Da wo man singt

March 8th, 2012

Matheus Hagedorny hat sich die Mühe gemacht, in kaum einem halben Jahr meine beiden selbstverfaßten Rezensionen zu “Raven wegen Deutschland” zu einer zusammenzuschreiben und auch die Anregung aufzugreifen, das Buch als PDF zugänglich zu machen – und das passenderweise für die Zeitschrift, die am ehesten “Die Republik bin ich” heißen könnte. Chapeau!

Verwirrend allerdings, daß die Einschätzung, unser Treiben würde nicht “zu Subversion führen”, Teil der Kritik zu sein scheint. Aber mehr Panik als der (nicht) aufgewiegelte Pöbel scheint eben doch die Aussicht auszulösen, wir könnten andere zum Musizieren anregen:

>>Wie bereits im ersten Teil des Buches, lässt es sich der Vollblut-Blogger Kulla auch hier nicht nehmen, die Egotronic-Bandgeschichte durch seinen Gedanken zur Weltlage unmotiviert zu verlängern. (…) Dem prekarisierten Publikum wird am Ende Mut gemacht, es doch auch einmal zu versuchen, schließlich sei es „offensichtlich ganz einfach, Musik zu machen“ und das Internet „trotz aller Kommerzialisierung“ ein „Ort der globalen kollektiven Produktion“, wo Labels ihre ehrenvolle Aufgabe nicht mehr verrichten können, musikalische Rohrkrepierer aufzuhalten. Aufmunternde Worte, die aus der Feder des zu Recht erfolglosen „Musikers“ Classless Kulla allerdings einen Beitrag zur globalen kollektiven Fremdschamproduktion leisten.<<

prodomo: Zwei Nasen tanken super.

61 Responses to “Da wo man singt”

  1. Jasper Says:

    Haha, “Musiker”. Die beleidigten Anführungszeichen! So gut…

  2. classless Says:

    Das fand ich auch mit am besten!

  3. jacob Says:

    Was sollen “beleidigte Anführungszeichen” sein?

  4. e.r. Says:

    reaktionär und antihedonistisch (i.e. deutsch) – so kennt man die adorno-fanboys…..

  5. nobeldort Says:

    D as musst du “den” “Autor” mal “fragen”

  6. flokati Says:

    Bestimmt sind “beleidigende” gemeint :( So fies von diesem Hagedorny, mein persönliches Buch 2011 so zu verreissen. Der weiss eindeutig nicht was Qualität ist, dieser Schmierfink. Ich fand die Sexszene sehr erotisch und sexy, was will der denn? Ich persönlich nehme schon Torsun-Tribute-Tracks für soundcloud auf, bleibt gespannt ;)

    LG aus Bielefeld
    eure Katinka

  7. classless Says:

    @ nobeldort
    Jasper?

    @ flokati
    Selber Schmierfink!

  8. makulatur Says:

    @classless: Warum schreibst Du Rezensionen zu Deinem eigenen Buch?

  9. classless Says:

    @ makulatur
    Die Idee war u.a., die erwartbaren Reaktionen teilweise vorwegzunehmen, um vielleicht andere Rezensionen zu bekommen als z.B. die in der Prodomo.

  10. fred Says:

    Dumm nur, dass Hagedorny im Gegensatz zu dir schreiben kann.

  11. flokati Says:

    Classless Kulla lernt eben bei den besten, in diesem Fall von Eminem in “8 Mile”: Einfach den Diss-Spruch vorwegnehmen, dann braucht man sich keinen fremden Verriss mehr zu Herzen nehmen. Damit geht man einfach unbekümmerter durch’s Leben, immer mit einer Prise Humor, Ironie und Sarkasmus, auch wenn es nicht immer passt! Dafür liebe ich persönlich Euch beide auch, lieber Daniel.

    LG aus Bielefeld
    Katjuska

  12. Cut up Says:

    Kulla, wenn man schon vorher weiß, wie Scheiße das eigene Machwerk ist, macht es das auch nicht besser. Und wenn Du sogar schon ebendiese Reaktionen vorausgesehen hast, ja dann frag ich mich, wer Dir eigentlich ins Hirn geschissen hat. Lasst es doch endlich einfach mal bleiben, gebt Ruhe und gut is.

