Kommunismus, noch im Konjunktiv

Saturday, March 2nd, 2013

«Die Tatsache, dass selbst nach offiziellen Angaben die Hälfte der spanischen und griechischen Jugendlichen ohne Arbeit ist und die andere Hälfte kaum über die Runden kommt, gäbe Anlass, über die Abschaffung des Lohnsystems zu reden, ohne als weltfremder Spinner dazustehen. Wo sich in Platzbesetzungen, Plünderungen und dem Widerstand gegen Zwangsräumungen die massenhafte Fähigkeit zur Selbstorganisation […]

Krise kriegen

Monday, February 25th, 2013

konkret-Interview mit dem Psychotherapeuten Georg Pieper, Autor von “Überleben oder Scheitern”, über ökonomisch-soziale und individuelle Krise in Griechenland und allgemein: «Die Menschen müssen durch tatsächlich praktizierte Solidarität erfahren, daß sie doch etwas tun können und nicht vergessen sind. (…) Es geht nicht darum, daß man mit der Psychotherapie jetzt die Krise bewältigen könnte. Man kann […]

Da braut sich ordentlich was zusammen

Tuesday, January 10th, 2012

>>Der deutsche Staat verdient mit seinen Schulden erstmals Geld. Anders als üblich musste er Investoren bei der Versteigerung von Anleihen nicht mit Zinsen locken, sondern erhält selbst eine Prämie. (…) “Das hat es bislang noch nie gegeben”, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. “Die Anleger bezahlen eine gewisse Prämie dafür, dass sie dem deutschen Staat […]

Gewöhnt euch an DAS GROSSE THIER!

Thursday, January 5th, 2012

Aus der ersten Ausgabe von “DAS GROSSE THIER” (gewissermaßen der Hype nach dem letzten), welche die nullte Ausgabe ist, die wiederum aus zwei PDFs besteht, deren Inhalt nicht derselbe ist: >>Die Praxis, so will es eine verbreitete Legende, bringt nichts als Verblendung hervor, vor welcher aber bewahrt bliebe, wer dem Ruf nach Praxis, die uns […]

Und die Krise heißt auch Deutschland?

Tuesday, December 20th, 2011

Presseschau: Billige Arbeit als politische Waffe Anton Landgraf: Durchbruch zum Kern >>Auf dem EU-Gipfel in Brüssel hat sich Deutschland durchgesetzt: Profitieren wird von den Beschlüssen vor allem die deutsche Exportwirtschaft – so lange, bis der ganze Laden zusammenbricht. (…) Innerhalb weniger Jahre ist es ihr gelungen, in Europa ihre finanz- und ordnungspolitischen Vorstellungen durchzusetzen. Für […]

Deutschland gegen Europa

Friday, June 4th, 2010

>>Now, at the worst possible moment, Germany is turning to nationalist illusions. Europe’s past economic successes are now viewed as German successes. Europe’s current deep problems are everyone else’s except Germany’s.Wir sind die Griechen. Wir sind die Prasser, die Schwarzarbeiter, die Steuerbetrüger, die Profiteure des gewerkschaftlich-industriellen Komplexes, die Frühvergreisten, die sich schon mit 58 Jahren […]

Business as usual

Monday, May 31st, 2010

Eberhard Rondholz: Nützliche Aufwendungen. (konkret 6/10) >>Auf Bestechungsbelege über 83 Millionen Euro stießen Münchner Strafverfolger dieser Tage allein bei der auf Schmiergeldplazierung spezialisierten Firma Ferrostaal, einer ehemaligen Mannesmann-Tochter, im Zusammenhang mit dem Verkauf von vier U-Booten des Typs 214 an die griechische Kriegsmarine (einem beinahe an technische Defekten des Prototyps gescheiterten Milliardengeschäft, für dessen Rettung […]

Finden Sie den Unterschied!

Saturday, April 18th, 2009

>>Auch etliche Linke machen ein Gleichheitszeichen zwischen Konservativen und Nazis. Ich halte das für grundfalsch und politisch verheerend, und zwar gerade weil ich Antifaschist bin. Wie hätten denn die Nazis gestoppt und Europa befreit werden können, wenn nicht Linke und Konservative im Widerstand zusammengearbeitet hätten? Die Partisanenbewegung in Italien war ein Bündnis von Kommunisten, Katholiken […]

Theoriebattle in Leipzig

Tuesday, April 7th, 2009

Klingt nach einer lohnenden Reihe. (Nebenbei: Nette Idee, den Ankündigungstext mit ins Bild zu packen – aber solche URLs auf einem Flyer?) (via ambivalenz)

South Park über die Krise

Thursday, March 26th, 2009

>>A young jew is speaking heresy towards the economy: “The economy is not real – and yet it is real!”

Dietmar Dath über die Krise

Wednesday, March 25th, 2009

>>Mir macht die Krise Angst: Wenn man Ratten in einen Käfig sperrt und dann das Bodengitter mit Krisenspannung elektrisiert, fangen sie an, einander totzubeißen. Die Frau an der Supermarktkasse ist noch besoffener als sonst. Mit Recht. Und das größte Rätsel ist, warum es immer noch erwachsene Menschen gibt, die den Kommunismus ablehnen.

