Kein Datenspuren-Mitschnitt

June 27th, 2008

Alldieweil wohl nicht alle hier auch die Kommentare lesen, ein kleines Update zur Datenspuren-Situation:

Wie in dieser Pentaradio-Sendung zu erfahren ist (um Minute 46), scheint der Mitschnitt meines Datenspuren-Vortrags verschwunden zu sein.

Wer – wie ein besonders engagierter Leser – auf die Aufzeichnung gewartet hat, um endlich meine Kritik Punkt für Punkt widerlegen oder kommentieren zu können, sei einfach auf die bisherigen Mitschnitte verwiesen, vor allem auf den des Ausgangsvortrags während des Chaos-Kongresses in der c-base. Der ist auch bei Plomlompom recht gründlich besprochen worden. Am Dresdner Vortrag war eigentlich nur dieses Zitat aus der ‘konkret’ neu, ich hab vielleicht ein oder zwei Disclaimer weggelassen und etwas schneller gesprochen. Ansonsten ist das schon der gleiche Vortrag.

Ich bin gespannt auf die Erwiderungen.

5 Responses to “Kein Datenspuren-Mitschnitt”

  1. Tom Fancy Says:

    Hab mir grad den Mitschnitt rein gezogen und bin für mich auf ein, zwei kritische Punkte gestoßen. Ich maße mir mal diese hier zu formulieren. Aber die viel größere Anmaßung wird sein, dass ich die Duzform benutzen werde.
    Aber erst mal eins vorweg: Ich hab mich köstlich amüsiert über von der an Deiner Person geäußerten Kritik. Besonders hervorheben möcht die hier:
    “# janna Says:
    June 9th, 2008 at 3:12 pm

    Die vom CCC hatten völlig recht, belanglos uninteressanter Blödsinn. Natürlich ist es nicht die Stasi, na und wayne interessierts. Auf der anderen Seite kann ich die Aufregung auch wieder nicht verstehen, schließlich bist du doch immer als Politclown zur Abendunterhaltung eingeladen worden. Das soll halt den Pöbel bespaßen, ernst nehmen braucht man das nicht.

    Was ich bewundernswert an der ganzen Sache finde, ist die Tatsache, dass du es schaffst, von dem antideutschen Szenepöbel zu leben, da scheint doch mehr Potential dazu sein als gedacht. Vielleicht sollte ich auch mal eine Weile mit nem Israelhammer rumlaufen, und anfangen irgendwelche Bücher zu schreiben. Was drin steht ist ja offensichtlich egal, hauptsache ich mache genug Werbeversanstaltungen dafür und verkaufe es als den letzten intellektuellen Schrei. Lesen oder gar verstehen, kann das von denen sowieso keiner, reicht ja auch aus, dasse die Kohle abdrücken. Dann nur noch ein bißchen Kommunismusgegröhle mit Elektrosounds unterlegen und schon bekomme ich bestimmt auch meinen eigenen Wikipedia-Beitrag.”

    Die Leute widersprechen sich doch selbst. denn eigentlich gibt es von “uns” AD´s nur ganz wenige und dann könntest Du von “uns” nicht leben. Aber wahrscheinlich denken die, dass man dich immer als einen Hampelmann einlädt und das “wir” Deine Bücher gleich zehnmal kaufen, damit wir über ein Exemplar dekadent Kaffee schütten können, dass andere kommt unangerührt in unsere Spießig eingerichtete Wohnung und die anderen verschenken wir an Infoläden und Bibliotheken, um dort eine Dominanz antideutscher Thesen zu schaffen.
    Aber, dass die Jungs vom CCC privat ein heiden Geld machen (ich hab einen der alten Kader in der Familie) wird nirgends erwähnt. Ist ja eigentlich auch egal. Die Jungs machen ja eine grundsätzlich zu befürwortende Arbeit. Und das man das Kapital nicht dadurch bekämpft, in dem man Besitzende persönlich diffamiert, steht schon bei Marx.
    So, zurück zum Thema:

    Bei der Kritik zu “Stasi 2.0″ geht die Argumentation am Ziel vorbei. Denn einmal, wenn ich z. B. für mich jeden Demoslogan auf die Goldwaage legen würde, würde ich nur noch still auf etwa einer Demo im Jahr teilnehmen können, da ich mich auf den unzähligen Anderen wegen meiner persönlichen Einstellung nicht wohl fühle. Weiter find ich den Begriff doch noch einiger Massen gut gewählt, da er doch eine gewisse Balance aus Provokation, was BND, VS oder NSA aus Gründen von Unwissenheit vieler nicht erfüllen würden(ja, ich weis ich bleib hier auf der eigentlich zu kritisierenden Geheimdienstschiene, denn sind es denn nicht eigentlich Arbeitgeber, Werbefirmen, Unterhaltungsindustrie usw. die an gesammelten Daten interessiert sind?), und politischer Korrektheit. Bei Kürzeln wie CIA, KGB und GeStapo wären wir beide (ich unterstell Dir das mal) doch vollkommen ins Würgen gekommen.
    Und Deine Kritik, dass die Stasi doch mit vollkommen anderen Mitteln gearbeitet hat, wird doch durch das 2.0 meiner Meinung nach aufgehoben. Ich find auch den Bezug, der hier zum Web gestellt wird, sehr gelungen. Und es wird doch gerade darauf aufmerksam gemacht, dass man im Web nicht alles von sich preisgibt, da eigentlich alles von einem irgendwo gespeichert wird. In der DDR (so denk ich zumindest, kann falsch sein!) war es den Leuten wenigstens bewusst, aber heutzutage erzählt doch der Klassenlehrer meiner kleinen Schwester ihre Daten bei SchülerVz seien sicher.
    Du nimmst auch Bezug auf das Bedrohungsargument durch den Terrorismus Schäubles, Aber gerade ein Staat, oder besser ausgedrückt, eine Gesellschaft sollte sich doch nicht aufgrund beschissener Terroristen selbst in den Werten beschneiden, die sie eigentlich auszeichnet.
    Ich weis, dass dies ein wenig von Deinem Vortrag abweicht und du eher Argumente entkräften willst, wie, dass der ADAC, die Zigarettenmafia, oder die Rüstungslobby doch weit aus gefährlicher sind als al quaida. In den Punkten muss ich Dir Recht geben. Nur find ich ein drauf beharren, dass wir in Deutschland ja keine Protestkultur haben, aber die Iren, die kriegen das hin, dass sind noch welche, nicht Aussagekräftiger, eher noch bescheuerter.
    Vielleicht kriegen die Iren das ja hin, weil sie Erzkatholisch sind und alle Jesus im Kopf haben, wie er sagt:” Der, der ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.” Mit Jesus zu kommen, wäre ja auch ne Lösung gegen das deutsche Denunziantentum, worauf Du am Ende Bezug nimmst.

  2. Oona Says:

    Ähem, ‘die Jungs vom CCC’ sind teilweise auch Frauen.

  3. classless Says:

    @Tom
    Das mit dem Kaffee ist lustig.

    Die Iren waren ja weniger als Vorbild denn als Beispiel gedacht. Soviele gibt’s ja auch nicht.

    Ich bleibe dabei, daß die Einebnung von Unterschieden zwischen gesellschaftlichen Verfassungen und Situationen gefährlich sein kann und in vielen Fällen mehr Ohnmacht als Empörung hervorruft.

  4. Gehirnschnecke Says:

    @ classless

    Wie jetzt? Ist Stalin nicht so schlimm wie Hitler? ;-)

  5. godforgivesbigots Says:

    Was es nicht alles gibt… Steinigung von mp3-Dateien.

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