  13. makulatur Says:

    @classless: Vielleicht lässt sich auch nichts Anderes über das Werk sagen. Wenn Du selbst die besten Einwände gegen Dein Buch selbst vorbringst, heißt das nicht, dass sie falsch wären. Gegen die Rezension argumentiert hast Du bisher auch nicht. Was soll denn dann an ihr falsch sein?

  14. olibani Says:

    prodomo ist so richtige drecksscheisse.

  15. classless Says:

    Ihr seid alle sehr lustig!

  16. makulatur Says:

    @ classless: Warum kritisierst Du an Hagedornys Rezension das, was Du selbst vertrittst: Daß er (angeblich) Texte anderer klaut und umwandelt? Bei Deinen Machwerken heißt es Cut up oder Remix und ist kreativ, aber wenn es (mit guten Argumenten) gegen Dich geht, ist solch ein Vorgehen kurzerhand ein Mangel an Originalität. In Deinen ziemlich unlustigen Rezensionen steht im Übrigen nichts von den rein literarischen Mängeln, auf die sich der angebliche Plagiator Hagedorny zentral bezieht. Die einzige Dummheit, die der Rezensent m.E. begangen hat, ist, daß er die von Torsun und Dir vorgegebenen literarischen Maßstäbe (“Doku-Roman”) ernst genommen hat.

  17. classless Says:

    Du hast das Posting nicht verstanden, glaube ich.

  18. makulatur Says:

    Dann erklär doch bitte, was ich daran nicht verstanden haben soll.

  19. classless Says:

    Ich machte mich mit den ersten beiden Rezensionen über Distinktionsbedürfnisse lustig, dann gibt’s diese Rezension voller Distinktionsbedürfnis, darüber mache ich mich wiederum lustig und erhalte als Antwort lauter Distinktionsgemache. Ich finde das sehr komisch. (Liegt aber vielleicht auch daran, daß ich gerade nicht sehr viel zu lachen habe…)

  20. flokati Says:

    Ich persönliche finde Distinktionsgemache sollte man echten Künstler wie Torsun & Kulla überlassen und nicht daran parasitieren! Pfui!

    LG aus Bielefeld
    Katonka

  21. makulatur Says:

    Distinktion heißt Unterscheidung. Worin besteht das Problem an Distinktion?
    In der Rezension wird anhand des Textes dargestellt, dass dieser weder unterhaltsam noch geistig bereichernd ist. Und dagegen konntest Du bisher nichts hervorbringen außer der Feststellung, dass Distinktion sehr lustig ist. Das beigefügte Selbstmitleid ist ebenfalls kein Argument.

    Hagedorny hat übrigens auch in einem anderen Punkt Unrecht: Die von ihm zitierte taz-Rezension ist keine positive Besprechung, sondern ein offenkundig vergiftetes Lob. Diesen zynischen Zug, der sich auch in der erwähnten Rezension von EinsLive findet, hat er verkannt. Da seid ihr Euch übrigens wieder sehr ähnlich.

  22. Qaumaneq Says:

    Das ist pathische Projektion für Selbstverleugner, anderen eine feste Rolle in der eigenen Erzählung zuweisen zu wollen auch wenn diese das gar nicht möchten. Woher das Bedürfnis in diesem Maße Konformitätsdruck abzulassen und wieso kann ein Rezensent damit derart Stimmung machen? Aus welcher Touristenkolonie ist dieses Verhaltensmuster ausgebrochen?

  23. classless Says:

    Keine Ahnung, sie scheinen das wirklich alles für triftig zu halten. (Nicht, daß in der Rezension nichts Bedenkenswertes stehen würde…) Und sich dann dumm stellen und fragen, warum ich denn sowas wie Musiker in Anführungszeichen nicht als Kritik annehme und darob in mich gehen mag.

    Vor allem: Wie ernst das manchen zu sein scheint!

