Hab ich homophob getextet?

July 23rd, 2008

Okay, die Platte soll zwar keine Podiumsdiskussion werden, aber zumindest eine Zeile mag ich jetzt doch mal zur Debatte stellen, da sie schon vereinzelt auf unerwartete Weise interpretiert wurde.

Es geht um das Stück “Jede Zelle”, in dem wir den furchtbaren “Zellenrock” von den Kubys in eine Art Demonstrations-Aufwärm-Nummer umgestrickt haben. Die erste Zeile wurde nicht beanstandet und geht so (ja klar, Demokratieidealismus, I know):

Die Nazis und die Staatsgewalt sind auf dem Platze, doch auf dem Platze, da sind auch wir.

Dann kommt von den Kubys gesampelt “Jede Zelle an jeder Stelle, jede Zelle ist voll gut drauf”. Nun folgt etwas, was als eingebauter Rekuperationsschutz gegen Nazis gedacht war und sich über ihre internen Auseinandersetzungen à la “Autonome NationalistInnen on Tour!” lustig macht:

Wenn Autonome Nationalisten dieses Lied singen, halten andere Nazis sie für schwul.

Jetzt scheint bei manchem der Eindruck entstanden zu sein, als hätte ich versucht, hier einen schwulenfeindlichen Witz unterzubringen oder die Nazis auf Kosten von Schwulen zu verhöhnen. Die Idee war hingegen, auf die Homophobie unter Nazis anzuspielen und gleichzeitig zu verhindern, daß das Lied eine Demo-Aufwärm-Hymne bei den AN wird.

Daß die Stelle homophob funktionieren könnte, hatte ich nicht angenommen; vielleicht habe ich das falsch eingeschätzt. Möglicherweise bin ich an der Stelle nicht ausreichend sensibel, also gebe ich die Frage ans liebe Blogpublikum weiter: Zeile drinlassen? Zeile rausnehmen?

Das muß allerdings schnell entschieden werden, da sich die Platte schon im Mastering befindet.

99 Responses to “Hab ich homophob getextet?”

  1. rob Says:

    hm…ja ist ne doofe sache aber ic würde lieber mal auf nummer sicher gehen und die zeile rausnehmen.

  2. nada Says:

    ich kann beim besten willen keine homophobie erkennen. drinlassen.

  3. Gehirnschnecke Says:

    Eher rausnehmen. Sagt mein Bauchgefühl. Und mein Verstand sagt, dass die ANs das kaum abhalten würde das Lied zu trällern, da ich schon erlebt habe, dass ANs andere Nazis tatsächlich mit Bekentnissen zur Homosexualität geärgert haben.

  4. grand hotel abgrund Says:

    gemeint ist es also nicht homophob. wenn du verhindern willst, daß es so verstanden wird, dann mach es doch als zitat.
    z.b.:

    ” Wenn Autonome Nationalisten dieses Lied singen, sagen andere Nazis “seid ihr schwul”.”

    dann ist ja ziemlich klar, das du ihr homophobie auf die schippe nimmst.

  5. ZwischenDrin Says:

    Also ich wuerde es lieber rausnehmen. “Schwul” wird hier ja schon in einem negativ-beleidigenden Kontext benutzt, wenn auch quasi in indirekter Rede. Das ist immer schlecht und perpetuiert Homophobie. Amy, die hier neben mir sitzt meint das uebrigens auch.

    Nix fuer unguat,

    Loona.

  6. Gehirnschnecke Says:

    Also mein schwuler Ex-Mitbewohner hatte kein Problem damit sich als “schwul” zu bezeichnen. Er tat das sogar stets selbst… Max Goldt schrieb gar einst, dass er nie mit einem homosexuellen Mann schlafen würde – nur mit schwulen! ;-)

  7. e.r. Says:

    drinnlassen, pc-scheiße nervt, ich finds nicht schlimm und fühl mich auch nich auf den schwanz getreten, und der kontext, das meaning, zählt ja wohl mehr als das word….

  8. saltzundessick Says:

    ich finds auch echt voll ok, dass du dir so gedanken machst, was die nazis so denken koennten.

  9. chris-b Says:

    Ich würde es rausnehmen.

  10. Arschkrebs (2.0/compatible) Says:

    Ich würde das ganze Album einstampfen, und ein neues Leben beginnen.

  11. Gehirnschnecke Says:

    @ Arschkrebs

    Hast Du keinen Friseur?

  12. Arschkrebs (2.0/compatible) Says:

    Nein, wozu?

  13. Christian Says:

    Also für homophob kann das höchstens halten, wer Dich für naziphil hält. Ich würd’s drinlassen.

  14. classless Says:

    Okay, mal durchgehen soweit:

    “auf nummer sicher gehen und die zeile rausnehmen.”

    Naja, das ist natürlich ein Punkt: wegen der Zeile dann ständig Diskussionen führen müssen, muß vielleicht echt nicht sein.

    “ich kann beim besten willen keine homophobie erkennen”

    Es ist ja eine homophobe Figur, die Frage ist ja, wie sie funktioniert.

    “Sagt mein Bauchgefühl. Und mein Verstand sagt, dass die ANs das kaum abhalten würde das Lied zu trällern, da ich schon erlebt habe, dass ANs andere Nazis tatsächlich mit Bekentnissen zur Homosexualität geärgert haben.”

    Echt, machen die das? Hast du da einen Link? Bauchgefühl ist eher trügerisch bei sowas.

    “” Wenn Autonome Nationalisten dieses Lied singen, sagen andere Nazis “seid ihr schwul”.””

    Ist ‘ne bedenkenswerte Idee, hieße aber neu einsingen, was mittlerweile etwas unpraktisch ist.

