Zur Bedeutung von “Nein, nein, das ist nicht der Kommunismus”

January 21st, 2012

Nach dem Angriff stalinistischer Schläger auf eine Gruppe, die unter diesem Motto am Rande der LL-Demo protestierte, sind wieder Fragen über die Bedeutung der Zeile aufgekommen. Daher möchte ich nochmals klarstellen, daß sowohl der Aufkleber als auch das CD-Cover immer genauso direkt gemeint waren, wie sie formuliert sind:

Wenn jemand behauptet, es würde sich bei Gesellschaften wie der DDR oder der UdSSR um den Kommunismus gehandelt haben oder daß es in der KDVR oder China heute den Kommunismus gäbe, wenn also Ziel und Weg in eins gesetzt werden und die Realität dieser Gesellschaften zum angestrebten Ergebnis erklärt wird, antworte ich darauf mit der Refrainzeile aus “Kommunismus – kleine Geschichte wie endlich alles anders wird” von Bini Adamczak: Nein, das war bzw. ist nicht der Kommunismus – es gab und gibt dort Staaten, Klassen, Lohnarbeit und Geld. Mehr ist damit zunächst nicht gemeint.

Die sozialistischen Bewegungen und Staaten waren insofern bisher kein Kommunismus, als daß sie ihn im Sinne der Zielvorstellung nicht erreicht haben, als daß die staaten- und klassenlose, herrschaftsfreie Weltgesellschaft nicht eingerichtet, das Kapitalverhältnis nicht aufgehoben, die Lohnarbeit nicht abgeschafft wurde.

Dieser Umstand war und ist in diesen Bewegungen und Staaten ein Allgemeinplatz, die Übergangsphase des Sozialismus wurde stets deutlich vom noch einzurichtenden Kommunismus unterschieden. Insofern richtete sich die Ansage nicht an jene, die den Unterschied selbst kennen wie z.B. das Personal der chinesischen Botschaft, sondern an jene, die ihn gewohnheitsmäßig verwischen wie etwa der SPIEGEL und sein Publikum.

Entsprechend scheint diese Zeile auch besonders im persönlichen Nahkampf mit Eltern, Alltagsbekannten, Mitstudierenden oder Arbeitskolleginnen hilfreich gewesen zu sein, wenn es hieß: “Das gab’s doch schon mal”, “Man weiß ja, wie das aussieht” o.ä.


Kundgebung vor der chinesischen Botschaft, Mai 2007

Es war aber auch nicht einfach nicht der Kommunismus, insofern es sich um die Projekte von Kommunistinnen handelte, den Kommunismus einzurichten, mit welchen womöglich unangemessenen oder untauglichen oder per se falschen Mitteln jeweils auch immer. Ich teile Bestrebungen nicht, sich durch schlichte derartige Distanzierung aus der Verantwortung stehlen zu wollen.

Viel schwerer zu beantworten ist die Frage, inwiefern es sich bei den KPs, Sowjet- und Volksrepubliken um den Kommunismus im Marxschen Sinne der “wirklichen Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt” handelte und handelt, da sie ebendieser Bewegung in enormem Maße zugearbeitet wie ihr auch geschadet haben könnten – das ist letztlich auch immer eine Frage der vorstellbaren Alternativen und läßt sich vermutlich erst im Rückblick entscheiden, wenn es dereinst vollbracht sein sollte.

Nein nein, das ist nicht der Kommunismus! (Aufkleber pink)

(Weiterführend: ein tatsächlich antikommunistisches Aufklebermotiv zum Vergleich; Erwiderung auf Kritik aus dem GSP-Umfeld)

36 Responses to “Zur Bedeutung von “Nein, nein, das ist nicht der Kommunismus””

  1. w Says:

    “Insofern richtete sich die Ansage nicht an jene, die den Unterschied selbst kennen wie z.B. das Personal der chinesischen Botschaft”

    ?
    kannst du das mit dem botschaftspersonal ausführen?

