Deutschland gut jetzt!

October 16th, 2015

Deutschland ist gut genug, reicht ja auch mal hin. Die Guten ins Töpfchen. Ein bißchen brennen muß es schon, sonst hilft’s nicht. Wir nehmen nur genau soviele auf, daß “nicht eine Straße weniger gebaut” wird (Bullerjahn, SPD). Wer vor Krieg, Verfolgung und Elend hierher fliehen darf, entscheidet nunmal unsere Planwirtschaft aus Sparen ( = “Haushaltskonsolidierung”), Ausverkauf ( = “neue Lösungen”) und Rassismus ( = “ob wir unsere Bevölkerung überfordern wollen”, Feußner, CDU). Sinti und Roma werden auf dem Balkan nicht verfolgt, so ist das, laßt euch das von Deutschen sagen, die wissen, wie das aussieht. Haben alle ihre Meinung gesagt, dann können CDU und SPD dafür stimmen und die Grünen sich enthalten. Und die Festung Europa nicht den Hetzern auf der Straße überlassen.

(Bild und alle Zitate aus der Mitteldeutschen Zeitung von heute)

11 Responses to “Deutschland gut jetzt!”

  1. Jörg-B. Says:

    Wenn in Deutschland, Österreich usw. der politische Wille vorhanden wäre, wenn von vorn herein klar ist, dass nur wenige aufgenommen und bei illegalem Einreiseversuch zügig wieder abgeschoben werden, dann würden sich die Flüchtlingsströme schon von sich aus stark reduzieren. Dazu noch schnellere Asylverfahren, sofortige Abschiebung bei Straftaten und konsequente Grenzsicherung – und das wars. Komischerweise scheinen andere Länder das zu können. Polen hat angekündigt, bis zum Jahr 2017 etwa 2000, in Worten: zweitausend Asylanten aufzunehmen. Und nu? Gibt es in Polen auch kein Asylantenproblem. Anderes Beispiel Australien, hier die Original Überschrift im „Focus“:

    „Australiens Anti-Flüchtlingspolitik ist seit jeher radikal – eine neue Kampagne zeigt nun jedoch besonders eindrücklich, wie energisch das Land die Problematik angeht. Die Aussage ist eindeutig: Ihr habt keine Chance, hier einzuwandern.“

    Genial oder? Indem ein Staat sich SEINEM Volk gegenüber verantwortlich zeigt, indem ein Staat einfach mal klare Kannte gegenüber potentiellen Asylanten zeigt, ist das Problem gelöst. Die Vorstellung sollte endlich ad acta gelegt werden, dass „wir überrannt werden“. Es ist einfach irreführend zu behaupten, man könne gegen den Ansturm der Asylanten aus aller Welt überhaupt nichts tun. Es ist genau umgekehrt und gerade in Deutschland ist die Situation eigentlich an Perversion nicht zu überbieten: Der Staat schafft durch seine finanziellen Anreize die Grundlage dafür, dass sich ein Millionenheer an Asylanten auf dem Weg zu uns gemacht hat. Die Ankömmlinge bekommen alles was man zum Leben braucht vom Staat, dazu noch ein Taschengeld und bei Straffälligkeiten garantierte Milde von den Rechtsverdrehern im Gerichtssaal. Das Geld dafür nimmt er sich natürlich von seinen eigenen Bürgern, die ihre eigene Verdrängung somit auch noch finanzieren dürfen. Das Geld, das der Staat für millionen Fremde auf einmal in Hülle und Fülle zu haben scheint, ist für Rentner die jahrzehntelang gearbeitet haben, komischerweise nie dagewesen. Ebensowenig für Schulen, Straßenbau und sonstige Infrastruktur. Bei Kapazitätsproblemen in der Unterbringung werden dann eben auch Schulen, Kindergärten, Sporthallen, Hotels und sogar das Eigentum der Deutschen beschlagnahmt, wie neuerdings immer häufiger zu vernehmen ist…Man muss eben Prioritäten setzen, gell?!

    Fast man diese und noch einige weitere Punkte zusammen, ist klar, dass wir nicht überrannt werden, sondern das die Ansiedlung Fremder bewusst gefördert wird. Wer noch nicht verstanden hat, das der größte Feind der Deutschen der eigenen Staat ist, dem ist echt nicht zu helfen. Die Probleme sind hausgemacht und politisch gewollt!

  2. classless Says:

    Keine Ahnung, was für ein Problem gelöst wäre, wenn Flüchtende nirgendwo mehr hin könnten (bzw. in noch ein Land weniger) – sicher nicht ein Problem der Flüchtenden. Aber bei dir geht’s ja auch nicht um diese Menschen als Menschen, sondern um einen Ansturm und ein Millionenheer.

    Insofern verstehe ich nicht, was du gegen diesen Staat hast, der die von dir gewünschte Unterteilung in nützliche und unnütze Fremde längst durchgesetzt und immer wieder verschärft hat.