    “”Schwul” wird hier ja schon in einem negativ-beleidigenden Kontext benutzt, wenn auch quasi in indirekter Rede. Das ist immer schlecht und perpetuiert Homophobie.”

    Das ist schon meine Hauptsorge. Wenn es so funktioniert, will ich das wirklich nicht haben.

    “pc-scheiße nervt”

    “PC-Scheiße” nervt hauptsächlich, diejenigen, die sie nerven soll, die also meinen, sich mit pejorativem reaktionären Sprachgebrauch als Tabubrecher aufführen zu können und das dann auch noch für cool oder rebellisch halten.

    “der kontext, das meaning, zählt ja wohl mehr als das word….”

    Das ist schon klar – unklar ist, wie die Zeile dann kontextualisiert wird.

    “was die nazis so denken koennten.”

    Es geht einerseits darum, was die Nazis mit dem Lied _tun_ könnten und andererseits, darum wie diese Zeile beim mutmaßlich überwiegend Nicht-Nazi-Publikum funktionieren wird.

    “Ich würde das ganze Album einstampfen, und ein neues Leben beginnen.”

    Mach doch.

    “Also für homophob kann das höchstens halten, wer Dich für naziphil hält.”

    Das mußt du mir noch mal erklären – ich halte es nicht für davon abhängig.

    Bisher sieht das immer noch recht unentschieden aus, wobei die Tendenz schon eher zum Rausnehmen geht.

  15. Arschkrebs (2.0/compatible) Says:

    Echt, wo muss ich da genau hin?

  16. e.r. Says:

    “”PC-Scheiße” nervt hauptsächlich, diejenigen, die sie nerven soll, die also meinen, sich mit pejorativem reaktionären Sprachgebrauch als Tabubrecher aufführen zu können und das dann auch noch für cool oder rebellisch halten.”

    Haste auch wieder recht, manchmal vergess ich, dass ich reaktionären Sprachgebrauch als Stilmittel verwende, und das nicht als Tabubruch empfinde.

    Da du eher der unironische Typ (was sowas angeht) zu sein scheinst, rausnehmen. (ich persönlich würds drinlassen.)

  17. tjo Says:

    Ich stimme “ZwischenDrin” voll zu. dem ist im Grunde nichts hinzuzufügen. Der user hat einfach Recht, IMO.

  18. bitshifter Says:

    Also mit der hintergrundstory beladen ist die zeile imho nicht homophob. Kann natürlich immer sein dass sich leute auf den schlips getreten fühlen.

    ++drinnlassen++

  19. classless Says:

    (Erinnert jetzt stark an Wikipedia-Löschdiskussionen, doesn’t it?)

    @e.r.
    Bei zwei, drei Sachen bin ich wohl wirklich nicht so ironiefähig wie bei fast allem anderen. Nu ja.

    @bitshifter
    Ums Aufdenschlipsgetretenfühlen geht’s bei Homophobie ja nicht unbedingt, das ist schon etwas handgreiflicher, oder?

  20. nanu Says:

    “‘PC-Scheiße’ nervt hauptsächlich, diejenigen, die sie nerven soll, die also meinen, sich mit pejorativem reaktionären Sprachgebrauch als Tabubrecher aufführen zu können und das dann auch noch für cool oder rebellisch halten.”

    …weil es ja auch funktioniert. Gerade bei Leuten, deren Lieblingsbeschäftigung es ist, gegen irgendwas “Zeichen zu setzen”.

    …aber das war gerade OT. Ich finde die Stelle gehört raus, weil sie überhaupt nicht flowt und ziemlich aus dem nichts ANs ins Spiel bringt…. wobei ich ja die Original-Lyrics nicht kenne.

  21. tjo Says:

    Nein, wie gesagt, der user ZwischenDrin hat recht. Im schlimmsten Fall kann diese Stelle sogar so gelesen werden, daß in der Zeile “schwul” einfach anstelle von “schlecht” steht, es gibt ja nicht wenige Leute, die das so machen.

  22. Christian Says:

    @classless:

    Das mußt du mir noch mal erklären – ich halte es nicht für davon abhängig.

    Indem du die homophoben Vorurteile Nazis in den Mund legst, distanzierst du dich ja gleichzeitig von ihnen. Wenn du darauf hinweist, dass Nazis rassistische Vorurteile haben, wird man daraus ja auch nicht unbedingt schließen, dass du selbst rassistische Vorurteile hast.

  23. mary Says:

    “Die Webbloggerey [von der Goethe hier schreibt], meint ein Laster, das neben dem Passivrauchen, dem Zeitschriften abonnieren und dem Kindermachen zu den vier Hauptursachen der Vernichtung der postindustriellen Hochkulturen Europas und Amerikas zählte, an die sich die meisten nur mehr vage erinnern. Kaum war nämlich das Internet erfunden, durften Leute, die nicht denken, lesen oder schreiben konnten und keinerlei Persönlichkeit besaßen, einander ihre Nichtgedanken mitteilen und die dabei entstehenden Stummeltexte und Schnappquerschüsse wechselweise verlinken. Die absolute Uniformität und die hemmungslose Beliebigkeit, also das schlechte Allgemeine und das noch schlechtere Besondere, wurden auf diese Weise zu einem tödlichen Kampfstoff synthetsiert, vor dem es dem Provider des Teufels graute, seit die Hölle eine Website war. Sehnsucht nach Stalin.”

  24. Gehirnschnecke Says:

    @classless

    Ich finde jetzt im Netz natürlich nix mehr, erinnere mich aber, dass es da vor 3-4 Jahren mal entsprechende Diskussionen gab. Vor allem im Zusammenhang mit M. Kühnen.