  2. classless Says:

    Na, das war doch einer der Lieblingsvorwürfe: wir würden dort gegen China demonstrieren und die Chinesen würden das doch selbst nicht für Kommunismus halten, was sie in China haben. Und das stimmt wohl auch einfach, aber an China war die Kundgebung ja auch gar nicht gerichtet.

  3. tX Says:

    In my opinion, nothing has contributed so much to the corruption of the original idea of socialism as the belief that Russia is a socialist country and that every act of its rulers must be excused, if not imitated. And so for the last ten years, I have been convinced that the destruction of the Soviet myth was essential if we wanted a revival of the socialist movement.

    [Meiner Ansicht nach hat nichts so sehr zur Korruption der ursprünglichen Idee des Sozialismus beigetragen wie der Glaube, dass Russland ein sozialistisches Land sei und dass jede Handlung ihrer Führer entschuldigt, wenn nicht gar imitiert werden muss. Daher bin ich in den letzten zehn Jahren zur Überzeugung gekommen, dass die Zerstörung des Sowjet-Mythos wesentlich wäre für ein Wiederaufleben der sozialistischen Bewegung.]

    — George Orwell: Preface to the Ukrainian edition of Animal Farm, as published in The Collected Essays, Journalism, and Letters of George Orwell : As I please, 1943-1945 (1968) >> http://home.iprimus.com.au/korob/Orwell.html, http://en.wikiquote.org/wiki/George_Orwell

    I second that!

    Ohne Demokratie kein Sozialismus. Es war nie einer, da ist kein Weg und das war nie das Ziel.

  4. dingdong? Says:

    “Ich teile Bestrebungen nicht, sich durch schlichte derartige Distanzierung aus der Verantwortung stehlen zu wollen.”

    Kannst du das noch näher erläutern? Versteh ich nicht.

  5. classless Says:

    @ dingdong?

    Wenn der Verweis auf Stalin dazu dient, weitgehend argumentfrei zu versichern, beim nächsten Mal würde alles anders werden und dann am besten noch positiv Demokratie und Gewaltverzicht aufgerufen werden, während sich in den Grundbegriffen und vor allem im Duktus und der Selbstgerechtigkeit wenig bis nichts geändert hat, geht es m.E. nicht mehr darum, das irgendwann wirklich noch mal hinzubekommen mit dem Kommunismus.

  6. dingdong? Says:

    Alles klar, da kann ich mit. ;)

  7. lasterfahrerei Says:

    was ich gut finde am illustrativen des motivs sind die balken über den augen, die ja einige als “lenin, stalin und mao durchgestrichen” interpretiert haben, wo imho ein kreutz auf einem gesicht (ausgekreutzt) und die balken über den augen (was in den meisten fällen als anonymisierung benutzt wird) liegen ja ein paar punkte. die anonymisierung der drei führt ja gerade auch weg von nur einer kritik an ihnen, wo die kritik aber erstmal bei ihnen anfängt.

  8. Klaus Says:

    zum Thema Stalinismus

    1/2 Jahr online anhör – / download – bar
    Geweint hat sie nie – Susanne Leonhard und ihr Sohn Wolfgang
    Sendezeit: 20.01.2012 19:15
    Autor: Stark, Meinhard
    Programm: Deutschlandfunk
    Sendung: Dossier
    Länge: 43:40 Minuten
    http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/01/20/dlf_20120120_1915_d2c0bc0d.mp3

    http://de.wikipedia.org/wiki/Susanne_Leonhard

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Leonhard

  9. Klaus Says:

    und hier noch aktuelle antikommunistische Events

    die von der Nazi Jäger /Raus Antifa, meist ignoriert werden

    die extrem rechtsoffene / rechtskonservative
    http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtskonservatismus

    Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus / Stalinismus e.V.
    Nikolaikirchplatz 5-7
    10178 Berlin (Nikolaiviertel)

