“Nein, nein, das ist nicht der Kommunismus” auf der LL-Demo

January 16th, 2012

Am Rande der heutigen Liebknecht-Luxemburg-Demo zeigte eine Gruppe unser CD-Cover bzw. meinen Aufkleber als Transparent. In der Demo waren welche nicht amüsiert:

>>Wenige Minuten später wurden wir von aufgebrachten Teilnehmer_innen aus marxistisch-leninistischen Blöcken mit Stöcken angegriffen, das Transparent in Stücke zerrissen. Menschen die sich spontan mit uns solidarisierten und versuchten uns von den Angreifer_innen abzuschirmen, wurden getreten und mit Fäusten geschlagen.<<

Bericht der Gruppe.

(Mehr zur Bedeutung des “Nein, nein, das ist nicht der Kommunismus”-Motivs.)

Außerdem verwüsteten Stalinisten die Gedenkstelle für die Opfer des Stalinismus und griffen dort Leute an (Fotosaus Gleichsetzungsperspektive geschriebener Bericht).

14 Responses to ““Nein, nein, das ist nicht der Kommunismus” auf der LL-Demo”

  1. mimi Says:

    oh no!! das schöne transparent!

  2. gz Says:

    http://geigerzaehler.blogsport.de/2012/01/15/nein-neiu-das-ist-nicht-der-kommunismus/

  3. kempkens-hater Says:

    ganz toll, classless. da hast du ja was angerichtet!

  4. classless Says:

    Es war nicht der Kommunismus, insofern daß keine herrschaftsfreien Gesellschaften entstanden; es war aber auch nicht nicht der Kommunismus, insofern es Projekte von Kommunisten waren, den Kommunismus herbeizuführen; ob es Kommunismus im Sinne der “wirklichen Bewegung” war bzw. ist, läßt sich dagegen nur schwieriger beantworten…

  5. Nicolai Says:

    Soweit ich weiß — aber da lasse ich mich gerne eines Besseren belehren — hat nicht mal Stalin behauptet, dies sei der Kommunismus.
    Und eitel genug dazu war er allemal.

  6. classless Says:

    Das ist aber auch nicht die Aussage, zumindest nicht meine.

    Ansonsten siehe frühere Diskussion dazu.

  7. athene noctua Says:

    Was sagen eigentlich die Nazis dazu, dass ihre Arbeitsfelder (antikommunistische Hetze, Anti-Antifa) jetzt emazipatorisch besetzt werden?

  8. lasterfahrerei Says:

    ins fernsehn hats das nicht geschafft, demnach wurde noch nicht genug angerichtet. oh weh, ich befürchte, wir gehören zu denen, die, wenn die die revolution durchführen, dann gleich als nächste an die wand gestellt oder ins arbeitslager gesteckt werden.
    dass da überall in den kommentare leute schreiben, man muss nur ein paar jahre warten, dann sind die eh alle gestorben, ist auch recht bedenklich, schliesslich waren die prügler ja wohl nicht die aus den “älteren semestern”. pauschal alte kommunisten als debil oder sonstwas zu bezeichnen geht auch nicht, alle werden mal alt und sabbernd sein und von den forschen jungschen dümmchen belächelt werden.

  9. mimi Says:

    aua, hier läuft irgendwas gewaltig schief.
    also kommt: baut kleine geile kommunen auf!!

  10. Qaumaneq Says:

    Offensichtlich liefert dieses Logo den Schlüsselreiz für eine Verschiebungsleistung. Die Demonstranten verhalten sich, als hätten sie diejenigen Personen vor sich die auf indymedia trollen und offenkundig über Zugriff auf aufwändige Überwachungstechnologie zu verfügen scheinen – die logistisch-monopolistischen Erben der Mörder von Karl und Rosa. Da indymedia weltweit von dieser Form der Repression betroffen ist und dies in einigen Ländern bereits aufgeflogen ist gebietet natürlich die internationale Solidarität etwas zu unternehmen, auch wenn die Erwägung, wer sich hierzulande in der Rolle eines Mubarak, Suleiman oder Tantawi als öffentliche Person mit Tarnlegende im Lebenslauf hinter der Maske der eigenen Gesichts verdeckt, den Insassen des Staatsgebildes meist nicht die einschlägigen Namen ins Bewusstsein ruft.

    Ganz aktuell hat der Mord an Karl und Rosa weltweit unwürdige Nachahmungen gefunden, etwa in den Morden an Kishenji oder Alfonso Cano und vielen anderen, so dass auch die historischen Fälle vermehrt Zuspruch erfahren. Es sollte nicht vergessen werden, der Grund warum diese Demo stattfinden muss ist weil nach dem ersten Weltkrieg niemand etwas gegen die Todesschwadronen unternommen hat. Nach dem zweiten Weltkrieg hat man geglaubt dem wäre mit staatlichen Mitteln beizukommen und das hat nicht funktioniert. Und heute?

  11. Maddin Says:

    Ich war zufällig anwesend und konnte n paar gut fotos von der aktion und den beteilligten machen. wer also bedarf hat? ansonsten:hie rder link zu meinem artikel über die aktion:

    http://www.bszonline.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2651:mein-kommunismus-dein-kommunismus&catid=42:urbi-et-orbi&Itemid=88

    Grüße from Witten

  12. Sarah Fleischer Says:

    @Maddin – Wie kommt man an die Fotos?

  13. Pawka Says:

    Kulla gibt den geifernden Antikommunisten zu verstehen: “Nein, nein, das war nicht der Kommunismus – Das war der Sozialismus!”
    Diese danken ihm für seine konstruktive Kritik an ihrer Hetze und ersetzen “Kommunismus” in ihren Pamphleten durch “Sozialismus”.
    Kulla ists zufrieden. Dass man was gegen den Sozialismus hat, versteht sich für jeden emanzipativen Befürworter der befreiten Gesellschaft von selbst.

  14. classless Says:

    @ Pawka

    Das ist so verdammt praktisch, sich so sicher zu sein, daß man’s nicht mal mehr lesen muß…

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