  24. makulatur Says:

    Welche pathische Projektion welches Selbstverleugners? Und wo genau soll der Konfromitätsdruck zum Ausdruck kommen?
    Ich habe im Gegenteil eher den Eindruck, dass das Buch selbst die konforme Feierexistenz als irgendwie subversiv und kritisch darstellt, obwohl gefeiert und elektromusikalisch dilettiert wird wie in tausenden anderen unpolitischen Party-WGs und Freundeskreisen auch. Diesem Heimwerken wird dann aufgrund der politischen Gesinnung der Urheber irgendein besonderer subversiver Gehalt angedichtet. Dabei sagt Torsun doch selbst “»Hörm, du weißt, Egotronic ist mein Leben und wenn es jetzt schon das Angebot gibt, ’ne neue Scheibe zu releasen, kann ich gar nicht anders, als das Angebot anzunehmen. Ich will ’ne Platte,’ne Tour und all den Scheiß.” Torsun redet also daher wie jeder x-beliebige Musiker, der im Showgeschäft groß rauskommen will, da kann er ansonsten antideutscher Linker sein wie er will.

    Was die Stimmung betrifft, die der Rezensent vermeintlich macht, so sollte man festhalten, dass die Rezension bei allen Mängeln bisher die luzideste Auseinandersetzung mit dem Buch ist. Kulla und Torsun sollten eigentlich dankbar dafür sein, dass jemand sie als Autoren für voll nimmt. Gerade das scheint Kulla aber unangenehm zu sein, weil er sich und sein Buch offensichtlich selbst nicht ernstnimmt und daher keinen literarischen Anspruch verteidigen kann oder will.

    Irgendwelche inhaltlichen Einwände, die den Rezensenten in seinen Aussagen widerlegen, sind bisher noch nicht gekommen. Stattdessen wird Hagedorny der lächerliche Vorwurf des Plagiats gemacht und ihm vorgehalten, er würde Distinktion (Unterscheidung) betreiben.

  25. Sheldon Says:

    Ah von der Prodomo gedisst zu werden, ist eher ein Zeichen dafür alles richtig gemacht zu haben.
    Eine Bande von verbitterten, vollkommen realitätsfernen Studi-SpinnerInnen die zumteil aus Ex-Antifa-AK-Köln-Mitgliedern und anderen Verrückten besteht. Oder wie ein guter Freund mal sagte: “rechts von der Bahamas.”
    Dass ihnen ein Mensch wie Torsun ein Dorn im Auge ist, ist nur logisch. So singt die (hauptsächlich hinter der Prodomo stehende) Georg-Weerth-Gesellschaft Köln in ihrem Textchen “Zur neusten Häutung deutscher Ideologie” ein regelrechtes Loblied auf die Lohnarbeit und gegen den Laden aus dem sie stammen, denn so lernen wir sei jede “Vernunft” nur noch “gegen die Antideutschen” zu haben. Wer so verbittert ist wircklich in jedes Nest zu scheißen hat wircklich nicht mehr alle Laten am Zaun. So viel zum Thema Distinktion.
    Ansonsten ist “Raven wegen Deutschland” natürlich übelster Trash, aber grade deswegen geil! *Daumen hoch*

    Beste Grüsze aus Köln

  26. Cut up Says:

    Scheiße, wa. Manche nehmen die Welt und das Leben und die kleinen Deppen die da so rumalbern tatsächlich ernst. Doof für die Deppen, nicht wahr?

  27. classless Says:

    Also:

    Der erste Satz war ein Witz: ich glaube nicht, daß die Rezension so zustandegekommen ist, sie wirkt aber dennoch ein bißchen so. Echt kein “Plagiatsvorwurf” – meine Güte!

    In der Rezension steht Schlaueres und weniger Schlaues, und wenn ich mal die Zeit finde, gehe ich darauf auch noch mal ein. Das Posting war lediglich der Verweis darauf, daß es die Rezension gibt, erweitert um anderthalb Witze zum m.E. die ganze Rezension zusammenhaltenden und bestimmenden Bedürfnis, sich über den Gegenstand der Kritik zu erheben (statt sich z.B. einfach danebenzustellen, was ja auch eine Möglichkeit wäre…)

    Das Buch meine ich schon ernst – wir wollten unterhalten und scheinen das bei vielen Menschen hinbekommen zu haben; dazu wollten wir einige inhaltliche Punkte machen. Das haben manche mitbekommen und manche nicht; manche fanden das gut und andere nicht.