    Veranstaltungen

    Dienstag, 24. Januar 2012, 19:00 Uhr
    Erika Steinbach, Präsidentin des BdV
    Die Macht der Erinnerung
    Wer nicht fähig ist, seine eigenen Toten zu betrauern, kann nicht ehrlich am Leid anderer teilnehmen. Das ist ein tragender Gedanke, von dem sich die langjährige Präsidentin des Bundes der Vertriebenen leiten lässt. Das 20. Jahrhundert war vor allem in seiner ersten Hälfte durch ein zuvor nie erlebtes Maß an Leid für die Völker Europas geprägt. Die Erinnerung daran wird vielfach fokussiert auf einen einzigen Ursprung für alle Menschenrechtskatastrophen der Folgejahre. Das klassische »vae victis« schwingt darin mit. Millionen von Deutschen, nämlich die Heimatvertriebenen und Flüchtlinge, gehören auch zu den Opfern. Sie hatten nicht nur den Verlust von Angehörigen, von Hab und Gut und der angestammten Heimat zu beklagen, sondern waren nicht selten einem Mangel an Mitgefühl und Solidarität der heimischen deutschen Aufnahmegesellschaft ausgesetzt. Eine Erfahrung, die sich auch in den Erinnerungen von Erika Steinbachs Mutter widerspiegelt.

    Dienstag, 07. Februar 2012, 19:00 Uhr
    Vera Lengsfeld
    Ich wollte frei sein: Die Mauer, die Stasi, die Revolution
    Stasi-Tochter, Dissidentin, Politikerin: Drei Leben sind es, die Vera Lengsfeld in sich vereint. Als Tochter eines Stasi-Offiziers wird sie ganz im Sinne des SED-Regimes erzogen. Doch früh schleichen sich bei ihr Zweifel am System ein. Als junge Erwachsene zieht sie die Konsequenz und engagiert sich in der Bürgerrechtsbewegung, wofür sie mit Berufsverbot, Verhaftung und letztlich Ausweisung bestraft wird. Nach dem Fall der Mauer kehrt die Dissidentin Lengsfeld in ihre Heimat zurück und startet ihre Karriere als Politikerin und Verfechterin freiheitlicher Demokratie. Umso schmerzlicher trifft sie die Nachricht, dass ausgerechnet ihr Ehemann sie jahrelang bespitzelt haben soll.

    MEHR
    http://anonym.to/?http://gedenkbibliothek.de/index.php?mid=veranstaltungen

  10. Opfer « athene noctua Says:

    [...] ist Daniel „classless“ Kulla. Obwohl schon vielfach erledigt (s. Blogroll), meint er sich rechtfertigen zu müssen: Wenn jemand behauptet, es würde sich bei Gesellschaften wie der DDR oder der UdSSR um [...]

  11. Klaus Says:

    AUDIO
    Wirtschaftsboom unter kommunistischen Vorzeichen – Die VR China am Scheideweg
    Sendezeit: 22.01.2012 18:40
    Autor: Rimmele, Markus
    Programm: Deutschlandfunk
    Sendung: Hintergrund
    Länge: 18:08 Minuten
    http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/01/22/dlf_20120122_1840_b6ad3eee.mp3

    TEXT
    Die Volksrepublik China am Scheideweg
    Wirtschaftsboom unter kommunistischen Vorzeichen
    Von Markus Rimmele
    Die Volksrepublik China ist die zweitgrößte Wirtschaftsmacht und das größte Exportland der Welt. In vielerlei Hinsicht wirkt das Land kapitalistischer als Deutschland. Als Verbraucher haben die Chinesen alle Freiheiten. Doch dafür ist die Alleinherrschaft der Partei unantastbar.
    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1657418/

  12. Karl Kani Says:

    Was ist “stalinistische Schläger” für eine Kritik?

  13. classless Says:

    Was soll das für eine Kritik sein? Es beschreibt lediglich Menschen, die unter vermutlich ernstgemeinten “Stalin, Stalin”-Rufen andere angegriffen haben, die sie offenbar als bestrafungswürdige Abweichler oder Gegner ansahen.

  14. Cut up Says:

    Was “Idioten” für eine Kritik sein soll? Es beschreibt lediglich Menschen, die unter vermutlich ernstgemeinten “Nein, nein (das ist nicht der ) Kommunismus”-Rufen andere provoziert haben, die sie offenbar als verachtungswürdige Abweichler, Verbrecher oder Gegner ansahen.

