglosphere ziemlich schlechte Chancen haben sich mit Islamkritik Bündnispartner zu machen. Hier ein Beispiel wie sich amerikanische Neokonservative von einem solchen eurofascist entsolidarisieren als sie es merken (welcher diese dann Nazis schimpft).

    Hättste ihm mal gesagt dass der Kaiser und der Führer halt so Konvertitenkandidaten waren.

    Hast Du ihm Deine URL gegeben?

  13. classless Says:

    Wozu?

  14. godforgivesbigots Says:

    Als Einladung sich inhaltlich auseinandernehmen zu lassen… aber vielleicht bist Du ja doch nicht so die Famenutte…

  15. Detlef Borchers Says:

    “National gesinnt”, weil er sich heftig über zwei türkisch/serbisch/griechisch (?) sprechende Frauen aufregte, die den Taxenstand zum Entladen nutzte und jede Menge dummes Zeug über Ausländer redete. Als ich ihm die Adresse der Drohnen-Demonstration gab (an der auch der sächsische Verfassungsschutz residiert), zog er über die Leute her, die “echte Deutsche” bespitzeln würden.

  16. classless Says:

    @god
    Ach, das muß ja ooch nich sein…

    @Detlef
    Das meinte ich gar nicht – ich fand nur diesen Bezeichner seltsam, weil die sich ja auch selbst so nennen.

  17. godforgivesbigots Says:

    @class – Ja die teilnehmende Beobachtung sollte auch bestimmte Grenzen wahren. Aber Du scheinst ja immerhin schon zu der Annahme gekommen zu sein dass er kein Argument haben würde das Dich auf seine Positionen bringen könnte, und Du mußt davon ausgegangen sein dass dieses Exemplar nicht zu spontanem (Unfall-)Selbstmord neigt.

  18. godforgivesbigots Says:

    Nochwas, hat es sich eigentlich auch zum Thema Bundeswehr geäußert?

  19. Hannes G. Says:

    Bundeswehr?
    Als Pazifist wird er die abschaffen wollen. Ist doch logisch.

    Nur kurz: ich hatte auch schon mal eine sonderbare Begegnung, vor zwei Jahren, von der ich hinterher schnell ein Gedächtnisprotokoll gemacht hatte:

    ***

    In der Innenstadt. Ein mir entgegenkommender nicht deutsch und sehr gut und sympathisch aussehender Mann (Ende 20) sprach mich an:

    Er: (mit französischem Akzent) Hallo…
    Ich: Ja?
    Er: Du hattest doch gestern in der Bibliothek – ich sah dich – ein T-Shirt mit israelischer Aufschrift an…
    Ich: Ja, ein T-Shirt einer Bier-Marke?
    Er: Warum?
    Ich: Kann man kaufen.
    Er: Irgendwo kaufen?
    Ich: Im Laden. Ich muß weiter…
    Er: Du trägst es, weil du ein Deutscher bist und dich selbst geißelst.
    Ich: Warum das kritische Unbehagen in der Stimme?
    Er: Na hör mal, Israel, warum soll ich das gut finden!
    Ich: Was hast du denn dagegen, ist doch ein nettes Land.
    Er: Ein Land, was einen Krieg gegen andere Menschen führt, die nicht zum auserwählten Volk gehören.
    Ich: Was meinst du denn? 1 Mio. Araber haben die israelische Staatsbürgerschaft, man kann das Land bereisen, es gibt verschiedene Religionen, Homosexuelle haben ihre Clubs…
    Er: …ich bin schwul. Für Schwule sind die religiösen Fanatiker das Problem, Katholiken oder sonst wer. Und in Israel gibt es viele konservative Kräfte.
    Ich: Nicht nur.
    Er: Du warst also schon in Israel? Israel beutet die Palästinenser doch nur als Arbeitskräfte aus. Was ist denn mit den israelischen Angriffskriegen? Ist das etwa Demokratie?
    Ich: Du meinst den antiisraelischen Angriffskrieg von 1948?
    Er: Die Palästinenser sind doch zuvor von den Engländern und Juden übergangen wurden. Ihr Deutschen geißelt Euch selbst. Warum lasst ihr es zu, dass die Juden alles bekommen und verzichtet selbst auf die ostdeutschen Gebiete?
    Ich: Na ja, wer einen Weltkrieg losbricht und das größte Verbrechen der Menschheit begangen hat, muss auch mit der Strafe klar kommen. Und Deutschland hatte durch den kalten Krieg eher Glück, nicht bestraft, sondern eingespannt zu werden.
    Er: Zu einem Krieg gehören immer mindestens zwei. Und immerhin gab es Verhandlungen zwischen Deutschland und Polen – ah guck mal dort, was für ein schöner Junge gerade an uns vorbeigeht – Ja diese Verhandlungen wegen Gdansk, die durch England behindert wurden. Weil England einen Krieg wollte.
    Ich: Du spinnst doch du blödes Arschloch. [Weggehend und aufmerksame Blicke von Studenten erntend, die mich als blonden Deutschen beäugen, der einen zierlichen, metrosexuell ausschauenden Migranten als Arschloch beschimpft.]
    Er: [mich am Arm festhaltend] Bist du eine rote Socke? Das wäre mal wieder typisch – intolerant und Argumenten nicht zugänglich.
    Ich: Ja in etwa, auf jeden Fall Marxist. Du bist auf alle Fälle ein Wichser.
    Er: [Zieht sein T-Shirt hoch und zeigt mir seine bolschewistische Gürtelschnalle – eine mit roten Stern und Ehrenkranz.]
    Ich: [Ich zeige ihn – belustigt über die Möglichkeit einer Retourkutsche in postmoderner Zeiten – meinen USA-Gürtel und frage nun wirklich polit-soziologisch interessiert:] Wo kommst du eigentlich her, was bist du eigentlich für einer?
    Er: Aus Frankreich.
    Ich: Ich wollte eher deine politische Herkunft wissen.
    Er: Das kann man nicht in links oder rechts einordnen.
    Ich: Du wählst Le Pen?
    Er: Ja würde ich, aber ich kann hier wählen: Linkspartei.
    Ich: Bis du von der Nouvelle Droite?
    Er: Ja, das ist mein Hintergrund. Aber das ist keine Partei, eigentlich auch keine Politik, eher so was wie Neue Deutsche Welle.
    Ich: Und dein Gürtel, dass heißt, du bist Nationalkommunist…
    Er: …sozialist. Ich bin Nationalsozialist.
    Ich: Jetzt hast du aber wirklich aufs Maul verdient. [Ich ziehe von dannen]
    Er: [Er mir hinterher, mich am Ärmel festhaltend:] Die Juden haben am Antisemitismus schuld. Würde die Juden nichts so viel verbrechen, gäbe es auch keinen Antisemitismus. Warum werden denn die Juden angefeindet, egal wo sie auch hinkommen. Guck doch mal: hast du jemals schon einen jüdischen Straßenfeger gesehen? Und warum sind fast alle amerikanischen Politiker Juden? Aber das wollt ihr roten Socken ja nicht wissen. Ihr denkt, ihr habt den Internationalismus gepachtet. Aber wir sind die Internationalisten und kämpfen für die Rechte der Menschen. [Ich konnte ihn abschütteln]
    SCHLUSS

    Da er kein Deutscher und nicht mal ein weißer heterosexueller Mann, sondern ein Schwuler mit französischem Akzent und dunkelhellen Teint war, konnte ich ihm nicht aufs Maul hauen. Sonst wäre ein rechtsextremer Hintergrund bei den Ermittlungen gegen mich nicht ausgeschlossen worden.

