Ökonomischer Gottesdienst, Prioritäten

May 28th, 2008

Vor die Billigangebots-Tische in der Software-Abteilung wird heute eine Schutzwand aufgebaut, damit die Verpackungen in der Sonne keinen Schaden nehmen. Die Wand hört unmittelbar vor dem Buchungscounter auf, an dem die jeweiligen Mitarbeitenden bei über 30 Grad Raumtemperatur und fehlender Belüftungsanlage täglich bis zu vier Stunden beschienen werden.

9 Responses to “Ökonomischer Gottesdienst, Prioritäten”

  1. Gehirnschnecke Says:

    Wäre die Schutzwand länger, würden die Arbeiter maulen, das Kapital stehle ihnen die Sonne. Nichts kann man ihm recht machen, dem Proletarier…

    ;-)

  2. godforgivesbigots Says:

    “Hüte! Prima Hüte!”

  3. classless Says:

    Sind nicht erlaubt. Genauso wenig wie offene Schuhe, kurze Hosen oder Sonnenbrillen. Wenigstens gibt es ein paar Ventilatoren, aber was die mit der Luft in einem Laden dieser Größe machen, ist eher so wie mit ‘ner Imbißplastegabel einen Acker pflügen.

  4. Gehirnschnecke Says:

    Muss für den Kunden ja auch sehr angenehm sein.

  5. classless Says:

    Die fragen manchmal, ob wir hier Tomaten ziehen.

  6. Gehirnschnecke Says:

    In Japan baut man prunkvolle Toiletten in Einkaufshäuser um Kunden zu locken – will man in Deutschland mal pissen (Bäume gibts in der Innenstadt dann eben doch wenige), kommt man sich ja fast schon wie ein Verbrecher vor. Vielleicht dienen die Temperaturen bei euch im Laden ja auch der Kundenabwehr?!

    Meine Theorie ist ja, dass “der Deutsche” eigentlich niemandem etwas verkaufen möchte. ;-)

  7. godforgivesbigots Says:

    Dann mußt Du halt einen Kopftuchstreit anfangen. Aber jetzt hat es ja erst mal abgekühlt.

  8. classless Says:

    Hat es?

  9. Markus Says:

    Mitarbeiter wachsen nach, Verpackungen nicht.

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