  15. pro_kommunismus Says:

    0. Klingt mir sehr danach, Kommunismus als Ehrentitel zu behandeln, den man sich nicht von irgendwelchen Stalinisten beschmutzen lassen will. Traurig, aber eben auch Ausdruck davon, dass der Kommunismus als reale Bewegung ziemlich darnieder liegt.

    1. Eine Distanzierung von Stalin fällt leicht, ist aber mit Kritik nicht zu verwechseln.

    Lektüretipp: http://www.gegenstandpunkt.com/msz/html/87/87_12/stalin.htm

    2. Ich muss dich bezüglich deiner Freunde/Eltern enttäuschen, Kulla. Hätten deine Freunde und Eltern eine fundierte Kritik am Kapitalismus, dann würden sie damit sicher nicht wegen Stalin und Mao hinterm Berg halten. Und durch die Umbenennung der Kommunistischen Bewegung in Lila-Launeland-Bewegung wirst du sie auch nicht an Bord kriegen.

    3. Wer Angst vorm Kommunismus hat, der schließt von vornherein aus, dass ER SELBST Teil einer Bewegung sein könnte, welche die polit-ökonomischen Grundlagen der Gesellschaft ändert. Der geht geht automatisch davon aus, dass Kommunismus das Projekt einer Elite ist, der er sich unterordnet und die ihm dann stalinmäßig daherkommt. Weil er Politik eben nicht anders kennt, als sich Politikern unterzuordnen.

    Hier passt auch ein Zitat der politischen Zeitschrift GegenStandpunkt, die das nicht anders sieht:

    “Wer nach der Attraktivität des kommunistischen “Angebots” fragt, der verwechselt Kapitalismuskritik mit der Wahlwerbung einer alternativen Elite, die verspricht, es dem werten Bürger besser zu richten als diejenigen, die die Macht innehaben. Der missversteht sich selbst als den umworbenen Wähler, der im Warenhaus der polit-ökonomischen Systeme entscheiden darf, welches er lieber in Auftrag geben will – bei anderen, die dann für die Lieferung zuständig sind. Der denkt als Untertan, über den herrschende Instanzen entscheiden, und hat beschlossen, genau das zu bleiben: demokratischer Untertan, dem nur die Wahl zwischen zwei Sorten Herrschaft bleibt – die aber schon. Solchen Leuten können wir nur sagen: Die freie Auswahl bietet ihnen niemand. Entweder sie erkämpfen sich die Freiheit, sich ihre politökonomischen Lebensbedingungen vernünftig einzurichten, oder sie haben in der Frage weiterhin nichts zu melden.”

    http://www.gegenstandpunkt.com/gs/04/1/lb-plan.htm

  16. Leviatan Says:

    hey classless, ich muss hier offen antikommunistische post lesen und du duldest es. was soll das? aufrufe zu veranstaltungen von der rechtskonservativen vera lengsfeld und der revanchistin steinbach (bund der Vertriebenen). die ganze angelegenheit is peinlich genug, doch nun is es völlig geschmacklos…

  17. Qaumaneq Says:

    Orwell meinte damit die im spanischen Bürgerkrieg verlorengegangenen Möglichkeiten und würde im heutigen Sprachgebrauch sicherlich sagen: Nie wieder Polizeistaat, nie wieder Demokratie!

    http://freie-radios.net/42173

  18. classless Says:

    @ Leviatan

    Ja, es ist ganz wichtig sich immer nur das anzuschauen, was die eigenen Leute machen.

    @ Cut up

    Die Angegriffenen haben ja immer provoziert.

    @ pro_kommunismus

    Ich will nichts umbenennen.