  20. godforgivesbigots Says:

    Nein das finde ich gar nicht logisch, Joschka Fischer war schließlich auch Pazifist und hat doch die Bundeswehr und in der Folge die NATO eingesetzt, gegen das Kosovo, der Balkandiskurs ist noch heute das Übungsgelände völkischer Ideologien schlechthin. Und der der Nationalsozialismus war vor der Rheinlandbesetzung ebenfalls erklärtermaßen pazifistisch.

    Wenn gegen den Islam “alles getan” werden muß, heißt das auch Bundeswehr nach Afghanistan? Oder heißt “alles tun” eher Gehorsam gegenüber Mecca und Qom, wie bei Holger Apfel: “Das früher vorhandene Vertrauen, das Deutschland in der islamisch-arabischen Welt genoß, wurde durch den Militäreinsatz der Bundeswehr an der Seite der Amerikaner am Hindukusch weitgehend verspielt!”

    Dagegen eine für amerikanische Neokonservative typische Position:

    “Hard to believe but true: even Human Rights Watch criticizes Germany for its cowardly Afghanistan policy.

    As reported in DMK, Germany does not accept a fair share of NATO’s military burden in Afghanistan. Now Kenneth Roth, HRW’s executive director, harshly critizes Germany’s refusal to send troops to the southern parts of the country, where fighting with the Taliban is very intense. In an interview with German news agency ddp, Roth accuses Germany of providing troops only for the safest regions in Afghanistan.

    But…but…we lost WW2!! Germans are still in a state of shock!! Our troops are mentally incapable of brute force!! (Which, btw, puts Germany on the moral ground as compared to that cowboy run capitalist, fascist, christian-fundamentalist state, ifyouknowwhoimean…)

    Any diplomatic jobs available instead? Or, maybe, some interesting business opportunities for German companies?”

    Von einer Ratifizierung des Potsdamer Abkommens, wie sie erforderlich ist um die Bundeswehr ersatzlos auflösen zu können und so hierzulande erstmals die die Möglichkeit einer vom deutschen Militarismus ungetrübten Wahrnehmung des Konflikts zu schaffen, sind die Westmächte noch weit entfernt. Und solange sie sich nur nicht direkt am Drogenkrieg beteiligen schickt die Große Kollision wie blöde immer mehr Soldatendarsteller, und nährt dadurch bei den Neokonservativen die gefährliche Illusion die Wiederbewaffnung könnte ein Dauerzustand sein.

  21. saltzundessick Says:

    ich find das scheisse. mit nazis faehrt man nicht mit und fuehrt auch keine unterhaltungen mit denen. auch wenn der blogartikel noch so spannend wird.

  22. classless Says:

    Kannst du das vielleicht begründen?

  23. saltzundessick Says:

    muss ich mich dafuer auch noch rechtfertigen?

  24. classless Says:

    Nee, bloß erklären.

  25. Hannes G. Says:

    btw:

    Nachdem Günther Anders Adorno beim Gespräch mit Arnold Gehlen (ehemaliges SS-Mitglied) erwischt hat, scrheibt er an Adorno: “Nein, mein nun dreizehnjähriges Zurücksein kann mich nicht dazu veranlassen, mit noch so philosophischen Männern zu sprechen, wenn sie, wie Gehlen, als Erwachsene den Nazismus lauthals mitgemacht haben. Mit Heidegger würden Sie sich ja auch nicht zusammensetzen.” (1963)

  26. Hannes G. Says:

    Sorry, Gehlen war nicht SS, sondern SA-Mitglied.

  27. Paule Says:

    Was wir daraus lernen: Sogar Adorno hat sich mit Nazis unterhalten. ;)

  28. saltzundessick Says:

    na, dann ist ja alles in bester ordnung.

  29. A. Says:

    “In 50 Jahren wäre hier alles islamisch und dann würde man sich noch mal wünschen, heute alles getan zu haben. Auf die Nachfrage, wie das denn aussehen sollte mit dem “alles tun”, sagt er nichts.”