  25. Julian Says:

    Ich denke ja, dass das höchste was passieren kann, ist dass Leute die Textzeile für “kann man als homophob verstehen” halten. Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand das lied ansich tatsächlich als homophob bezeichnen würde. Somit stünde es 60:40 für das lied in der aktuellen version ;)

  26. scheckkartenpunk Says:

    es gibt auch schwule nazis. und die sind das auch nicht nur heimlich. von dem her fällt die verwendung von “schwul” in diesem zusammenhang eher auf dich zurück. nicht alle nazis haben ein problem damit, weshalb der satz keine eindeutigkeit hat. es trifft eher denjenigen, der kommmuniziert es gäbe keine schwulen nazis.

    http://www.joerg-hutter.de/schwule_nazis.htm

  27. classless Says:

    @nanu
    Die Original-Lyrics von den Kubys? Die flowen deutlich zu stark… ;-)

    @Julian
    Tja, und wenn “Leute”, die selbst homophob drauf sind denken, der Kulla textet auch homophob, kann das durchaus als Rechtfertigung dafür dienen.

    @scheckkartenpunk
    Ob konkrete Nazis schwul sind oder nicht, ist überhaupt nicht der Punkt. Es gibt diese Invektive in Nazistrukturen. Die Frage ist jetzt, ob diese Zeile die dortige Homophobie denunziert oder ob sie den Mechanismus, wen auch immer mit dem Verweis auf sein Schwulsein bloßzustellen, als zulässig erscheinen läßt. Oder beides.

    @Christian
    “Wenn du darauf hinweist, dass Nazis rassistische Vorurteile haben, wird man daraus ja auch nicht unbedingt schließen, dass du selbst rassistische Vorurteile hast.”

    Ich gehe überhaupt nicht davon aus, daß ich aus irgendeinem Grund über solchen Verdacht erhaben bin. Das ist ja ein ganz wesentlicher Punkt: bei Homophobie – wie bei anderen Diskriminierungsformen – gibt es praktisch keine gesellschaftlichen Gruppen, in denen sie nicht vorkommt/vorkommen. Solche Freibrief-Argumentationen à la “Wir können ja gar nicht rassistisch sein, weil wir links sind” sind der beste Flankenschutz für die je uneingestandene oder übergangene Diskriminierungsform.

  28. ZwischenDrin Says:

    “Ich gehe überhaupt nicht davon aus, daß ich aus irgendeinem Grund über solchen Verdacht erhaben bin. Das ist ja ein ganz wesentlicher Punkt: bei Homophobie – wie bei anderen Diskriminierungsformen – gibt es praktisch keine gesellschaftlichen Gruppen, in denen sie nicht vorkommt/vorkommen. Solche Freibrief-Argumentationen à la “Wir können ja gar nicht rassistisch sein, weil wir links sind” sind der beste Flankenschutz für die je uneingestandene oder übergangene Diskriminierungsform.”

    Jubel! Klatsch! Applaus!

    [S.C.N.R.]

  29. antilenin Says:

    auf alle faelle drinnenlassen.

  30. scheckkartenpunk Says:

    @Kulla: meiner meinung nach reproduzierst du das schon so wie das da steht. in der vorgeschlagenen umformulierung wäre das eindeutig. so nicht.

  31. bigmouth Says:

    warum glaubst du eigenbtlich, dass die gefahr bestünde, dass nazis das auf demos spielen könnten?

  32. Arschkrebs Says:

    @bigmouth
    Als wenns hier ernsthaft darum geht, hier gehts um Verkaufszahlen!

  33. el_phiko Says:

    ————————–
    /| /| | |
    ||__|| | Trolle bitte |
    / O O\__ nicht |
    / \ füttern! |
    / \ \ |
    / _ \ \ ———————-
    / |\____\ \ ||
    / | | | |\____/ ||
    / \|_|_|/ | __||
    / / \ |____| ||
    / | | /| | –|
    | | |// |____ –|
    * _ | |_|_|_| | \-/
    *– _–\ _ \ // |
    / _ \\ _ // | /
    * / \_ /- | – | |
    * ___ c_c_c_C/ \C_c_c_c____________

  34. isabelle Says:

    ja, ich wuerd auch gerne wissen, wie du auf die idee kommst, dass nazis dein lied verwenden, meinst du, das wird wirklich so bekannt? ohne das jetzt fies meinen zu wollen ;)

  35. saltzundessick Says:

    ja, und selbst wenn? werden nazidemos besser oder schlechter, weil sie deine musik spielen? sagt das irgendetwas ueber die qualitaet deines musikalischen schaffens aus? auf nazidemos so allerlei musik gespielt, die gemeinhin eher als links gilt. fuer mich wirkt dein post und diese diskussion ausgesprochen aufgesetzt und alibimaessig. mach doch paar schraege toene rein, dann bekommen die nazischweine wenigstens ohrenkrebs.

  36. unkultur Says:

    Warum gibt es eigentliche noch keine Nazidemos mit Minimal Techno? Da wird nichts getextet aber trotzdem scheint das nicht so 1:1 nazikompatibel zu sein. Komisch. Sachdienliche Hinweise in die Kommentarspalte.