  19. Gagarin Says:

    „Die sozialistischen Bewegungen und Staaten waren insofern bisher kein Kommunismus, als daß sie ihn im Sinne der Zielvorstellung nicht erreicht haben, als daß die staaten- und klassenlose, herrschaftsfreie Weltgesellschaft nicht eingerichtet, das Kapitalverhältnis nicht aufgehoben, die Lohnarbeit nicht abgeschafft wurde.
    Dieser Umstand war und ist in diesen Bewegungen und Staaten ein Allgemeinplatz, die Übergangsphase des Sozialismus wurde stets deutlich vom noch einzurichtenden Kommunismus unterschieden.“ – Kulla

    „Der Kommunismus ist für uns nicht ein Zustand, der hergestellt werden soll, ein Ideal, wonach die Wirklichkeit sich zu richten haben wird. Wir nennen Kommunismus die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt. Die Bedingungen dieser Bewegung ergeben sich aus der jetzt bestehenden Voraussetzung.“ – K. Marx, Deutsche Ideologie, MEW 3, 35

    Also hör bitte endlich auf, deine antikommunistischen Phrasen zu verbreiten

  20. classless Says:

    Auch nicht schlecht – einfach das Zitat aus meinem Posting abbrechen, bevor ich mich auf das beziehe, was dann gegen mich in Stellung gebracht wird.

  21. scrupeda Says:

    Diese Diskussion nimmt immer mehr den Charakter eines Wettbewerbs an, in dem es darum geht dich auf immer noch eine weitere Weise misszuverstehen.

  22. Levitan Says:

    @ classless:”Ja, es ist ganz wichtig sich immer nur das anzuschauen, was die eigenen Leute machen.”

    Sorry, welch bescheuertes Argument von dir. Was für eine merkwürdige Denke is das nun wieder.
    Falls du wirklich so drauf bist, dann müsstest du hier demnächst auch Post´s dulden, die für so eloquenter Herren wie für Wertmüller bzw. für den Mahler werben, solange sie mit Einkleidungen daherkommen wie die von @klaus “…und hier noch aktuelle antikommunistische Events die von der Nazi Jäger /Raus Antifa, meist ignoriert werden …. die extrem rechtsoffene / rechtskonservative”. Geht nicht oder?

    Ich verstehe dich nicht, eigentlich wollt ich nur darauf hinweisen und dass du ja der Mod bist und Revanchistenkram nicht dulden musst, wie der auch immer getarnt wird. Hey, du bist nicht naiv und weißt wer Frau Steinbach ist und wie die Vera L. drauf ist. Revanchismus ist und bleibt Scheiße. Dachte diese Position teilst du? Sag mal verrennst du dich hier grad irgendwie.
    Nein, nein das ist nicht der Antifaschismus!

    und bezogen auf die Debatte

  23. classless Says:

    Das wird mir jetzt echt zu doof. Ich finde Frau Lengsfeld nicht gut und Frau Steinbach schon gar nicht, und du kannst dich mal wieder einkriegen.

  24. Klaus Says:

    @Levitan

    wüßte mal gern, wie du so im Alltag gegen anti-emanzipatorische Propaganda agierst, gegen Aufkleber, Flugblätter, Plakate,
    abreisen, wegwerfen und den Inhalt ignorieren ?
    oder setzt du dich offensiv damit auseinander – deine Kommentare sprichen
    eher für ersteres ?

    wie gehst du mit den anti-emanzipatorischen, reaktionären, braunen, verschwörerisch, antizionistisch/antisemitischen Medien an den Kiosken um ?
    Kennst du sie überhaupt ?
    “Zuerst!”, “Deutsche Stimme”, “Nationalzeitung”, “Schlesier”, “Deutsche Geschichte”, “DMZ”, “Landser”, “Militär & Geschichte”, “Geschichte & Wissen”, Clausewitz”
    “Compact”, “Eigentümlich frei”, Junge Freiheit”, “Weltwoche”,
    “Raum und Zeit”, “Magazin 2000 plus”, “Matrix 3000″, “Die Andere Realität” ,
    “Esotera”, ….
    “Hintergrund”, “Semit”

    wie gehst du mit anti-emanzipatorischen Veranstaltungen um ?

    Nazis raus gröhlen ?

