Unterschied
Friday, May 11th, 2007In englischsprachigen Diskussionen, besonders offline, ist mir aufgefallen, daß “but” ein erheblich kraftvollerer und klügerer Ausdruck ist als “aber”.
Mit Feinden wie mir - wer braucht da noch Freunde!
In englischsprachigen Diskussionen, besonders offline, ist mir aufgefallen, daß “but” ein erheblich kraftvollerer und klügerer Ausdruck ist als “aber”.
Vorher sehe ich auf den Zufahrtstraßen zum Mariannenplatz Kinder Polizeikontrolle spielen. Sie halten mir Spielzeug entgegen und sagen: “Halt, Polizei!” Am Rande des Platzes steht eine Mutter mit zwei Kindern, das eine deutet auf die sich sammelnden Autonomen und ruft begeistert: “Geil, jede Woche Kino!” Aus dem Lauti wird zum “Fight back” aufgerufen, gegen die [...]
Wer in die Kommentarsektion geht, kommt darin um. Oh je, dies ist ein Opferposting. Ich habe mich hauptsächlich aus arbeitsbedingter Langeweile immer mal wieder hier und da an Blogdiskussionen beteiligt, aber so eine dicke Ladung Ressentiment wie unter den Kommentarfröschchen von Che habe ich lange nicht mehr erlebt. Während der Gastgeber gelegentlich die Wellen glättet [...]
Am Samstagabend saßen im großen Hörsaal Bernhard Schmid, Sebastian Voigt (BgA) und Katharina Hamann (Phase 2, AFBL) auf dem Podium “weiterführende Links: zur Kritik des Antisemitismus und Antiamerikanismus”. Einleitend versuchte Schmid, möglichst viele historische Erzählstränge von der Entwicklung des Antiimperialismus, der antikolonialen Bewegung, der Linken in Frankreich und von proisraelischen französischen Rechten in die kurze [...]
Spreeblick erklärt Web 2.0 mit viel Erfolg und angenehm zynisch zum forcierten Auswertungsprogramm von Eigentumsrechten (Per Anhalter durchs Web 2.0). MPunkt spiegelt einen Artikel über die “Politische Ökonomie des Internet” von vor sieben Jahren, in dem der Kern der Sache, die Beschleunigung der Zirkulationssphäre, ausgebreitet wird: >>Die globale Vernetzung ist eben das Gegenteil von globaler [...]
Zufällig über Bekannte in ein Abendessen geraten, bei dem auch ein Mitarbeiter des Kanzleramts und ein Diplomat vom Balkan zugegen waren, die sich mit verschiedenen Spielarten von Rassismus und verbalem Klassenkampf überboten. Aus jedem Satz sprach die bürgerliche Verachtung für die Verlierer, während gleichzeitig der interkulturelle Austausch gepriesen wurde. Kam vom Diplomaten hauptsächlich klassisch Autoritäres [...]
In der Welt von Dr. Seltsam gibt es vor allem Klamauk. Ihm und dem Publikum ist wie in den meisten deutschen Kabaretts längst alles klar, es gab seit Jahrzehnten nichts dazuzulernen, also braucht es auch keine Brüche und keine Distanz. Stattdessen regiert ein Humor, dessen Grundvoraussetzung darin besteht, daß immer alle wissen, über wen sie [...]
Mal etwas Alltagsempirie, wie sie viel zu wenig gebloggt wird: >>Atzepeng + Banknachbar: dann is es eben ein russenstern! der russenstern war ein pentagramm…dit waren wohl alles satanistische fanatiker…(lautes lachen)
Wenn last.fm am Dienstag abend noch die Liste von vorletzter Woche zeigt, kann ich ebenso erst heute die Schönheiten der letzten Woche resümieren. Als die Liebste daheim in Löhrbach mit Thanksgiving-Truthahn beköstigt wurde, wurde ich der Arbeit wegen Hiergebliebener von Ingo im Club mit einer sehr carnalen Pastasauce verwöhnt. (Nicht-Allesesser vielleicht lieber nicht zum Vergrößern [...]
>>Radio-Moderatorin am Tag danach: “…der Täter galt als Internet-süchtig, spielte den ganzen Tag Horror-Shooter und lebte also in einer virtuellen Welt, die mit der realen nicht kompatibel war.”
Die bittere Erkenntnis der Woche ist, daß ich offenbar immer wieder in Läden eingesetzt wurde, weil dort jemand rausgeworfen worden war, der nicht deutsch genug wirkte (manchmal auch nicht heterosexuell genug). Nach dem erfolgreichen Finden oder Konstruieren eines Vorwandes ließ dann der Laden dem Geschaßten etwa ausrichten, daß er “nicht zur Potsdamer Kultur passen” würde. [...]
Im Werbeaufbau der Playstation 2 lagern ganztägig Teenies mit meist langen Haaren, meist männlich, und spielen auf einer Plastegitarre mit farbigen Knöpfen die recht stereotyp animierten Song-Vorgaben von “Guitar Hero” nach, in 90% der Fälle “Smoke on the water” oder “I wanna be sedated”.
Gibt’s bei scrupeda. Ivo hat eine haarsträubende Passage des Al-Quds-Lautis gefilmt:
Gerade habe ich das Protokoll unserer zweiwöchentlichen Kulturindustrie-Lesegruppe angetippt und hielt diese Passage über die Gegensätze von Situationisten und Kritischer Theorie bzw. Debord und Adorno für mitteilenswert: Während die Situationisten vom Kampf zwischen Rekuperation und Detournement reden und somit eine prozeßhafte Praxis befürworten, geht es bei der Kritischen Theorie um Ohnmacht und vielmehr ein prozeßhaftes [...]
Zur weiterer Illustration, was ich letzthin über Passagen und Stellen bei Pratchett schrieb, hier noch zwei neue Beispiele aus ‘Going Postal’: He stopped. Miss Cripslock was scribbling like mad, and it’s always worrying to see a journalist take a sudden interest in what you’re saying, especially when you half suspect it was a load of [...]
Zuviel Teilnahme für die Beobachtung. Es müßte mir wirklich gelingen, das Verhalten nicht auf mich zu beziehen, um es zu verstehen. Dann laufe ich aber Gefahr, es nicht mehr ernstzunehmen und unangemessen darauf zu reagieren. Ungelöstes Rätsel: Ware mit wachen Augen sein.
Seems to call for action.
Auf fast allen der zwanzig Geräte im Notebook-Regal: der Trailer zu Oliver Stones “World Trade Center”, all day long. Ich kann dabei nicht in Ruhe arbeiten, da mir wieder noch bewußter wird, daß das Ereignis selbst in seiner Besonderheit nicht von diesem oder jenem ideologischen Blickwinkel verdrängt wurde, sondern auch durch die Außenansicht, durch das [...]
Aus der Tonträgerabteilung ist “Konsum” von den Fantastischen Vier zu hören.
Geschulte Laienpriester der Ware erproben wild die antrainierten Beschwörungsformeln, die nur lose mit der jeweiligen Situation verbunden sind. Der Veteran, der die Apple-Insel im Meer des PC-Windows-Unglaubens gegen jegliche Vergleiche und Kritik verteidigt, deklamiert trotzig und leicht schrill die unleugbare Überlegenheit seiner Waren und die ebenso gewisse Dummheit der Anhänger anderer Waren. Als Ketzerei gilt [...]











Sammelsurium liest Bini Adamczaks Kommunismus: Teil 1, 2, 3, 4, 5, 6 und 7