    Was hier aber gerade manchen ernst zu sein scheint: sich hier irgendwie aufzuführen.

  28. cya Says:

    Du wirst natürlich in keinem weiteren Satz auf die Rezension eingehen. Hagedornys Rezension hat auf den Punkt gebracht, daß Du auf keinem Feld, das Du beackerst, irgendwelche Talente und Fähigkeiten vorzuweisen hast. Sehr bitter, wenn man keine Freunde hat, die einem das mal sagen. Dass mit dem “Musiker” hat Dich deswegen getroffen, weil kein Mensch diesen Krach hören will. Arme Famebitch.

  29. posiputt Says:

    also ich hab ja schon mehrere exemplare des rezensierten buches im gleichen regal liegen gesehen!

  30. cya Says:

    Das PDF des Buchs gibt es hier, Dank an den Verlag – und den großzügigen Autor:
    http://www.file-upload.net/download-4175788/Raven-wegen-Deutschland.pdf.html

  31. classless Says:

    Ach, stimmt, das hatte ich natürlich noch vergessen: Es ist mir ziemlich egal, wieviele Leute meine Musik mögen und ob mir irgendwelche Ehrentitel oder Berufbezeichnungen zustehen, die ich für mich gar nicht reklamiere. Wenn da Musiker in Anführungszeichen steht, ist das eher eine Aussage über den Rezensenten.

  32. makulatur Says:

    Wer verzweifelt herausschreit “Noch mehr Auftritte! Und bitte noch mehr Auftritte!” (http://www.classless.org/2012/03/06/noch-mehr-auftritte-und-bitte-noch-mehr-auftritte/, damit er nicht weiter sein Selbstmitleid zu posten droht), und auf seinem Musiker-Webauftritt gleich am Anfang eine Menge verschrobene Distinktion zitiert http://www.classless.org/musik/, ist selbstverständlich ein distinktionsbedürftiger Narzisst.

  33. fitzcarraldo Says:

    achtung, achtung: hier wird demnächst gar schröklich im doppelschlag dilletiert.
    http://userserve-ak.last.fm/serve/_/75414212/KullaLasterfahrerHumus.jpg

  34. classless Says:

    @ fitzcarraldo
    Geil!

    @ makulatur
    Wer mehr Auftritte will, ist vielleicht auch einfach pleite und tritt gern auf. Dir fällt aber sicher noch was ein!

  35. makulatur Says:

    q.e.d.

  36. classless Says:

    Hm, kann ich gar nicht “Genau!” schreiben, weil dir ja doch gar nichts mehr einzufallen scheint außer: “Ich habe recht”.

    Aber schön, daß wir mal drüber gesprochen haben!

  37. makulatur Says:

    Kann mal jemand Kulla erklären, welche Bedeutung q.e.d. hat? Kleiner Tipp: “Ich habe recht” ist nicht korrekt.

  38. classless Says:

    Kann mal jemand makulatur erklären, was Merkbefreiung heißt?

  39. posiputt Says:

    @classless q.e.d. ist eine abkürzung: “quod esset demonstrandum” und bedeutet “was man hätte beweisen müssen”. damit gewinnen makulaturs beiträge in dieser diskussion einiges an sinnhaftigkeit.

    @makulatur merkbefreiung ist, wenn man trotzdem darauf besteht, sich zum hampelmann zu machen.

  40. Cut up Says:

    So schwer isses doch gar nicht, Kulla:

    “Wer mehr Auftritte will, ist vielleicht auch einfach pleite und tritt gern auf” = distinktionsbedürftiger Narzisst.

  41. Qaumaneq Says:

    @classless – Anscheinend stellt sich die Person nicht dumm sondern ist es wirklich. Das lässt sich beispielsweise in der Übertragung von Gesprächsverhaltensmustern in eine Blogdiskussion erkennen die hier überhaupt keinen Sinn haben, nicht einmal als Attrappe – etwa jemanden dazu aufzufordern einen Bezug zu erklären den mensch selbst zurückblättern kann. Natürlich lässt das auch Rückschlüsse darauf zu aus welchen Gesprächssituationen die Verhaltensmuster kommen könnten und was es mit der Dummheit der Person auf sich hat, etwa was diese für einen Beweis im Sinne der Logik hält. Die möchte ich jetzt aber nicht ausmalen, es ist viel spannender wenn die dumme Person es selbst einräumt.