    Ignorieren, wie du es im Fall der Gedenkbibliothek verlangst,
    die seit 1990 ca 300 rechte Veranstaltungen, überwiegend ungestört gemacht haben, weil Steinbach, Lengsfeld, Schönbohm, Baring, Schwilk, Schacht, Faust, Löw & Co, für so Superfreaks wie dich, nur zu pawloschen Reflexen führen gekoppelt mit dem Schrei nach Löschen.
    Aus den Augen aus dem Sinn – oder was ?

    Was machst du gegen die 100 Jahre Axel Cesar Springer Feierei der Springerblätter BILD, BZ, Welt, Mopo, HH Abendblatt etc, die neben der “Jubileums” Sonderseite, vor 5 Tagen mit ihren Propaganda Bombadement angegefangen haben,
    was machst mit der massiven Bild Werbung aktuell in Berlin ?
    das nun bis 2.Mai und darüber hinaus so weitergehen wird

    hast du das überhaupt mitbekommen ?
    hast du überhaupt einen derartigen Weitblick um sowas mitzubekommen ?
    hast du dich schon gewöhnt an die reaktionäre Scheiße, dich eingerichtet ?

    ist dir das alles zu konkret ? , zu viele “Details”, Informationen

    bist du überfordert ?

    willst du im Cooperative Identity, Wohlfühl threads der von dir besuchten blogs nicht damit belästigt werden

    bist du ein Anhänger der Tröpfcheninfektionstheorie – Infos über reaktionäre Veranstaltungen könnten hier im thread LeserInnen infizieren

    traust du Kullas LeserInnen so wenig zu

    man du bist so armselig mit deinem Lösch/Zensur Geschrei

    ich glaub ich brech hier jetzt mal ab

    da du warscheinlich kaum, differenziert auf die Fülle an Argumenten, Informationen…die gegen deinen Flachdenker Reflex sprechen eingehen wirst,
    will ich hier nicht noch mehr Zeit mit Aufklärungsversuchen verschwenden , an Menschen die Signaliserieren, daß sie mit dem Durchblick zur Welt gekommen sind und deshalb nicht wissen wollen was gerade wo abgeht

    Ich jedenfalls hätte mich gefreut wenn jemand die Steinbach Veranstaltung beobachtet und drüber geschrieben hätte, ebenso die kommende Lengsfeld Veranst..

  25. L Says:

    Immerhin:

    http://www.scharf-links.de/52.0.html?&tx_ttnewstt_news=21745&tx_ttnewsbackPid=56&cHash=4984f7e24b

  26. L Says:

    So jetzt hoffentlich der richtige link: http://www.scharf-links.de/11.0.html

  27. Cut up Says:

    “wie gehst du mit anti-emanzipatorischen Veranstaltungen um ? … Ignorieren, wie du es im Fall der Gedenkbibliothek verlangst, die seit 1990 ca 300 rechte Veranstaltungen, überwiegend ungestört gemacht haben…” (klaus)

    Lass mich raten, wie Du damit umgehst: Du hetzt den deutschen Pöbel gemeinsam mit Kulla gegen die DDR auf (“Nein, nein…”), in der das alles nicht stattfinden konnte? LOL!

  28. Klaus Says:

    @ L schau an

    selbst Edith Bartelmus-Scholich, die ihren Texten nach zur
    bewegungslinken Intifada Fraktion gehört, hat Kullas Bildchen auf ihrer Seite

    ihr zugute zu halten ist, daß sie damals, gleich bei Elsässers Volksini Gründung, bemerkt und thematisiert hat wohin dessen (und seine Kumpane) Reise geht

    ebenso wurde auf “scharf links” auch die “Junge Welt” und deren Mauer Abfeier Titel
    kritisiert

    also recht ambivalent die Edith Bartelmus-Scholich/”scharf links”

  29. Klaus Says:

    @ Cut up

    hast du Probleme dich zu artikulieren ?

    wieso besteht dein letzter Beitrag aus ‘ner Copie, eines Abschnittes aus meinen Ausführungen und daran angehängt, ein trollig, unlogischer “Satz” ?

    Da ich hier nur äußerst sporadisch mitlese,
    frag ich dich mal direkt, ob du ein Troll bist ?

    Dein Beitrag spricht dafür !

