Dietmar Dath über die Krise

March 25th, 2009

>>Mir macht die Krise Angst: Wenn man Ratten in einen Käfig sperrt und dann das Bodengitter mit Krisenspannung elektrisiert, fangen sie an, einander totzubeißen. Die Frau an der Supermarktkasse ist noch besoffener als sonst. Mit Recht. Und das größte Rätsel ist, warum es immer noch erwachsene Menschen gibt, die den Kommunismus ablehnen.<<

SZ-Magazin: Die Krise und wir

(Hat Tip: Phillip)

19 Responses to “Dietmar Dath über die Krise”

  1. Oompa Loompa Says:

    Den letzten Satz hat er schön geschrieben.

  2. « Kaffee, Kuchen…Kommunismus! Says:

    [...] (via) [...]

  3. Gehirnschnecke Says:

    Die Antwort ist einfach: Weil zum Erwachsen werden sehr viel mehr gehört als 18 Jahre irgendwie rumzubringen und weil Mündigkeit so scheissanstrengend zu sein scheint.

    Oder mit den Worten Homer Simpsons:

    “Kann das nicht ein anderer tun?”

  4. oliver Says:

    @Gehirnschnecke das glaub ich nicht, dass die Leute, die nicht Kommunisten sind sich alle weniger anstrengen oder einfach nur Konfliktvermeidung betreiben. Ideologie ist trickreicher.

    Und überhaupt zu diesem kantianisierenden ding mit der selbstverschuldeten Unmündigkeit hab ich mal was geschrieben. Lesetip: http://phase2.nadir.org/rechts.php?artikel=566&print=

  5. classless Says:

    @ oliver

    Das ist ein toller Text, den ich gern herumgereicht habe!

    @ Gehirnschnecke

    Naja, rhetorische Fragen beantworten… Then again, ich gehöre ja zu den Leuten, die wie Bini Adamczak auch die Realität des ersten Anlaufs zum Kommunismus für einen gewichtigen Teil des Problems halten.

  6. Gehirnschnecke Says:

    @ oliver

    Ich glaube eigentlich auch nicht, dass “das Problem” die Dumm- oder Faulheit der Menschen ist. Das war nur so dahergetippt. Den Text lese ich die Tage mal.

    @ classless

    Hinterher ist man immer schlauer. Ich für meinen Teil fühle mich alleridngs immer handlungsunfähiger und das ist ja nicht unbedingt ein schönes Gefühl…

  7. Cannabis Kommando Says:

    Ist natürlich bequem die Welt zum Kindergarten umzudeuten, aber nicht wirklich geistreicher als der Arbeitsplätzewahn der sogenannten erwachsenen Menschen. Wo ist denn die Idee von Kommunismus die eine Alternativen zum sinnlosen Arbeitsplätzeschaffen der kapitalistischen Zukunftsschreibung greifbar macht?

  8. erbsenzählerin Says:

    ey kulla, fang bitte nicht auch noch an, stalinistische genossen für deinen hippiedreck zu vereinnahmen.
    danke.

  9. Gehirnschnecke Says:

    @ Cannabis Kommando

    Ist man zu blauäugig, wenn man etwa in Althaus’ Forderung nach “Bürgergeld” einen winzigen Schritt in die richtige Richtung sieht?

    Geht hier jemand davon aus, dass er oder sie den Kommunimus noch selbst erleben wird?

  10. oliver Says:

    @Gehirnschnecke und @classless na dann sind wir uns ja alle einig :-S

    @Cannabis Kommando also ich hätte da ein paar kleine Vorschläge für den Anfang: Vergesellschaftung (ungleich Verstaatlichung) des Eigentums an Produktionsmitteln und Organisation der Produktion und Distribution durch Räte (Sowjets). Wär doch ein Anfang.

  11. Was ist eigentlich „Krise“? « Lyzis‘ Welt Says:

    [...] mit der allgemeinen Krisenhetze: Ausgerechnet der dauerbekiffte Oberhippie Daniel Kulla meint, sich in all seiner ekelhaft ankumpelnden, alle möglichen Leute, die er nicht begreift (aber [...]