  37. only aa but xxx Says:

    ich halte die “gefahr”, dass das lied von nazis gespielt wird, nicht mit der herausnahme dieser zeile gebannt. (weswegen ich trotzdem eine streichung empfehlen würde) ich halte bei so einer art von popmusik, die sich selbst noch als “Demonstrations-Aufwärm-Nummer” anpreist, die gefahr prinzipiell gegeben, dass dieses lied mit dem gleichen, oder leicht angepasstem text vom “politischen gegner”, dem “system” or whatever rekuperiert werden kann.

    dieses spiel gab es schon immer in der geschichte des politischen liedes. in beide richtungen. entweder du verwendest eine ästhetische form, die sich zur mobilisierung, gerne auch mobilmachung, eignet oder eben nicht. gälte es nicht viel eher eine formen des ausdrucks zu finden, die sich von den bestehenden linken aktionsformen dadurch unterscheiden, “daß sie für die Zwecke des Faschismus vollkommen unbrauchbar sind” (Benjamin, Das Kunstwerk…), um damit vielleicht (auch) das leidige gejammer darum oder gebibber davor von nazis sich seine sogenannten kulturellen errungenschaften rekuperieren zu lassen ein für allemal zu erledigen?

    oder anders: stünde nicht eine politische kunst auf der agenda, die ein wenig sich über den agit-prop konzepten der 20/30er-jahre bewegt, an deren aktualisierung sich schon die linke der 70-80er vergeblich die zähne ausgebissen hatte? eine, bei der sich eventuell gar nicht mitsingen lässt? eine vielleicht, die den menschen zu mehr befähigt als in geordneten reihen parolen schreiend durch ostdeutsche städte zu ziehen?

    trotzdem herzliche grüße aus stuttgart,
    deine lieblings pro[st]situationisten

    ps. wir wollen dann, den ersten vorschlag von arschkrebs aufgreifend, doch eine cd; nicht, dass wir die in der sendung spielen würden, aber einstampfen: das machen wir!

  38. classless Says:

    Zur Frage, warum ich überlege, ob das von Nazis verwendet werden könnte: es soll ein Video dazu geben, es könnte (!) als Demo-Soundtrack hier und da auftauchen (wie der Communism-Song) und die AN greifen sehr gern Sachen auf, die bei der Antifa laufen, um sie damit zu ärgern o.ä. Bei denen läuft das dann auch nicht unbedingt auf Demos, eher in ihren Mobi-Videos oder bei den Jenaer Patheten von mpp, wo ja auch allerlei Elektronik läuft, die von Leuten stammt, die davon laut Mailverkehr nichts zu wissen scheinen.
    (Der Schluß war @unkultur)

    @Arschkrebs
    “Als wenns hier ernsthaft darum geht, hier gehts um Verkaufszahlen!”

    Wenn das der einzige Punkt wäre, würde ich es ohne Diskussion drauflassen, oder?

    @only aa
    Ich hielt es für eine Möglichkeit, der Verwendung durch die Nazis zumindest symbolisch ein “Ätsch!” hinzuwerfen, daher ist die Zeile entstanden. Ob das helfen würde, weiß ich auch nicht, aber das erscheint mir auch eine etwas abgehobene Fragestellung.

    Jetzt ist die Frage, ob diese konkrete Zeile aber neben dem möglicherweise nicht sehr wirksamen oder auch nie relevant werdenden versuchten Rekuperations-Bouncing auch noch in eine Kerbe haut, in die ich nicht hauen mag, wenn das abzusehen ist.

    Zur Ambition, per se nicht rekuperationstaugliche Musik machen zu wollen, kann ich zumindest anmerken, daß ein Lied auf der Platte ist, das ich wohl selbst nicht nochmal mitgesungen bekommen werde…

    (off-topic nach Stuttgart: Ihr habt vor gar nicht so vielen Wochen einen Feiertermin nach großspurigen Ankündigungen verkackt und danach – der Schande wegen? – nichts mehr von euch hören lassen ;-) Eigentlich hätte ich was gut, stattdessen gibt’s Rumgepöbel. So ham wer ni gewettet! *schmoll*)

  39. Arschkrebs (2.0/compatible) Says:

    Hauptsache es wird wahrgenommen. Je mehr Diskussion um so mehr ist es im Bewußtsein. Eigentlich solltest du mir noch was abdrücken, dafür dass ich das hier ein bißchen interessanter mache.

  40. ZwischenDrin Says:

    “Indem du die homophoben Vorurteile Nazis in den Mund legst, distanzierst du dich ja gleichzeitig von ihnen.”

    Your logic is flawed. ;)

  41. classless Says:

    @Arschkrebs
    Du hast das irgendwie noch nicht so ganz verstanden. Wenn du die Dienstleistung die ganze Zeit umsonst anbietest, gibt es keinen Grund, dich dafür zu bezahlen. Und direkt Mangel an Arschkrebsen herrscht auch nicht.

  42. Gehirnschnecke Says:

    @Arschkrebs

    Ich fürchte auch, Dir bleibt nur die Lohnarbeit…

  43. tjo Says:

    “Und direkt Mangel an Arschkrebsen herrscht auch nicht.”

    *lach*

  44. nanu Says:

    hihi. ich meinte eigentlich den originalzusammenhang deiner lyrics. warum es da plötzlich um Schwule und ANs geht. das klingt halt irgendwie aus der luft gegriffen. und gerade wenn man eine pc-mäßig unbedenkliche platte haben will, nicht empfehlenswert.
    ferner finde ich “auf die schippe nehmen” keine sehr schöne taktik. im allgemeinen.

  45. Arschkrebs (2.0/compatible) Says:

    Jaja, da wird selbst vor der Ausbeutung von bedrohten Tierarten nicht mehr zurück geschreckt, soweit ist es schon wieder…Ich kenne nur noch einen anderen Arschkrebs, schön wenn du noch mehr kennst, gib mir doch mal einen Tipp.

  46. lahmacun aka Laura Says:

    @Arschkrebs
    “Als wenns hier ernsthaft darum geht, hier gehts um Verkaufszahlen!”