Die anderen Krisenfolgen

Thursday, March 19th, 2009

Plomlompom hat drei überraschende Begleiterscheinungen der Krise zusammengetragen. Todesstrafe zu teuer: >>Die Todesstrafe, das haben zahlreiche amerikanische Untersuchungen längst belegt, ist nämlich wesentlich teurer als eine Verurteilung zu lebenslänglicher Haft. Und das ist, wie MSNBC berichtet, tatsächlich der Hauptgrund, dass noch in diesem Jahr acht von den 36 Staaten mit Todesstrafe diese vermutlich abschaffen werden. […]

Das Wort zum Jahr

Friday, January 2nd, 2009

>>Da die Verhältnisse sich seit der Geburt des Kapitalismus geradezu vulgärmarxistisch verhalten, folgt einem Aufschwung, in dem der Private sich den Verlust aneignet, ein Abschwung, in dem die Gesellschaft die Verluste trägt, in Geld oder Leben. Das Nähere regelt der Staat. Besonders brauchbar dazu galt früher der Krieg. Vom Patriotismus besoffene Massen machen ihre Enteignung […]

Das Wetter

Thursday, October 30th, 2008

Währungs-Tsunami über Japan. Mit einem wetterfesten Depot, das einen ausgewogenen Mix aus Aktien, Anleihen, alternativen Investments, Rohstoffen und Immobilien enthält, spielt es nur eine untergeordnete Rolle, wie die Börsen gerade laufen, Trockenheit an den Geldmärkten, Wirbelstürme über den Rohstoffmärkten. Was wir im Augenblick auf den internationalen Finanzmärkten erleben, wirkt wie ein Tsunami. Das ist ein […]

Aus der Arbeitswochen-Zeitungslektüre

Monday, October 20th, 2008

BDI-Präsident Thumann kritisiert “diese Gier“, Matthias Platzeck den “entfesselten Kapitalismus“. Da muß der Staat her, das vermeintlich andere, aber auch nicht zu sehr. Die “Welt” gibt “kaltblütig” die richtigen Parolen zu Staat und Markt aus: “Krisen hat es immer gegeben, und es wird sie immer geben. Sie sind untrennbar mit dem Kapitalismus verbunden. Krisen lassen […]

Diese miese fiese Krise!

Thursday, October 9th, 2008

Beliebigkeit liegt im Auge des Betrachtenden. Beim Lesen der Tageszeitung muss heute wohl das Herz jeder Krisentheoretikerin höherschlagen. Stehen die richtigen Kommunisten jetzt vor den Fabriktoren in Erwartung des sich regenden Krisenbewußtseins? Einige regen Kommunen bzw. “resilient communities” an: “Ich denke auch, dass genau jetzt der perfekte Zeitpunkt für ein solches Projekt ist. Die Finanzkrise […]

Staat, Markt und Krise

Friday, September 26th, 2008

So stellt sich die aktuelle Krise aus liberaler Sicht dar: >>Die Hypothekenkrise in den USA wäre ohne die staatliche Garantie für Fannie Mae und Freddie Mac nicht denkbar gewesen: Diese beiden metastaatlichen Gesellschaften funktionierten als die garantierten Abnehmer für die notleidenden Hypotheken, eben weil ihre Manager wussten, die Regierung würde sie bei Problemen beschützen. (…) […]

Verunsicherung statt Überzeugung

Sunday, July 20th, 2008

Eine ganze Reihe guter Gedanken finden sich in Oliver Jelinskis leider online nicht verfügbarem Text “Helden in glänzenden Rüstungen und die Wirklichkeit. Warum Ideologiekritik nicht heißt, das Nicht-Wissen der Massen durch Wissen zu ersetzen” in der aktuellen Phase Zwei. Schwierig, eine repräsentative Stelle zu zitieren, aber vielleicht nehmen wir diese: >>Wer Krisenhoffnungen hegt, muss entweder […]

Die Krise

Wednesday, March 19th, 2008

Kommt wie immer: Ich öffne die Börse und finde nichts drin Es sei nicht so wichtig, wie man “es” bezeichne, die Bürger Amerikas wüsten schon längst, dass die Ökonomie “scharf nach unten abgebogen” sei, philosophierte Paulson gegenüber den Fernsehsender NBC. Das ist die Krise, die Krise Ist die Pleite des Hedge-Fonds Carlyle Capital der sprichwörtliche […]

Der Wert waltet

Thursday, November 22nd, 2007

Höhere Kapitalbeschaffungskosten entfalten typischerweise erst nach einigen Monaten ihre volle Wirkung auf Unternehmen und Konsumenten. Im Grunde ist dies nur eine logische Folge. Wer die monatliche Rate für seine eigene Immobilie nicht mehr bezahlen kann, wird auch seine Ratenkredite nicht mehr bedienen können. Das hat zu teilweise dramatischen Entwicklungen geführt: So ist der Neubau von […]

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