Datenspuren Nachlese/Thema für den Kongreß

June 11th, 2008

Es gibt eine Stellungnahme eines der Veranstaltenden, der mich eingeladen hatte:

>>Die CCC-Sprecher haben seit der Vorbereitung auf den 24C3 massiv versäumt, öffentlich in irgendeiner Form Stellung zu nehmen und die Kritikpunkte inhaltlich zu widerlegen. Man hätte auch sagen können: Das betrifft uns nicht, wir arbeiten ganz anders, nämlich folgendermaßen, und hierfür sind wir gar nicht verantwortlich, sondern der AK, und ja, wir wollen hier keine militante Revolution, Pech gehabt. Ich kenne Kulla schon länger als zwar provokativen, aber meistens gesprächsbereiten und vor allem chaoscompatiblen Menschen. Da wäre deutlich mehr drin gewesen als dieses merkwürdig gehemmte Matschwerfen (…)
Die Aussage, dass Kritik nur üben darf, wer selber mitmacht, ist undemokratisch.
<<

Und einen kurzen Bericht eines Zuschauers:

>>Durch Zwischenrufe und in der Diskussion nach dem Vortrag wurde klar, dass Kritik an Slogan und Form (…) nur intern stattfinden sollte, um niemanden zu verunsichern.<<

Fefe freut sich wiederum auf den Chaos-Kongreß:

>>Der Herr Kulla hat sich offenbar bei den Datenspuren hinreichend unbeliebt gemacht, dass wir wieder einen Slot frei haben für den Fnordrückblick.<<

Wenn ich mir das alles so anschaue, gefällt mir die Idee, auf dem Kongreß einen Vortrag über das Snafu-Prinzip zu halten, immer besser.

(Mitschnitt des Datenspuren-Vortrags wird hier zu finden sein; allerdings gibt es auch schon andere Mitschnitte, z.B. den vom ersten Vortrag in der c-base während des letzten Kongresses.)

104 Responses to “Datenspuren Nachlese/Thema für den Kongreß”

  1. posiputt Says:

    der apfel (hihi) faellt nicht weit vom stamm.

    da muss der apfel einige masse gehabt haben, um den ganzen stamm durchzuschuetteln.

    und wenn fuer den snafu-vortrag kein slot mehr frei sein sollte, gehts bestimmt wieder in der cbase

  2. Pablo Says:

    Viel Wind um nichts, deine Spezialität nicht wahr? Bleib lieber beim Weltraumkommunismus, das hat wenigstens Unterhaltungswert. Es gibt nichts Peinlicheres als ein Politclown der sich ernsthaft für wichtig hält.

    “Die Situation ist hoffnungslos, aber nicht ernst.”

  3. philip Says:

    die absurdität des ganzen übt eine interessante ekelfaszination aus.

    du zeigst ja auf die richtigen stellen. nur leider schauen viele lieber den finger an, als wohin er zeigt.

  4. sophie Says:

    die antwort steht schon oben, irgendwie glauben hier einige tatsächlich, dass sich der ccc für irgendwelche kommunismusheinis und ihre verschrobenen vorstellungen interessieren müsste, dem ist aber offensichtlich nicht so, selbstverständlich wird dann der finger mit befremden aufgenommen, ich glaube kaum, dass das beim ak anders ist

  5. Gehirnschnecke Says:

    @ Sophie

    Ja, eine Gesellschaft der Freien und Gleichen – Kommunismus also – das können ja nur verschrobene “Heinis” wollen. Brrrrr.

    Wie bist Du eigentlich an Deine Produktionsmittel gelangt? Ehrlich ererbt? Ich hätte auch gerne so viel Glück in der Klassenlotterie (bald: Kastenlotterie) gehabt.

  6. sophie Says:

    ich will auf jeden fall nicht in einer gesellschaft enden, in der typen wie du was zu melden haben, du bist doch jetzt schon gleicher

    abgesehen davon, dass du eh nur davon faselst mit der gewissheit, dass es sowieso nie eintritt, da ist es bequem immer der besonders radikale zu sein, nur hilft das im hier und jetzt kein stück weiter

  7. Gehirnschnecke Says:

    @ Sophie

    Wie kommst Du zu dem Schluss, dass ich was zu melden haben will? Dass ich als Bürgersöhnchen jetzt tatsächlich schon “gleicher” bin als viele, sehe ich ja durchaus – ich wäre ja aber durchaus bereit darauf zu verzichten (natürlich nicht JETZT – “Dummheit” hilft einem in keiner Gesellschaft weiter, am wenigsten im Kapitalismus). Was wäre Deine Vorschlag?

    Zudem sehe ich micht nicht als “radikal”. Und dass schlaue (?) Theorien den Verarschten und Angeschissenen auf der Welt nicht weiterhelfen, ist auch mir klar. Nur helfen denen KEINE Theorien auch nicht weiter. Ich vermute sogar, dass wir uns nicht mal so unähnlich sind (es sei denn Du gehörst zu den Menschen, die “zurück” zu irgendwas wollen – sei es “Scholle”, “Volksgemeinschaft” oder anderer Unsinn) wenn es um praktische Arbeit geht.