    Wenn das der einzige Punkt wäre, würde ich es ohne Diskussion drauflassen, oder?

    nö, wieso? du führst hier ne nette gruppendisku mit der zielgruppe drüber, ob ihr das produkt zusagt. und klärst, ob du das produkt nicht ein bisserl modifizieren musst, damit’s der szenerenner wird. du selber findest das produkt ja ok so, sonst wäre es ja nicht schon fast fertig, aber du unterwirfst dich eben auch gerne den wünschen deiner kundInnen. sicher ist sicher. in der marktforschung macht man das auch so.

  47. only aa but xxx Says:

    OT nach berlin: großmäuligkeit ist eine zier und gerade uns nicht vorzuwerfen: wir haben den nicht verkackt, wir haben den aufgrund verschiedenster WICHTIGER termine nicht wahrnehmen können. (btw: wer will schon in solche studentenstädte? “ich weiß nicht wieso ich euch so hasse…”) den dazugehörigen einlauf haben wir schon vom ego-manager gekriegt.
    danach haben wir nichts mehr von uns hören lassen, weil es nichts neues von muttern gibt.

    was willst du eigentlich? konstruktive kritik? haha! die sound-stasi wird einen teufel tun deutschen pop, und dann auch noch aus berlin, gut zu finden…

    deine weisen von stuttgart

  48. Gehirnschnecke Says:

    @ Arschkrebs

    Versuchs doch mal hier:

    http://www.arbeitsagentur.de/

  49. saltzundessick Says:

    mal unabhaengig davon, dass es ziemlich egal ist, was die nazis auf ihren demos spielen, ist zumindest die intention der zeile natuerlich homophob. du machst ein lied und willst verhindern, dass nazis es auf ihren demos spielen koennen. also machst du eine zeile rein, dass sie schwul sind, weil das ja eine beleidigung sein soll. und vermutlich ist dir an dieser stelle aufgefallen, dass man das ja so nicht sagen darf, gehoert sich nicht. also laesst du andere nazis fuer dich sprechen, weil die duerfen das ja. unglaublicher trick, hut ab.

  50. lahmacun aka Laura Says:

    ja, genau, gehirnschnecke: ab ins arbeitslager! aber dalli!

    autoritäre sau!

  51. User Generated Content at Says:

    [...] Hab ich homophob getextet? – Fragt unschuldig der um seinen guten Ruf besorgte Klassenlose. Um daraufhin seine AnhängerInnen um Beistand zu bitten: sie mögen doch bitte entscheiden. Jeder Euro ist ein Stimmzettel, so Röpke sinngemäß (jaja, er schrieb von Franken), den Markt beschwörend. Auch bei Kulla kann man abstimmen, jeder Kommentar ein Stimmzettel – heraus kommen dann mal Kullas Lyrics. Die, die es sich leisten können, beauftragen ein Marktforschungsinstitut mit einer Gruppendiskussion, die Anderen lassen kommentieren. [...]

  52. classless Says:

    @aa
    “den dazugehörigen einlauf haben wir schon vom ego-manager gekriegt.”

    Gibt’s da Fotos von?

    @Laura
    Oh ja, mein guter Ruf und die immensen Verkaufszahlen – ach Gottchen! Die Unsicherheit ist nicht gespielt und ich frage wirklich lieber _vorher_, auch wenn die Debatte _nach_ der Veröffentlichung vermutlich betriebswirtschaftlich sinnvoller gewesen wäre. (Oder ich habe einfach keine Ahnung davon.) Selbstverständlich wäre das schön, wenn sich die CD ein bißchen verkauft, aber ich lebe nicht davon und spekuliere auch eher nicht darauf, davon leben zu können.

    @alle
    Wenn ich mir die Diskussion noch mal anschaue, dann ist es einerseits so, daß einige Argumente fürs Rausnehmen erheblich triftiger waren (in die homophobe Kerbe hauen) und daß andersrum einige Argumente fürs Drinlassen nochmal extra fürs Rausnehmen sprechen (P.C., Schlips treten), so daß ich im Moment sagen würde, die Zeile fliegt raus. Endgültig entscheide ich’s heute abend.

  53. only aa but xxx Says:

    klaro, die kosten aber extra.

  54. lahmacun aka Laura Says:

    von verkaufszahlen habe ich nicht geredet. und ne, eine disku nach veröffentlichung wäre natürlich _nicht_ sinnvoller gewesen.

    was würdest machen, wenn hier alle schreiben, dass du die zeile drinnen lassen sollst? – den homophoben scheiss drinlassen. genau! ein fähnchen im wind…

  55. classless Says:

    @Laura
    Es ist ja keine Abstimmung – danach stünde es auch eher deutlich für Drinlassen. Mir ging es aber darum, wie es verstanden wird, also ob es in der Form “homophobe Scheiße” ist oder nicht, ob ich mich also korrigieren sollte oder nicht. Wenn du das besser findest, wenn ich Fehler nicht einräume oder diskutiere, weil das dann weniger warenförmig wäre, kann ich dir echt nicht helfen.

    Ich werde es jetzt vermutlich rausnehmen weil mir die Formulierung unabhängig vom Kontext den Mechanismus des homophoben Bloßstellens zu bestärken scheint. Das war mir vor der Diskussion weniger klar.

    @aa
    Habt ihr Photoshop etwa mit Lizenz?

  56. ZwischenDrin Says:

    @classless
    “Ich werde es jetzt vermutlich rausnehmen weil mir die Formulierung unabhängig vom Kontext den Mechanismus des homophoben Bloßstellens zu bestärken scheint.”

    Ich denke schon.

    Und es tut auch [zumindest mir] einfach jedes mal ein kleines Bisschen weh, wenn ich “schwul” in diesem Zusammenhang lese.

