Empfehlungen des Hauses

Besonders empfohlene Postings in diesem Blog

>>“Es wäre schon besser”, sagte Bob, “wenn es besser wäre. Das klingt immer so, als würde ich alles doof finden müssen. Aber es ist doch doof. Deutschland ist scheiße, die Krise hört nicht auf, die Leute werden immer stromlinienförmiger und langweiliger, keiner versteht mehr einen halbwegs komplexen Gedanken und die meisten verstehen nicht mal mehr ihre verdammte Textverarbeitungssoftware.”<<
Zur Dialektik von Dope und Mate

>>Eine Strategie zur Aufwertung der – angesichts ihrer Bedeutung für die Gegenwart paradox marginalisierten – geistigen Produktion bestünde demnach nicht so sehr im allseits beschrittenen Weg der Anpassung an Technik und Verwertbarkeit, sondern im Beharren auf den menschlich-qualitativen Möglichkeiten von starker Empirie und tiefer Analyse einerseits und dem politischen Vertreten der eigenen Ansprüche andererseits.<<
Was du nicht weißt, bringt dich um

>>Wir werden von der Geschichte nichts lernen, wenn wir sie etwas lehren wollen.<<
Geschichte ist keine Ausrede

>>Die gleiche Realität, nur 150 Mikrogramm weiter. Das steht in keinem Verhältnis. Das Nervensystem sagt: Okay, ich weiß, daß du kein Serotonin bist, aber ich nehm dich trotzdem. Ich liege mir auf der Lauer (…) Ist das noch eine zulässige Interpretation des Gesamtbildes oder rechne ich da schon was rein?<<
Acid Sushi Picknick und Acid Aftermath

>>Und es ist genau dieses “Wir machen uns die Musik, wie sie uns gefällt”, diese Absage an formale und stilistische Zwangsläufigkeiten, die Funktion des auftretenden Künstlers als lediglich besonders originelles Beispiel und seiner Musik als lediglich besonders wirkungsvolle Inspiration für die Selbstaneignung der Musik, was mich zu euphorischen Aufhebungs-Gleichnissen wie im Titel dieses Blogeintrags veranlaßt.<<
Breakcore ist das aufgelöste Rätsel der Musikgeschichte

>>Am Anfang war der Code. Und keiner wußte, was Gott damit sagen wollte. Also schickte Gott das Wort nach, das wurde begeistert aufgenommen und nun waren sich alle total sicher, daß sie es begriffen hätten. Sie vergaßen den Code und erzeugten gerade in unserem Landstrich immer längere Wörter, unüberschaubare Buchstabenketten, was die Sprache schon strukturell fremdenfeindlich machte. Wortungetüme wie Abschnittsbevollmächtigter bedeuteten nichts mehr über sich hinaus, sie waren eben kein Code, kein Verweis auf irgendwas, sie durften das gar nicht sein.<<
Don’t spread the word – Cut-up & Code!

>>Nach einem ganzen Buch über die “puren” Einbildungen im Laufe der Jahrhunderte könnte an dieser Stelle vielleicht auch die Frage aufkommen, welcher “Gemeinschaft der vermeintlich Wissenden” Wippermann sich zurechnet, wenn er sich “gegen den unwissenden Rest der Welt” wendet.<<
Wolfgang Wippermann, Agent des Guten und die Rezension zu “Agenten des Bösen”

>>Es ist exakt diese These, daß die Illuminaten hinter der Französischen Revolution stehen und mit ihr die globale Herrschaft Satans etablieren wollten, die als erstes die Bezeichnung “Verschwörungstheorie” trug.<<
Kleine Artikelreihe über die Illuminaten: Intention und EntstehungAusbreitung und KriseVerbot und RadikalisierungArrivieren und Nachwirken

>>Die Aufgabe: trotz der bekannten Inkompatibilität von Spanien und Trampen von Valencia nach London zu kommen. Vermutete Reisedauer: wenigstens zwei Tage in Spanien, danach ein bis zwei Tage für den Rest der Strecke.<<
Trampen während der Fußball-WM: Brasilien – Ghana