  12. Cannabis Kommando Says:

    @Gehirnschnecke – Das bedingungslose Grundeinkommen kann der Anfang vom Umbau des Geldsystems sein, aber finanzierungsseitig dürfte eine Konsumsteuer nach Werner sinnvoller sein als eine Einkommenssteuer nach Althaus. Wird diese auf nicht nachwachsende Rohstoffe beschränkt, kann sie außerdem als Anreiz zur Ressourcenerhaltung wirksam werden. Das setzt jedoch eine planetare Union voraus, und wieweit wir hiervon entfernt sind ist eine Frage des politischen Bezugssystems in dem mensch denkt.

    @oliver – Wer Plenum macht wird umgebracht =:-/

  13. Gehirnschnecke Says:

    @ Cannabis Kommando

    Lustigerweise nimmt ja gerade Dath das “Bürgergeld” in “Maschinenwinter” gnadenlos auseinander. Ins selbe Horn wird ja auch schon seit Milton Friedmans “Negativer Einkommenssteuer” (die sogar noch älter ist?) geblasen.

    Ich sehe den “Fortschritt” hier auch eher in einem, wenn man so will, Mentalitätswechsel. Wenn sich Konservative eingestehen, dass es offenstichtlich nicht mehr genug Lohnarbeit für alle gibt, dann muss das nicht viel bedeuten, es kann aber auch ein Anfang sein.

  14. Cannabis Kommando Says:

    @Gehirnschnecke – Es wäre vor allem der Anfang vom Ende des Konstrukts vom “Bürger”, bzw. der Erkenntnis dass die Bürgschaften für diese politische Bezugsgröße nicht gedeckt sind, nicht einmal durch Solidarität.

  15. Partizan Says:

    @Kulla
    “Then again, ich gehöre ja zu den Leuten, die wie Bini Adamczak auch die Realität des ersten Anlaufs zum Kommunismus für einen gewichtigen Teil des Problems halten.”

    Lol. Falls es von deinem Niveau aus überhaupt noch möglich sein sollte, sich in noch höherem Maße der Lächerlichkeit preiszugeben als bisher, dann hast du das durch deinen positiven Bezug auf die antikommunistische Kronstadt-Landplage Bini Adamczak soeben geschafft. Gratuliere.

  16. classless Says:

    Danke für die Glückwünsche und danke fürs Schnellschnallen eines meiner Haupteinflüsse seit mehreren Jahren! (Siehe CD-Titel, Motto, Seitenleiste usw. usf.)

    Und selbst so? Heute schon Abweichler an die Wand gestellt?

  17. alextext Says:

    Dietmar Dath in der Berliner Gazette über WASSERWISSEN:

    Die Revolution, von der mein Artenbuch handelt, ist sozusagen eine defensive: Wer die Mittel zur Verbesserung der Verhaeltnisse bei der Hand hat, und das nicht tut, verschlechtert die Verhaeltnisse. Damit das nicht passiert, tun die HeldInnen in meinem Buch ihre Pflicht.

    Ich wuerde die Welt nicht im Hinblick auf Wasser veraendern wollen, sondern im Hinblick auf die Welt. Die Welt, das heisst ja: Die Welt der Menschen. Die Gesellschaft. Alles, was Leute brauchen, also auch Wasser, sollen Leute auch kriegen, ohne Terror, ohne Berechtigungszettel, ohne erzwungenes Wohlverhalten, solange das technisch irgend zu machen geht.

    http://www.berlinergazette.de/index.php?pagePos=12&id_text=84904&id_language=1&bereich=&aktiv=

  18. lasterfahrerei Says:

    »Geht hier jemand davon aus, dass er oder sie den Kommunimus noch selbst erleben wird?«
    nö. ich gehe auch nicht davon aus die »offenbarung« mitzuerleben. aber mit irgendeinem sinn müssen menschen wohl ihre persönlichkeit konstruieren.

  19. Cannabis Kommando Says:

    Hat Dath eine Wasserflatrate?

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