    Falls du nicht als Troll angesehen werden möchtest und du ernsthaft an einer inhaltlichen Auseinandersetzung interessiert bist, versuch doch mal in einem zweiten Anlauf verständlicher auszudrücken was du meinst.

  30. N.N. Says:

    Artikel zur LL-Demo, auf der Seite von
    Edith Bartelmus-Scholich “scharf links” :

    Die Grünen, Antideutsche und Anti-Linke im Kontext

    http://www.scharf-links.de/114.0.html?&tx_ttnewstt_news=21561&tx_ttnewsbackPid=113&cHash=e905e4eed0

    [cK: Link funktioniert nicht, Artikel ist aber auf der Seite unter Hamburg zu finden...]

  31. Klaus Says:

    Erinnerung an einen alten Kulla Foto-Bericht
    aus Anlass des heutigen Lengsfeld Auftritts im braunen Knotenpunkt,
    mit besten CDU/KAS Beziehungen und Skandalgeschichte:
    http://www.google.de/search?num=100&hl=de&site=&q=Margot+Pietzner

    Kommunismus-Kundgebung der CDU
    January 22nd, 2011
    http://www.classless.org/2011/01/22/kommunismus-kundgebung-der-cdu/

    köstliche Fotos :-)
    vor allem die mit Lengsfeld

  32. anti claus Says:

    wer an mülltonnen schnüffeln möchte, darf sich später nicht beschweren fürchterlich zu stinken. der gegenstand der kritik, bleibt zugleich immer das schwerefeld der gleichen. da beschäftige ich mich lieber mit dem schönen leben und organisiere die befreite gesellschaft, als wie @klaus die neu- und altrechte zu bestaunen und der noch unnötige aufmerksamkeit zu verschaffen.

  33. Klaus Says:

    jau

    positiv thinking (oder besser stinking ?)

    nach vorne schauen
    das alte Mantra der rechten Ökobauern, Heimatschützer und Grünen Gründer:
    Wir sind nicht rechts, wir sind nicht links, sondern vorn
    http://www.google.de/#sclient=psy-ab&hl=de&source=hp&q=Wir+sind+nicht+rechts%2C+wir+sind+nicht+links%2C+sondern+vorn

    Eso, Spiri oder was ?

    und dazu dann die Tröpfcheninfektionstheorie – an Müll schnuppern und stinken

    Alt und neue Nazis völlig isoliert von der Gesellschaft ?

    keine fließende Übergänge ?

    wie oben schon geschrieben – Gewöhnung und Ignoranz an Bild und “Junge Freiheit” etc

    lieber an alternativen Kuschel WG und Kuschel bogs arbeiten
    bei dem alles was stören ist externalisiert werden muß

    Hilter verrückt
    Breivik verrückt
    NSU verrückt

    Zitat:
    “da beschäftige ich mich lieber mit dem schönen leben und organisiere die befreite gesellschaft”

    und dem “deutsche Volk” muß nur der rechte Weg gewiesen werden,
    z.B. a la GSP: an allem ist die Demokratie schuld

    oder a la “Junge Linke” (Berlin)im Kontext einer Anti Papstbesuch Veranst.:
    die Herrschenden (wer immer das auch sein mag) benutzen die Religion (immer schön abstrackt bleiben) um die Massen zu indoktrinieren.

    bloß nicht konkret werden und über Reichskonkordat, Militärseelsorge, Kirchensteuer, Millarden staatliche Fördergelder jenseits der Kirchensteuer etc etc reden
    sind ja lauter rechte Mülltonen, Fakten und Details die nur stören
    und von dem schönen Leben und der befreiten Gesellschaft ablenken.

    wenn ich mir heutzutage die Nieschen anschaue die sich “Freiräume” nennen
    in denen Speißbürgertum, Anpassungszwang und anderer Müll nur in ein wenig geänderter Erscheinungsform reproduziert werden, dann graut mir vor der von dir mit dem Schlagwort “befreite Gesellschaft” angedeuteten und angestrebten Zukunft.