    Ebenso wie es mir einen Stich versetzt wenn jemand in beleidigender Absicht mit “Du Jude!” tituliert wird… Ganz egal ob ich das in ‘nem Nazi-Text lese, oder in einem Feuilleton-Artikel in dem distanzierend beklagt wird, dass das immer haeufiger zu hoeren ist…

    Loona.

  57. only aa but xxx Says:

    hey, teile von uns verdienen mit internet ihr geld (der rest geht aber ehrlichen arbeiten nach). oder machen wir den eindruck als würden wir hier unseren spass haben?

    verwendest du von live etwa eine raubkopie? dann kauf ich deine cd erst recht nicht.

    bezüglich des mitsing-faktors: es gibt ja auch bands, die konnten noch nie das singen, was man da bei ihrem ersten release hört. digital performer sei dank…

  58. classless Says:

    Ich benutze überhaupt keine Musikmachsoftware, ich bin ja nur fürs Gequatsche und Gesinge zuständig. Und das ist bei “Der Takt des Geldes” deshalb kaum nochmal nachsingbar, weil ich recht erfolgreich versucht habe, rhythmisch aber ohne Takt zu singen. Das klingt ziemlich erstaunlich.

    Nu ja.

  59. only aa but xxx Says:

    wir leihen ja nur unsere stimmen der technik, die singt dann für uns.

    denn “Heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden.” heißt ja nicht, dass man überall dilletieren sollte.

    schönes wochenende, bin dann erstmal besoffen.

  60. classless Says:

    Insofern der Dilettant der Amateur ist, der Nichtberufliche, heißt es das schon ;-)

    Ich wach noch auf. Das kann sich hinziehen.

  61. lasterfahrerei Says:

    dilletantieren überall! was diletantisch ist ist etwas anderes.

    der dilletante macht etwas aus liebe zur kunst – der professionelle aus profession, der amateur weil er etwas macht aber nicht weiss warum und es auch nicht kann.

  62. Arschkrebs (2.0/compatible) Says:

    @Gehirnschnecke
    Was glaubst du Scherzkeks eigentlich, wieso ich um diese Uhrzeit schon wach bin.

  63. unkultur Says:

    Kurz noch zur Web2.0-Arbeitsweise. Da wird nie was fertig, alles bleibt immer Version 0.9irgendwas. Insofern lassen sich auch Aussagen noch revidieren – in Rücksprache mit dem Publikum. Ist mir alles viel zu partizipativ und anstrengend, man könnte doch weiterhin Tracks in der Dunkelkammer basteln und wem sie nicht passen, hat Pech gehabt. “Hey, bau da doch mal noch ne Amenmodulation rein”. Nee, hammwa nicht.
    Oder umgekehrt fragen: hast du was homophobes gehört? Lesarten sind möglich soviele wie Sand am Meer bei radikaler Dekonstruktcutupologie, so dass es ein “habe ich irgendwas falsches getextet” gar nicht mehr geben kann. Der Autor wurde abgeschafft, da bleibt nur noch der Hörende, der den Sinn nicht dechiffriert sondern stiftet. Amen!

  64. classless Says:

    Ich stelle ja auch nur eine Zeile (von zwanzig Seiten Textheft) zur Debatte. Außerdem war die Frage während der Produktion zumindest schon mal kurz aufgetaucht, aber eben erstmal verworfen worden. Und die Entscheidung ist meine.

  65. unkultur Says:

    Bei mir gibt´s erst gar keine Texte, die ich zur Diskussion stellen könnte. Sauerei! ;) Nicht Ernst nehmen, ich assoziiere nur wild an der Demarkationslinie zwischen instrumental und vocal. Wobei man sich diese Sache mit dem Komponieren per Blog oder Voting und per Konsensentscheid bestimmen die Mitdiskutanten dann wie der Track weiter geht vielleicht doch noch mal durch den Kopf gehen lassen… nein, besser nicht.

  66. e.r. Says:

    @unkultur:

    son ich bin ein unverstandener-künstler-scheiß hilft aber auch nicht wirklich weiter. :)

    @classless:

    egal, wie ich oder andere hier dazu stehen, nimms raus, wenn du dich dabei unwohl fühlst (kaufen werd ich die pladde eh nich, schlecht produziert, knallt nich usw…, sorry)

  67. saltzundessick Says:

    gehts denn wirklich um die eine zeile?

  68. classless Says:

    @unkultur
    Es machen ja immer alle mit, die man zitiert, samplet, covert, die einen beeinflussen, denen man was davon erzählt, vorgesungen und vorgespielt hat. Voll auf allgemeine Mitbestimmung würde ich aber immer erst gehen (wie bei den Gruppen-Cut-ups), wenn ich meine ganzen Ideen wenigstens größtenteils untergebracht habe.

    @e.r.
    Schlecht produziert? Hast du sie schon gehört?

    @salty
    Ja.

  69. blingo Says:

    Warum nicht optimieren?
    Zu “…feiern andere Nazis sie als schwul..”, oder ähnlich genial ;)

  70. e.r. Says:

    @lassless:

    das snippet….

  71. classless Says:

    Also, ich will das gar nicht verteidigen, ist halt kein Studio und so; ich war nur verblüfft, wie du nach einem mp3-Ausschnitt die Produktion beurteilen kannst. Da bin ich aber auch nicht so der Crack.

  72. e.r. Says:

    naja, aaron funk (aka vs) hat die messlatte scho ziemlich hoch gesetzt…, nix für ungut, seit “i hate hitler” bin ich lastafahrie-fan, nur knallt zombieflesheater im moment mehr…. just my 2 cents…

  73. lasterfahrerei Says:

    ist natürlich frank und frei, poduziert, am bedarf vorbei. ich bin schlieslich nicht umsonst die 10000 scheppernden mülltonnen gottes!