>>Matthias dachte nach. Kleinlaut sagte er schließlich: “Ich kann einfach nicht mehr auseinanderhalten, wer auf welcher Seite steht. Auch bei euch, meinen Freunden, bin ich mir nie wirklich gewiß, wie ernst es mit den Parolen von Freiheit, Revolution und Aufklärung ist. Ich suche euch zu provozieren, um mir Gewißheit zu verschaffen. Denn ich bin tatsächlich auf euch angewiesen. Ohne eure Unterstützung flöge ich auf oder müßte mittellos dem Abstieg entgegensehen. Es ist, als hätten sich die guten Ideen von einst gegen uns gewandt, zumindest gegen mich. Nicht nur die Spitzel künden von Enttarnung. Ihr wißt, daß es uns einst darum ging, Licht ins Dunkel zu bringen, alles sichtbar zu machen. Nun gibt es einflußreiche Berater, die neue Gebäude entwerfen, in denen jeder Winkel überwacht werden kann. Sie sagen, der aufgeklärte Staat, den wir ja nun haben, hat das Recht, von allen jederzeit Auskunft und Rechenschaft zu verlangen.”<<
Sex, Lügen und Überwachung. Zeitzeugen packen aus

>>Während in anderen (Super-)Helden-Storys ein Outcast oder hauptberuflicher Held die gesellschaftliche Elite an ihre vermeintliche Verantwortung ermahnt, zieht Bruce Wayne selbst los, um den schönen Kapitalismus, den er als eine der reichsten und mächtigsten Personen der Welt verkörpert und prägt, von all dem zu befreien, was seiner Meinung nach nicht dazu gehört: Verbrechen und Korruption. Er versteht nicht, warum er die Welt einfach nicht sauber bekommt: “I was meant to inspire good, not madness, not death.”<<
The Dark Knight – Asymmetrischer Konflikt Batman vs. Joker

>>Könnte es sein, daß im GSP die Arbeitermacht deshalb so unproblematisch erscheint, weil es eine grundsätzliche Sorglosigkeit bezüglich der Macht gibt? Müßte nicht aber bei Hegelianern das Neue auch schon im Alten wohnen, das Alte – aufgehoben dann – im Neuen?<<
Gegenstandpunkt vs. Michael Heinrich

>>In Ermangelung einer nennenswerten Bewegung, die das Kapitalverhältnis positiv aufheben wollte und könnte, stellt die Organisation der Überflüssigen, im modischen Jargon: der Prekären, neben wackligen Verbündeten wie den religiösen Moralisten den einzigen Schutz dar vor denjenigen, die sie wegen des “Sparzwangs” als Kostenfaktor einsparen möchten und denjenigen, die diese Logik mit dem Baseballschläger exekutieren.<<
Sie sind unter uns

>>Über die Pfälzer, damals berühmt für ihre militärischen Leistungen unter Gustav Adolph und für ihren sprichwörtlichen Fleiß, schrieb der große Jonathan Swift, als wäre er der Udo Ulfkotte seiner Tage gewesen, ihnen wären “Handel und Handwerk fremd, sie zögen es stattdessen vor zu betteln.” Schlimmer noch: Sie schickten ihre Frauen zum Betteln vor.<<
Deutsche Scheinasylanten

>>Daraus ist leider nicht viel mehr abzulesen, als daß es heute ebenfalls nicht “an der Zeit” ist, was daran liegen kann, daß der Wohlfahrtsstaat zwar eine denkbare günstige Voraussetzung darstellt, in ihm aber auch gegenläufige Prozesse wirken; oder daran, daß dieser Wohlfahrtsstaat bröckelt und in Teilen der Welt sich nie entfaltet hat; oder daran, daß unter Kommunismus allgemein das verstanden wird, was im Laufe des vergangenen Jahrhunderts unter dieser Überschrift an Praxis zu besichtigen war; oder daran, daß diejenigen, die wichtige theoretische Teile des Problems in der Hand halten, sich untereinander wie die letzten Idioten an Rechthaberei zu übertreffen suchen; oder an einer Kombination mehrerer dieser Faktoren.<<
Lenin, 1917 und die Demokratie

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