    Vielleicht hättest du nicht ihn, sondern mal deine Kameraden von den Bahamas, Jungle World oder Konkret fragen sollen, wieweit sie gehen würden. Die hatten alle schon mal Atombomben im Angebot, gegen den neuen Hitler.

    Als Kollerealschäden dürfte dabei auch der eine oder andere Moslem bei drauf gehen, und damit einiges zu beitragen, daß hier nicht alles islamisch wird.

    Ich fürchte, da kommt selbst so mancher Nazi nicht mehr mit.

  30. classless Says:

    @salty
    Erklär doch mal. Ich unterhalte mich auf Arbeit ständig mit diesen Leuten. Ich habe ihm keinen Vorteil verschafft. Ich habe jede Menge von ihm erfahren, er umgekehrt praktisch nichts von mir.

  31. saltzundessick Says:

    vergiss es einfach, das ist kein thema fuer kommentarspalten. lies den troll ueber dir und du weisst bescheid.

  32. godforgivesbigots Says:

    @A – Also ich gehe davon aus dass die Amis falls der Westen nuklear getroffen wird die Kaaba konventionell wegsprengen, und falls Israel nuklear vernichtet wird die Ölfelder beidseitig des persischen Golfs nehmen, amerikanische Atompilze werden wir erst erleben wenn zuvor Japan nuklear getroffen wurde. Außer Amerika wählt dieses Jahr die Balkanisierung dann wird alles unberechenbarer.

  33. classless Says:

    Ihr seid mir ja alle Propheten.

  34. godforgivesbigots Says:

    Jah? Wer hat Osama denn gesagt “Wenn Du diesen Tempel einreißt wirst Du ein großes Reich zerstören”?

  35. börk Says:

    Ihr seid mir ja alle Propheten.

    *lach*

  36. vs Says:

    ein sehr schöner beitrag. ich hoffe dass du das nächstemal bei jemandem vom vs mitfährst ;)
    (“Ich habe jede Menge von ihm erfahren, er umgekehrt praktisch nichts von mir.”)

  37. godforgivesbigots Says:

    *lach*

    Also ich hatte mal das Gefühl beim KGB mitzufahren. Der Mann den ich beim Tanken angesprochen hatte sprach mit seiner Gattin russisch und ist bis zu dem Moment mit dem Finger am Blinkhebel geradewegs an der Rasthofausfahrt vorbeigezogen bis ich den Mund aufgemacht habe, dann hat er mich ein Stück abseits der Tankstellenkameras abgesetzt. Das Auto war schnell und bequem zum Chillen auf der Rückbank. Das Gespräch ist nach meiner üblichen Etappenansage schnell verebbt.

  38. classless Says:

    Einer Theorie eines guten Bekannten zufolge werde ich ja seit Jahren bloß deswegen ständig so schnell mitgenommen, weil ich immer vom nächstbesten Agenten aufgelesen werde, der mich dann aushorchen soll. (Wenn es mal länger dauert, ist halt gerade keiner in der Nähe gewesen.)

  39. godforgivesbigots Says:

    Das dürfte per Mitfahrzentrale aber sehr viel zuverlässiger funktionieren, wenn Du mit Daumen fährst wird dem Agenten eher jemand zuvorkommen.

  40. classless Says:

    Die Idee kam auf, als ich im Überschwang etwas in der Richtung sagte, daß ich möglicher Verfolgung beim Trampen oft ein Stück voraus sei. Das sollte also nur heißen: Denkste.

  41. godforgivesbigots Says:

    Es käme natürlich auch noch darauf an ob Du die Agenten auch immer schön mit Mobiltelefonkoordinaten fütterst.

    So oder so kannst Du Dir ja schonmal überlegen, was Du sagst wenn IM Zachäus anhält und sagt daß er Dich mitnehmen würde wenn Du damit klarkämst bei einem Agenten mitzufahren. Aber vielleicht gibt er sich ja auch als NPD-Mann aus.

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