  42. makulatur Says:

    Du hast gesagt, dass Du auftrittst, weil Du gerne auftrittst und Geld verdienen willst, ergo: “arme Famebitch.” Der künstlerische Anspruch, dass das Produzierte ästhetische Qualität haben sollte, ist Dir fremd. Du hast Dich selbst erniedrigt und merkst es noch nicht einmal.

  43. classless Says:

    Ah, Wiederholungen!

    @posiputt
    Danke schön!

  44. Qaumaneq Says:

    @classless – Naja, es erklärt zumindest weswegen die Person sich aufführt wie ein Klassenkasper den niemand mehr abschreiben lassen mag – weil sie Festlegungen von anderen einfordert wo offensichtlich keine zu kriegen sind anstatt es einfach selber besser zu machen!

  45. Cut up Says:

    “anstatt es einfach selber besser zu machen!”

    -”es”? Wie kann man denn Scheiße besser machen? Scheiße bleibt Scheiße. Ein Idiot ist, wer versucht, sie künstlerisch zu formen, statt sie das Klo runterzuspülen.

  46. classless Says:

    Niemand muß irgendwas besser machen, weil er’s nicht gut findet.

  47. Qaumaneq Says:

    @classless – Müssen nicht, aber wieso dann das anhaltende Interesse?

  48. classless Says:

    Wenn ich das wüßte…

  49. Qaumaneq Says:

    Autoritärer Charakter? Himmelschreiende Eifersucht? Geistig-moralische Demenz? Eine Kombination von alledem?

    Was auch immer es ist, wären sie nicht dermassen verbittert, diese Figuren könnten einem beinahe leid tun. Wer oder was hat die wohl so gekränkt?

  50. classless Says:

    Unterstellungen und Ferndiagnosen mit Unterstellungen und Ferndiagnosen zu beantworten, finde ich nicht so gut.

  51. Qaumaneq Says:

    http://www.ksta.de/html/artikel/1140561279892.shtml

  52. cya Says:

    @ Classless: Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr…

  53. cya Says:

    Schaltest Du meinen Kommentar noch frei? Wann gehst Du auf die Rezension ein? Sieht sonst danach aus, als möchtest Du die Schmach vergessen machen.

  54. Bob Says:

    Denke es heißt in diesem Fall Quot erat demonstrandum. Was zu beweisen War.

    Behauptung: Kulla = distinktionsbedürftiger Narzisst.
    Beweis: Kulla sagt “Wer mehr Auftritte will, ist vielleicht auch einfach pleite und tritt gern auf.”
    Was zu beweisen war. Qout erat demonstrandum. q.e.d.

    Das ist höchst knapp, aber Makulatur erklärt ja wie es geht. Man muß einfach den zu beweisenden Satz auf andere Sätze zurückführen, die schon bewiesen sind.
    1. Ein Künstler ist jemand, der in seinem Werk irgendeinen objektiven Gehalt ausdrückt, z.B. die Auferstehung des Fleisches auf einem Gemälde vorwegnimmt. Er will dieses Werk zegen, wegen dem Gehalt, nicht aber weil er Geld braucht und auch nicht weil er subjektv Spaß hat. Vielmehr ist er ein “Medium des Weltgeistes”, auf die Bühen getrieben. 2. Dagegen ist jemand der aus subjektiven Gründen gerne Auftritt ein Narzist und jemand der Pleite ist und daher Auftritte nötig hat, jemand ist, der Distinktionen erfinden muß, um sich im Showgeschäft durchzusetzen.
    Soweit ist das Bekannt. Und daher kann Makulatur schreiben:

    “Wer mehr Auftritte will, ist vielleicht auch einfach pleite und tritt gern auf” = distinktionsbedürftiger Narzisst.