  3. Jörg-B. Says:

    Nun ja, es kann halt nicht sein das alles auf Deutschland abgewälzt wird. Ich finde es gut, das wir die Flüchtlinge aufnehmen aber dann bitte gerechter verteilen. Die Flüchtlinge selber können nichts dafür, aber die Politik die dahinter steckt ist so wie es jetzt ist nicht inordnung in meinen Augen. Jedes Land in Europa sollte ich verpflichtet fühlen diesen Menschen zu helfen, und nicht nur Deutschland. Kein Land der Welt ist in der Lage das alles “Alleine” zu finanzieren. Naja das ist leider ein schwieriges Thema.

  4. classless Says:

    Hat dich das mit der gerechten Verteilung auch schon interessiert, als jahrelang fast alle Flüchtenden, die es in die EU geschafft haben, in den Erstaufnahmestaaten Italien, Griechenland und Spanien untergebracht werden mußten, weil vor allem Deutschland auf dieser Regelung bestand?

  5. Jörg-B. Says:

    Nein da hat es mich nicht interessiert, aber du schreibst selbser ” Jahrelang”. Aber in diesen Jahren hatten diese Länder nicht mit großen Flüchtlingsströmen zu kämpfen. Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte legendlich nur, das “Heute” alle Länder sich daran beteiligen um Sicherheit den Flüchtlingen zu geben, damit diese Ströhme besser aufgefangen werden können. Ein Schneefall ist etwas anders als ein Lawine.
    Sicherlich muss man auch mal über den Tellerrand schauen. Viele beschweren sich, das sich die USA aus allem raus hält. Man darf aber nicht vergessen sie Millionen Lations aus Südamerika aufgenommen haben. Aber eben “Jahrelang” (Langsam) :-)
    Ich hoffe dennoch das wir alle an einem Strang ziehen und das schaffen.

  6. classless Says:

    Ich denke, ich verstehe das richtig: es interessiert dich, sobald es Deutschland betrifft, das du, obwohl es einfach nur der Nationalstaat ist, in dem du zufällig wohnst und dessen Herrschaft du eben unterworfen bist, für dein Land zu halten scheinst, nur eben nicht richtig regiert, was, wie ich oben versucht habe darzustellen, angesichts der Asylrechtsverschärfungen seltsam erscheint.

    Wenn es dir wirklich um das Ausmaß und die Zahl und den Zeitraum gehen sollte, kannst du dir ja z.B. das noch mal ins Gedächtnis rufen: https://de.wikipedia.org/wiki/Lampedusa#Politik.2FFl.C3.BCchtlinge

    Es gab aber auch sonst schon jahrelang zahllose Konflikte und Abschottungen, die wohldokumentiert sind. Es wird geschätzt, daß auch in den Jahren zuvor schon Tausende jährlich bei der versuchten Flucht in die EU gestorben sind.

    Für die Frage, warum sie übers Meer einreisen, empfehle ich dieses kurze Video: http://www.youtube.com/watch?v=YO0IRsfrPQ4
    Und für die Frage, wo warum die meisten syrische Flüchtenden sind: http://www.youtube.com/watch?v=0_QrIapiNOw

  7. Jörg-B. Says:

    Danke, das werde ich mir mal ansehen in den nächsten Tagen. Jetzt heißt es erstmal Urlaub :D

  8. RN Says:

    “Nun ja, es kann halt nicht sein das alles auf Deutschland abgewälzt wird”

    Doch.

  9. classless Says:

    Ja, das außerdem – aber es stimmt eben gar nicht.

  10. El_Mocho Says:

    Vor allen Dingen nutzt es ja nichts, wenn alle diese Flüchtlinge nach Deutschland kommen, die Lage in ihren Herkunftsländern verbessert sich dadurch jedenfalls nicht, im Gegenteil. Was wird denn aus einem Land, das von der Hälfte seiner Einwohner verlassen wird wie Syrien, und besonders von den jungen und relativ wohlhabenden, die die Schlepper bezahlen können? In ein paar Jahren ist Syrien in der Hand der Islamisten, jede Wette. Und die ganz armen, die nicht genug Geld für die Schlepper haben, bleiben in der Misere sitzen.

    Aber für die interessieren sich die Linken ja nicht, die sollen schön weiter auf die Weltrevolution warten.

  11. classless Says:

    Ich würde an deiner Stelle nicht darüber herziehen, für wen sich andere Leute (mehr oder weniger angeblich) interessieren – du denkst, es würde “nichts nutzen”, wenn die Flüchtenden nach Deutschland kommen. Es nutzt ihnen was, sie entkommen einem Kriegsgebiet oder anderen Formen von Verfolgung und Elend, und haben hier, selbst bei allem Terror und aller Schikane, zumindest die Chance auf weniger Elend.

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