    Viele Reformvorhaben und der Widerstand etwa gegen die Vorratsdatenspeicherung finden ja auch meine Unterstützung, schließlich muss ich ja auch im hier und jetzt (über)leben. Dass Du eventuell eine andere Gesellschaft haben willst als ich, ist ja an sich kein Problem. Auch dafür kennt die Demokratie Lösungen.

  8. Fefe Says:

    Das Kommentarsystem bei haltetdenbeat.de ist kaputt (500 internal server error beim captcha-bild), daher poste ich das hier:

    Wir (der CCC) stellen uns der Diskussion nicht? Was ist das denn bitte für ein Blödsinn? Der ganze Congress ist eine einzige große Diskussion, wir hatten nach allen Veranstaltungen kontroverse Diskussionen, insbesondere nach “We Lost The War” und Nachfolgern. Und, das möchte ich mal hervorheben, wir haben den Kulla seit Jahren auf dem Congress seine Show abziehen lassen. Gegen meinen Wunsch, das möchte ich betonen.

    Aber irgendwann ist dann auch genug. Wenn ein Betonkopf-Wessi den Ossis erklärt, die Stasi sei doch nicht so schlimm gewesen und habe lediglich den Charakter von Neighborhood Watch gehabt, dann ist Ende mit der guten Laune. (So ist mir das von Augenzeugen von den Datenspuren berichtet worden, ich war im Ausland und konnte nicht da sein).

    Der CCC hat in den letzten Jahren phänomenale Pressearbeit geleistet, das hat uns teilweise sogar selber überrascht, wie professionell und erfolgreich wir waren. Und dann kommt Herr Kulla und will uns erklären, dass unsere Pressearbeit Scheiße ist? Ich muß hier nicht unsportlich werden und Kullas Pressearbeit beleuchten.

    Wenn der Kulla seine persönliche Meinung äußern will, kann er das tun. Er kann auch gerne zum Congress kommen. und sie dort äußern. Aber wir müssen ihm nicht noch ein Podest hinstellen.

    Und niemand redet euch rein, wenn ihr da in Dresden euer Ding macht. Laden ihr den ruhig weiter ein. Aber auf unserem Hauskongress haben wir dann doch lieber konstruktive Kritik als unflätiges Rumgefurze von jemandem, der von den inhaltlichen Punkten offensichtlich weniger Ahnung hat als wir. Der Mann hat weder Kommunismus noch die Stasi je von nahem gesehen, und von Pressearbeit versteht selbst mein Friseur mehr als er.

    Und ad “Reichstagsbrand-Fefe”: von euch ganzen Profi-Diskutanten hatte bisher noch niemand genug Arsch in der Hose, um mir mal ins Gesicht zu sagen, dass ihr mein Schild doof fandet, oder warum ihr mein Schild doof fandet. Nicht mal eine Email von euch habe ich gekriegt dazu! Solange ihr das nicht hinkriegt, interessiert mich eure Kritik an unserem Diskussionsstil nicht. Heckenschützen können mir mal gestohlen bleiben.

  9. Gehirnschnecke Says:

    Das in der DDR war also Kommunismus?

    Interessant.

  10. posiputt Says:

    … hab ich das falsch im kopf, oder ist “betonkopf-wessi” tatsaechlich in der ddr aufgewachsen?

    … oder war garnicht der betreiber dieses blogs gemeint?

    … und warum mosern hier schon wieder alle rum? wird das hier das neue heiseforum?

    ich schlage folgendes vor: schnauze jetzt :)
    weil das hier ist: nein nein, nicht der kommunismus.

  11. Dirk Says:

    @Gehirnschnecke

    Dieses Wort “Kommunismus” ist ja wirklich so ausgeleiert. Es wird auch nicht besser davon, indem man sagt, dass es ihn nie gegeben hat und ihn am Ende so definiert, dass es die Gesellschaftsordnung ist, in der es allen gut geht. Vielleicht ist dieser Ansatz nicht zielführend. Das ist mit dem Begriff Gott ganz gleich. Alles Gute wird darauf projeziert und am Ende vergisst man irgendwo, dass die Gesellschaft im Gesamten nicht mit solch einfachen Begriffen erfasst werden kann. Ich meine, man kann noch nicht mal genau genug hinschauen, um es wirklich zu erkennen was abläuft, geschweige denn einen Masterplan ersinnen.