    Während Kulla gesagt hat: “Wer mehr Auftritte will, ist vielleicht auch einfach pleite und tritt gern auf”

    Dann folgt tatsächlich:

    Kulla = “Wer mehr Auftritte will, ist vielleicht auch einfach pleite und tritt gern auf” = distinktionsbedürftiger Narzisst. -> Kulla = distinktionsbedürftiger Narzisst.
    Was ja zu beweisen war. Nicht aber, was zu beweisen wäre. Denn es ist bereits vollbracht durch den immanenten Gang Kullas Argumentation.

    Es gibt noch einen weiteren ähnlichen Beweis und Makulatur führt ihn schonungslos an: “Du hast gesagt, dass Du auftrittst, weil Du gerne auftrittst und Geld verdienen willst, ergo: “arme Famebitch.” Der künstlerische Anspruch, dass das Produzierte ästhetische Qualität haben sollte, ist Dir fremd. Du hast Dich selbst erniedrigt und merkst es noch nicht einmal.”

    Mathematisch ausgedrückt:
    Kulla = “Wer mehr Auftritte will, ist vielleicht auch einfach pleite und tritt gern auf” = NOT ästhetische Qualität = NOT Künstler = “arme Famebitch.” = “distinktionsbedürftiger Narzisst. ”
    Was zu beweisen war.

    Und dann paßt auch schon wieder Kullas “Ich habe recht” ganz gut, als Übersetzung für Quot erat demonstrandum.

    salomonischen Gruß Bob.

  55. classless Says:

    Falls ich nicht den Überblick verloren habe, hast du, Bob, posiputt falsch verstanden, weil er einen Witz gemacht hat.

    Weiterhin ist’s auf jeden Fall nicht so, daß ich nur, weil ich einerseits gern auftrete und andererseits pleite bin, deshalb auftrete, weil ich pleite bin.

    cya, du nervst.

  56. Qaumaneq Says:

    @classless – So ist das mit gewaltmonopolistischen Psychopathen, noch die selbstmörderischste Dummheit und Ignoranz kleidet sich in ein Gewand vertrauter Zeichen. In demselben Stil liesse sich bspw. auch argumentieren wer an einer Cocktailbar angibt ein Nachmieter von den “Bösen Onkels” zu sein ist Nazi, weil der Faschismus war immer schon ein Plagiat, also ist die Herrschaft der Plagiate der Faschismus. Der fetischistische Induktionsschluß für sich allein genommen ist allerdings nicht prinzipiell falsifizierbar – damit ist noch nichts entschworen, und weil nichts Wahres im Falschen Bestand haben kann gilt wie man´s macht man macht´s verkehrt. Du machst es allerdings nicht verkehrt genug um mit derartig schlecht abgeschriebenen Gleichungen Objektivität zu beanspruchen.

    https://www.youtube.com/watch?v=lmE6g0EjmTM

  57. Fubar Says:

    Immerhin ist jetzt geklärt, daß Kulla eine arme Famebitch ist, die es nicht wegen des Geldes macht? Noch nicht einmal das?! Sondern nur wegen seiner Fähigkeit, das Haus zu rocken, wie sie etwa hier bewiesen wurde: http://www.youtube.com/watch?v=X0H7uRR3hxM&feature=BFa&list=PL797BBF6BB304E572&lf=results_main Autsch.

    Es gibt m.M.n. noch eine andere Rechnung: Classless – Egotronic = nichts.

  58. classless Says:

    Wow, diese Bedürfnisse!

    Es muß wirklich schwer sein zu verstehen, daß ich diese Musik gern mag und sie gern anderen vorspiele. Und daß mir völlig klar ist, daß sehr viele Leute sie nicht mögen.

  59. Fubar Says:

    Im Ernst? Warum sollte man dich und deinen Sermon eigentlich für voll nehmen? Du machst dich ja so gern über Dich und die Leute lustig, die dich ernst nehmen.

  60. Qaumaneq Says:

    @classless – An der Lautstärke kann es auch nicht liegen, Deine Abschirmung ist nicht zu beanstanden.

    Definition “arme Famebitches machen lästigen Krach”

  61. classless Says:

    Fubar, ich weiß nicht, warum dir das so wichtig ist. Das mußt du schon selber sagen.

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