  74. lasterfahrerei Says:

    snares liegt schon weit vorne, steckt ja aber auch mehr drin, zeitlich, technik, usw… ich muss aber nicht irgenwelchen zünftigen messlatten hinterher hecheln. liegt bei mir auch daran das ich wen ich eins gemacht hab und versuche das ergebniss noch und noch von mir selbst zu kopieren plötzlich eine riesige langeweile auftaucht und ich mich frage was das soll, also versuche ich jedesmal was anderes zu machen. zfe knallt übrigens im moment nicht nur sonder schon immer!

  75. e.r. Says:

    weiß nicht, aron zieht vielleicht heute seine spuren durch protools, wette mal, früher hat er das mastertape auch nur durch nen tc gezogen…..

  76. tri_tra_trullala Says:

    also wenn man lesen und denken kann dann müsste einen doch klar sein das das in keinster weise schwule diskriminiert

    ich weiß ehrlich gesagt garnicht was daran groß falsch zu verstehen ist

    es wird nicht das wort schwul an sich als negativ gesetzt sondern gesagt das nazis dies als schlecht definieren

    und es ist ja wohl kein geheimnis das nazis nicht so gut auf schwule zu sprechen sind

    ich jedenfalls würde die zeile drinnen lassen und es dafür auch gerne in kauf nehmen es öfters erklären zu müssen falls es wirklich so viele doch nicht verstehen

  77. ZwischenDrin Says:

    @tri_tra_trullala
    “also wenn man lesen und denken kann dann müsste einen doch klar sein das das in keinster weise schwule diskriminiert”

    Die Eingangsfrage war aber nicht: “Diskriminiere ich mit diesem Text Schwule?”, sondern: “Hab ich homophob getextet?”.

    Hier wird die (homophobe) Stigmatisierung moeglicher AN-Track-Verwender (durch Kulla) als schwul ja als abschreckendes Stilmittel verwendet. Insofern wird hier Homophobie ja sogar instumentalisiert.

    Nicht, dass ich das jetzt eine ganz schlimme homophobe Textstelle finde… Aber wenn man sie unter’s Mikroskop legt…

    Ich sehe aber vor allem keinen Grund, den Abschnitt drinnen zu lassen. Zwar kenne ich den Rest des Liedtextes zwar nicht, aber ich unterstelle hier einfach mal dass es darin nicht um Homosexualitaet oder Diskrimminierung von Schwulen oder schwule Nazis, oder sonst irgend etwas geht das mit Schwulsein zu tun hat.

    Naja. Aber das Thema ist ja nun eigentlich auch schon totdiskutiert, oder nicht?

  78. Arschkrebs (2.0/compatible) Says:

    So, ich klär euch jetzt mal auf.

    Wenn Autonome Nationalisten dieses Lied singen, halten andere Nazis sie für schwul.

    Diese Zeile macht nur Sinn, wenn das Lied schwul klingt. Allerdings wenn das Lied tatsächlich schwul klingt, ist der Hinweis auf eben diese Tatsache tatsächlich etwas seltsam. Wenn Nazis irgendetwas singen, was schwul klingt, ist es logisch, dass andere Nazis mutmaßen, dass die singenden Kameraden möglicherweise schwul sind.

    Ich habe mir das Lied jetzt nicht angehört, und werde es auch freiwillig niemals tun, aber vielleicht denken die anderen Nazis auch, dass die “autonomen” Nazis jetzt komplett bescheuert sind, weil sie versuchen, irgendsoeinen “Zecken”Elektrosprechgesang mit samples etc. nachzusingen.

    Die Frage ist noch, wie klingt schwul für Nazis, und erfüllt dieses Lied die Kriterien (Wenn ja, dann wäre das in etwa so, als wenn man den Nazis eine Israelfahne hinhält. Mit diesem Prinzip dürften die meisten hier eigentlich kein Problem haben. –> Eingangsfrage geklärt). Macht der Hinweis durch diese Zeile dann noch Sinn, oder ist er in jedem Fall aufgesetzt und unglaubwürdig?

  79. Mathias Says:

    Oh Arschkrebs, du hast mir echt den Tag gerettet. Ich hab laange nich mehr so herzhaft gelacht.

    Die, naja, Menschen hier werden das natürlich nicht verstehen. Das macht aber nichts, es klicken ja auch normale hier hin.

  80. nonono Says:

    Igitt, die Normalen sind hier!

  81. Loona Says:

    @Mathias
    “Die, naja, Menschen hier werden das natürlich nicht verstehen. Das macht aber nichts, es klicken ja auch normale hier hin.”

    Nicht nur selbst dass Du selbst geistig etwas eingeschraenkt zu sein scheinst, nein, Du haeltst auch alle anderen fuer mindestens ebenso minderbemittelt.

    Anscheinend haeltst Du Deinen eingeschraenkten Horizont auch noch fuer eine Staerke. Aber das ist ein Irrtum. Auf Dein Niveau koennen wir uns jederzeit muehelos herunterdenken.

    Loona.

    P.S.: Und was soll eigentlich das einschraenkende “naja” vor dem “Menschen”? Magst Du Dich auch noch aufschwingen uns die Menschenwuerde abzusprechen?

    So ein widerliches Geschmeiss.

  82. Antifa Basisklaus Says:

    @Arschkrebs

    “…vielleicht denken die anderen Nazis auch, dass die “autonomen” Nazis jetzt komplett bescheuert sind, weil sie versuchen, irgendsoeinen “Zecken”Elektrosprechgesang mit samples etc. nachzusingen.”

