Hoffentlich abschreckende Karriere

November 12th, 2006

Jürgen Elsässer findet sich mittlerweile auf einer extrem-rechten Schweizer Veranstaltung und als Interviewpartner in einer französischen Nazizeitung. Wie ist er dorthin gelangt? Habe ich den nicht noch lange gut gefunden? “Der rechte Rand” beschreibt das ganz gut:

>>„Mein Gott, Jürgen!“, seufzten bald manche, die ihn ein Stück seines kurvenreichen Weges begleitet hatten. Diejenigen, die seine Kritik am NATO-Angriffskrieg auf Rest-Jugoslawien geteilt hatten, zuckten zusammen, wenn sie nunmehr seine Rechtfertigungen der Politik Slobodan Milosevics oder die völkischen Positionsnahmen gegen Albaner lasen. Jene, die mit ihm gemeinsam vor den antisemitischen Konnotationen eines unreflektierten Antiamerikanismus gewarnt hatten, wandten sich entsetzt ab, wenn er nunmehr anlässlich des faktischen Bündnisses der slowakischen Sozialdemokraten mit der zur extremen Rechten zählenden Slowakischen Nationalpartei (SNS) verkündete: „Zum ersten Mal seit der kapitalistischen Wende 1989/90 kommt in Donald Rumsfelds ‚neuem’ Europa eine politische Kraft ans Ruder, die mit dem Neoliberalismus brechen will.“<<Elsässer auf dem Titel von

Fürs Entschwörungs-Archiv liefert Elsässer aber weiterhin Stoff:

>>Am Morgen des berühmten 11. September habe es einen Attentatsversuch auf George W. Bush gegeben. Der Präsident habe sich deshalb den ganzen Tag in einem unterirdischen Bunker verstecken müssen und habe nicht nach Washington zurückkehren können. Für die geistigen Urheber des Attentats fehlt Elsässer vorsichtshalber den Konjunktiv. Es sollen „Cheney & Co.“ Gewesen sein.<<

3 Responses to “Hoffentlich abschreckende Karriere”

  1. Rebbeka Says:

    Hallo Dani, schon sooooo lange nichts mehr von Dir gehört, hab endlich dein Blog gefunden und Dir auch gleich ein nettes kleines Stöckchen aufgelesen.
    http://rebbeka.wordpress.com/2006/11/13/stockchen-20/

  2. abdel kader Says:

    “Diejenigen, die seine Kritik am NATO-Angriffskrieg auf Rest-Jugoslawien geteilt hatten, zuckten zusammen, wenn sie nunmehr seine Rechtfertigungen der Politik Slobodan Milosevics oder die völkischen Positionsnahmen gegen Albaner lasen.”

    Da bist du wahrscheinlich der erste Antideutsche, der das kritisiert (durch zustimmendes Zitieren).

  3. classless Says:

    Schlimm genug. (Wenn’s stimmt.)

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