    Es wäre schön wenn du deine Floskeln von “dem schönen leben” und “organisiere die befreite gesellschaft”
    mal ein wenig ausfüllen, konkretisieren könntest

    wenn es dann überzeugend auf mich wirkt schließ ich mich ja vielleicht dir an und lasse das Schnuppern an den Mülltonnen, wie du die konkrete Ausseinandersetzung mit sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen, politischen…Erscheinungsformen nennst.

  34. ant claus Says:

    Sage hier nur Macuse! und Krahl! – (Lesen bildet unbedingt!)-

    Mensch Claus, wat willste den nun? Hegemonie in der sog. Linken erringen(wozu?), beobachten wie es jeden Tag schlimmer wird, mit den sog. “deutschen” Verhältnissen oder einfach( Sic!) mit Genossen und Freunden anfangen(SIC!) die Verhältnisse umzuwerfen.

    Dann heißt es: aus der Praxis erwächst das Bedürfnis nach Theorie und aus der (richtigen?) Theorie wiederum die konkrete Praxis- nennt Mensch dann ein dialektisches Verhältnis zum Sein, welches sich in seinem konkreten Bewußtseinszustand wiederspiegelt.

    Das Problem ist doch nicht, dass im Kampf um die befreite Gesellschaft (nachlesen bei Macuse) Fehler gemacht werden oder das es einen falschen Kommunismus- (klingt nach einer subjektivistischen Vorstellung von Welt) begriff gibt. Der Fehler ist, dass nicht gekämpft wird und das statt dessen es einzig den systemimmanenten Klassenkampf von oben (da nützen leider nur sehr eingeschränkt linke Biotope) gibt.
    In diesem Sinne, irgendein Marxismus erscheint immer noch besser als gar keiner, ein solcher ist zumindest das einzige Werkzeug um die 11te Feuerbachthese (nachlesbar bei einem gewissen K.M.) wahr zu machen.

    Ein letzter Satz noch, bekämpft werden muss, will Mensch keinen ständig wiederkehrenden Abwehrkampf führen, vor allem die Grundlagen der Gesellschaft (verkneif mir hier Ausführungen zu Basis und Überbau). Das Wesen der kapitalistischen Ausbeutung muss angegriffen werden, daher führt auch das “bloße” festbeißen an Erscheinungsformen einzig in die Sozialdemokratie oder in occupydingensdas. Soll nicht heißen, dass der Abwehrkampf grundsätzlich falsch ist, nur kann er eben niemals den tatsächlichen Gegenstand der Kritik, die am grad herrschenden sog. “Schweinesystem”( ersetzen. Schönen Tach noch, Claus… hoffe es hat Dir geholfen…

  35. Qaumaneq Says:

    Naja, in Schwaben sind inzwischen statt Filbingernazis Ökofaschisten an der Macht und verhalten sich im Spitzelskandal ebenso widersinnig wie Obama zu Guantanamo. Das Regime erklärt dass es Simon Bromma deckt um Dritte zu schützen, spricht jedoch nicht aus dass es sich dabei um die Mörder von Stammheim handelt. Nach der Pseudo-Ausstieg aus dem Führerbunker abgelehnt wurde weil ein Ausstieg gewollt ist der auch tatsächlich raus führt, drohen die schwäbischen Ökofaschisten jetzt in einem sinnlosen Machtkampf gegen die politische Basis die Bäume zu fällen von deren Schatten sie leben. Selbst von denen die sie gewählt haben hielten viele sie nicht für derart selbstmörderisch.

    https://www.bei-abriss-aufstand.de/

  36. an-claus Says:

    Hier für Claus und ähnliche: ein Link zu Texten des Begründers der ursprünglichen Frankfurter Schule Georg Lukacs: http://entdinglichung.wordpress.com/2012/02/06/georg-lukacs-irland-und-knast/

    Karl Korsch ist ebenso unbedingt zu empfehlen: http://www.marxists.org/deutsch/archiv/korsch/index.htm

    Und dann sollte Abraham Leon gelesen werden: http://www.marxists.de/religion/leonde/index.htm

    na dann und vergesst nicht die praxis die der theorie fölgen muß…

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