    Oh Mann! Selbstverständlich gibt es Nazis, die die AN insgesamt für undeutsche Kulturverräter halten, wie das z.B. in dem Youtube-Video ja auch deutlich wird. Doch die Stimmung kippt um, nicht zuletzt weil in Hamburg am 1. Mai es gerade die AN waren, die die Polizeiketten durchbrachen und brutal gegen Gegendemonstranten vorgingen. Das hat ihnen leider jede Menge Respekt unter den Nazis verschafft, und dieser Prozess könnte sich durch ähnliche Aktionen fortsetzen. Das scheinen immer noch viel zu wenig Leute mitzubekommen.

    Und die AN hören “Zeckenmusik”, ja, machen sie. Das ist ein Teil der Idee.

    Es ist konsternierend, wie gründlich die meisten Menschen sich gegen diese Vorgänge abgeschottet zu haben scheinen.

  83. nonono Says:

    @Antifa Basisklaus

    Volle Zustimmung! Nazis sind für viele zu sehr Projektionsfläche, als dass Änderungen in ihren Positionen oder Konflikte unter ihnen ausreichend wahr- und ernstgenommen werden würden.

    Wie wenig trotz der aktuellen Entwicklungen allgemein über Nazis bekannt ist, scheint auch damit zu tun zu haben, dass die Reichweite der Antifa eher von modischer Konjunktur abhängig ist als von der tatsächlichen Gefährlichkeit der Nazis. Wenn gerade während des aktuellen Aufkommens der AN und des Erstarkens der Kameradschaftler viele Antifa lieber wieder für demokratieidealistischen Quatsch halten oder sich weniger handgreiflichen Themen zuwenden, gibt’s eben auch weniger Aufklärung.

  84. Arschkrebs (2.0/compatible) Says:

    Matthias hat scheinbar recht, ihr habts nicht begriffen. Von mir aus können auch der Antifa Basisklaus und nonono versuchen, das Machwerk im Duett nachzusingen, auf jeden Fall wird sowas einen ziemlich bescheuerten Eindruck machen.

  85. nonono Says:

    Er und du – ihr seid die letzten beiden oh so unverstandenen Normalen in einer Welt voller durchgeknallter Antideutscher mit schlechtem Musikgeschmack!

  86. Arschkrebs (2.0/compatible) Says:

    Hihi, du raffst es wirklich nicht. :D

  87. nonono Says:

    Dafür bin ich wohl nicht normal genug.

  88. Loona Says:

    @nonono

    Ich auch nicht.

  89. Arschkrebs (2.0/compatible) Says:

    Wohl eher zu verbohrt. Beispielsweise habe ich nicht einmal das Wort normal in den Mund genommen, aber ohne alles in den Kontext einer anti-antideutschen Weltverschwörung zu stellen, kommt ihr scheinbar nicht aus.

  90. nonono Says:

    Hallo, ich bin ein anonymer Kommentator und ich habe zwei andere anonyme Kommentatoren, von denen einer dem anderen zugestimmt hat, auf einmal angesprochen. Das werde ich ganz bestimmt nie wieder tun!

  91. Arschkrebs (2.0/compatible) Says:

    Besser ist das!

  92. der wuchtige wicht Says:

    ihr seid doch eh alle kulla selber der mit sich selbst spricht, so wie ich!

  93. classless Says:

    Ich soll Arschkrebs sein? Na, vielen Dank!

    Es ist schon langweilig auf Arbeit, aber auch nicht _so_ langweilig. Aber vielleicht nehme ich – schon um Arschkrebs zu ärgern – diese alberne Fortführung einer schon abgeschlossenen Diskussion als stillen (naja…) Protest gegen meine niedrige Postingfrequenz.

  94. Arschkrebs (2.0/compatible) Says:

    Eitel geht die Welt zu Grunde.

  95. classless Says:

    Tihi.

  96. godforgivesbigots Says:

    Sag doch direkt dass den “Autonomen”-Nazis immer erst dann einfällt was sie politisch tun könnten wenn sie bei der Antifa gespickt haben, die “Anspielung” kann man sowohl als Vorurteil verstehen dass hirnloses Plagiieren besonders schwul sei, oder auch als eine Art verängstigten CO-Versuch.

  97. Loona Says:

    @godforgivesbigots
    Was ist denn bitte ein CO-Versuch? Danke im Voraus fuer’s erklaeren!

  98. godforgivesbigots Says:

    “Die Abkürzung CO steht für: [...] * Coming-out, das Sichbekennen zu seiner Homosexualität [...]“- wiki

  99. Der Diskurs-Evaluator ist da!!! « für postkapitalistische hygiene Says:

    [...] “Kulla ich will ein Kind von dir!” schreist du schon lange nicht mehr. Crisco ist auch nicht mehr interessant, seit Tom nichtmehr auftaucht und die Dorfpunkpostantifast , ja die… sind eben was sie sind. Heruntergekommene Ostdeutsche Anstaltslinke , ihr Aufschwung Ost vergegenständlicht sich an gnadenloser Staatsaffirmation und Kriegsverherrlichungt . Die “Mädchen” reden über Menstruationshütten (hihi, wie witzig) und die Titanic war auch schon mal witziger. Drogenopfer finden Drogen doof, was das soll weiss nun wirklich keiner und “Thorsten, ähh sorry Torsun” richtet sein Zimmer neu ein… Alles Dinge die dich nicht interesieren? Dann bist du hier richtig, denn so muss es nicht weiter gehen! Die stalker Redaktion stellt nun den ersten in Serie gebauten Diskurs-Evaluator vor! Bei uns übrigens nur 1599 Euro in Blogsport-Sonderanfertigung, ab demnächst hier verfügbar. Gleich vorbestellen! [...]

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