Auf die Straße für Israel und gegen Kapitalismus

June 11th, 2010

Für Samstag um 12 rufen u.a. ARAB, Top B3rlin und die ALB (welch Mischung… bis gestern standen gar die Klopper von der Roten Szene Hamburg auf der Unterstützerliste) unter dem Motto “Show an undead system how to die” zum an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Block auf der bun­des­wei­ten Kri­sen­de­mo vom Roten Rat­haus auf:

>>Die Hetze gegen Griechenland ist auch ideologischer Ausdruck der nationalen Konkurrenz. Die Krise heißt Kapitalismus! Der langjährige „Exportweltmeister“ Deutschland hat Staaten wie Spanien, Portugal oder Griechenland in Grund und Boden konkurriert – und wirft ihnen nun die desaströsen Folgen dieses Verdrängungswettbewerbs vor. Mit den Erpressungskrediten von EU und IWF wird Griechenland auf Jahre in ein Rationalisierungsdiktat gezwungen.

Der kapitalistische Verwertungszwang ist ein andauernder Anschlag auf ein gutes Leben. Im Hamsterrad der Konkurrenz geht es nicht um individuelles Glück und gesellschaftliche Bedürfnisse, sondern um privaten Profit und nationalen Vorteil. Diesen mörderischen Unsinn wollen wir nicht. Deshalb kommt alle zum antikapitalistischen Block. Lasst uns unsere radikale Kritik in die Gesellschaft tragen. Wir kriegen nur, wofür wir kämpfen. Für die soziale Revolution!<<

Unser dazu passendes Video:

Um 14 Uhr veranstalten dann zahlreiche antideutsche Gruppen eine Kundgebung “Gegen das Bündnis der Kriegstreiber von Linkspartei und Hamas” vorm Karl-Liebknecht-Haus am Rosa-Luxemburg-Platz:

>>Wir können mit unseren Mitteln den unheimlichen Aufmarsch gegen Israel nicht stoppen, aber wir können das Bündnis von Djihad und Sozialismus denunzieren. Dazu rufen wir alle auf, die nach den Ereignissen der letzten Tage ihre uneingeschränkte Solidarität mit Israel öffentlich zeigen wollen.<<

Am Sonntag um 14 Uhr startet vom Breitscheidplatz die "Support Israel"-Demo unter dem Motto "Free Gaza from Hamas!” Im Aufruf heißt es:

>>Wir demonstrieren am 13.6. gegen die antisemitische Hamas-Terrororganisation, deren Verbündete Iran und Hisbollah sowie ihre Kollaborateure in Deutschland und Europa. Wir demonstrieren für die Solidarität mit Israel in seinem legitimen Kampf gegen die vernichtungsantisemitischen Feinde! (…) Personen aus dem Umfeld rechtspopulistischer und rassistischer Medien und Organisationen, etwa Pax Europa, Pro Berlin oder Politically Incorrect, sind bei der Kundgebung unerwünscht.<<

Gewissermaßen unser Track zum ganzen Wochenende: "No Prerogative", Nummer 21 auf der neuen CD:

11 Responses to “Auf die Straße für Israel und gegen Kapitalismus”

  1. lasterfahrer Says:

    ist auch das lustigste stück auf der cd, “No Prerogative” hat aufjedenfalls die meisten satire punkte.

  2. carlos Says:

    ist es nicht ein wenig widersprüchlich auf eine kundgebung für israelsolidarität gehen zu wollen und vorher an einer demo teilzunehmen an der gruppen beteiligt sind oder mitorganisatoren bzw. geduldet werden die vor kurzem einen antisemitischen protestmarsch (“kindermörder israel!,”intifada bis zu sieg” – die videos kennst du bestimmt) organisiert haben. ich denke schon.

  3. classless Says:

    @ lasterfahrer

    Insofern schade, daß wir unsere, nun ja, Überarbeitung des “Antideutschen” von der Bandbreite nicht fertigbekommen haben…

    @ carlos

    Ich geh morgen auf gar keine Demo, ich muß arbeiten.

  4. classless Says:

    Vielleicht noch mal die Interpretationshilfe: die ARAB, deren Position zu Israel ich so blöd und gefährlich finde wie die meisten anderen Positionen zu Israel gerade im Moment, die ALB, die ich überhaupt nicht leiden kann, und TOP, deren neuere Positionierungen ich noch nicht so ganz einzuschätzen vermag, haben einen korrekten Aufruf verfaßt, den ich zustimmend zitiere und mit dem Spartacus-Video ja wohl auch in aller Ambivalenz kommentiert habe; die Bahamas und ihr nahestehende Gruppen zielen auf einen mir äußerst wichtig erscheinenden Punkt und werden damit wieder recht allein stehen; und am Sonntag gibt’s Demokratieidealismus, Gerede von Freiheit und Menschenrechten, aber eben auch die Positionierung für Israel und gegen die Hamas – ich kann am Samstag arbeitsbedingt an beiden Sachen nicht teilnehmen, am Sonntag hab ich frei und werd auf die Demo gehen.

  5. eduard Says:

    Mal weg vom Thema Israel und hin zur Krise. Hier ein vielleicht ganz interessanter Link zum Bewußtseinsstand der werktätigen Massen:
    http://de.indymedia.org/2010/06/283606.shtml

  6. Thomas Grunewald Says:

    “ich geh morgen auf gar keine Demo”. Ach wirklich? Toll, das ist doch mal eine Aussage! Aber Fakt ist auch dass Du hier weiterhin und völlig ungeniert zu gemeinsamen Aktionen mit ALB und ARAB aufrufst obwohl diese tollen “Antifaschisten” letzte Woche gemeinsam mit Hamas und Hisbollah eine “Tod den Juden”-Demo in Berlin durchgeführt haben. Ehrlich gesagt sind Leute wie Du Teil des Problems, die nach solchen Vorfällen ungerührt zur Tagesordnung übergehen und anerkennend feststellen dass die Antisemiten “einen korrekten Aufruf verfaßt” haben. Aus Sicht von ALB und ARAB versteht man auch Deinen Untertitel “Mit Feinden wie mir – wer braucht da noch Freunde!” Meinetwegen, geh unter im Szenesumpf.

  7. classless Says:

    Wo rufe ich noch mal dazu auf?

  8. blickich Says:

    find ich auch echt scheisse das die palestinenser ihr land zurück haben wollen.

  9. saltzundessick Says:

    @blickich

    von welcher landsmannschaft bist du nochmal?

  10. Schenki Says:

    @ blickich
    ja bin genau deiner meinung!
    die haben doch kein recht auf ihr land.
    isreal gibt es jetzt seit 60 jahren und sie haben es immer noch nicht geschafft alle palästinenser zu töten und deren frauen und kinder zu erhängen.
    ich glaube da muss die uno noch ein wenig nachhelfen.
    gehen wir auf die straße dafür!

    AHHH TOD ALLEN UNSCHULDIGEN!!!

  11. Aktionskletterer Says:

    Wieso sieht sich der Antikapitalismus als Sterbehilfe für ein hirntotes System und nicht als Wiederbelebungsversuch an einer aussterbenden Art? Das aktuelle Problem ist doch eher dass der Planet unbewohnbar gemacht wird als wer welche Ecke davon als erster für sich beansprucht hat. Und wenn man unbedingt lokal denken will, wieso dann nicht bei den naheliegenden Problemen anfangen?

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