    Statt ewig diese Sachen zu zitieren fände ich es zielführender praktische Patterns zu haben, die ein einzelner Mensch umsetzen kann ohne auf die Masse zu warten bzw. übermäßig auf sie angewiesen zu sein. Wie schafft man es als einzelner einen alternativen Weg zu praktizieren (der vielleicht auch andere einlädt statt zu prellen). Wie findet man diesen Weg ohne auf den Kommunismus zu warten oder darauf das mein kastenbegünstigter Nachbar mir seine Produktionsmittel überreicht? Ich denke je mehr man in solchen Konzepten denkt um so mehr wird man auch durch diese bestimmt. Versuche doch einfach mal nicht in Produktionsmitteln zu denken sondern Deinen Geist von diesen Konzepten (wenn auch nur temporär) zu leeren und dann mal denken. Das ist natürlich echt schwer. ;-)

    Viel Spass im Wahnsinn des Lebens, welches eine Garantie auf Widerspruch bereithält aber keine Garantie auf Sicherheit.

  12. philip Says:

    irgendwie passt das aktuell auch: http://www.boingboing.net/2008/06/11/sabotage-manual-from.html

  13. Gehirnschnecke Says:

    @ Dirk

    Der Begriff “Kommunsimus” ist aber immerhin besser definiert als die Worthülse “Freiheit” etwa. Aber man könnte ihn ja auch gerne hier ein wenig diskutieren, wenn Dir danach wäre. Für mich bedeutet “Kommunismus” eigentlich das Ender der Herrschaft der Dinge, der Zeitpunkt an dem der Irrsin in Form von Profit aufhört die Menschen zu regieren und diese dies selbst in die Hand nehmen. DAS in der DDR verwirklicht zu sehen, ist nun wirklich dreist – und solch einen Unsinn behauptete ja nicht mal der irre Chrustschow. Das “Absteberben des Staates” wurde in den “realen Sozialismen” ja immer auf später vertagt. Die ewig platte Gleichsetzung mit dem eingebildeten Freund zwischen den Wolken trifft natürlich wie immer ganz und gar nicht zu. Die Analyse des Kapitalismus ist wissenschaftlich – Wissenschaft lässt Planung zu – Religion schließt Wissenschaft aus.

    “Zielführende Patterns” – ich denke, Du willst, dass die Menschen Biozeug futtern, Fairtrade sachen kaufen, usw. Das hilft nur leider alles nicht viel (natürlich mach es dennoch – denn wenig ist immer noch mehr als nichts).

    Meinen Geist leere ich mindestens einmal täglich von sämtlichen politischen Konzepten. Es gibt ja auch noch Kunst, Sex, Bier, Sport, Literatur…

    Mein Leben macht mir also Spaß (vielleicht auch, weil ich sauertöpfische Askesemarxisten meide) – ohne den ekligen Widerspruch den bürgerliches Ideal und kapitalistische Realität täglich produzieren, würde es aber NOCH viel mehr Spaß machen. Und – HEY – der ganze Politkrempel macht mir ja auch Spaß!

    Von “Sicherheit” hab ich zudem nie etwas getippt.

  14. Mr. T Says:

    Wenn dir dein Leben Spaß macht, was willst du dann vom Kommunismus? Nur aus Angst vor islamistischen Mordbuben?

    Allerdings würdest du nicht krampfhaft versuchen, ständig das letzte Wort in lebensfernen Diskussionen zu haben, wenn dir das Leben wirklich Spaß machen würde.

  15. Gehirnschnecke Says:

    Mein Leben macht mir also Spaß (vielleicht auch, weil ich sauertöpfische Askesemarxisten meide) – ohne den ekligen Widerspruch den bürgerliches Ideal und kapitalistische Realität täglich produzieren, würde es aber NOCH viel mehr Spaß machen. Und – HEY – der ganze Politkrempel macht mir ja auch Spaß!

  16. posiputt Says:

    vielleicht wirkt das jetzt cyber-altklug, aber…

    don’t feed the trolls!

    andererseit: was wuerde dann aus all der schoenen zwietracht?

  17. gnom Says:

    @posiputt
    So einfach wird man den Kulla aber nicht los.

  18. posiputt Says:

    gnom: haett ich mich in beamtendeutsch ausgedrueckt, waer sichergestellt gewesen, dass ich nicht auf diese weise missverstanden werde. einerseits, weil es saemtliche theoretisch moeglichen faelle des missverstandenwerdens aufgegriffen und behandelt haette; andererseits, weils dann niemand gelesen haette.

    eigentlich richtete sich doch die cyber-altklug-attacke gegen die leute, die hier so ueberaus unsubtile trollkommentare hinterlassen (erkennbar an den als vorwurf benutzten worten “kommunist” und “antideutsch” und so). die sollten alle mal den folgenden schoenen text lesen: http://www.urban75.com/Mag/troll.html

  19. w Says:

    haha, keine ahnung um was es geht, but it’s entertaining
    :)

    fefe klingt wie die vorsitzenden von briefmarkensammlervereinen, die unbesehens nach 20jähriger unbestrittener leitung der sektion buxtehude plötzlich ihren status als leithammel in gefahr sehen – und das durch einen fremden, einem fremden, der nicht von hier ist (ein ossi, der wie ein wessi redet, oder vice versa). und von solchen störenfrieden sollte man doch sein schön eigenheim reinhalten –
    klassische ausmistphantasien eines autoritären charakters also incl. des bekannten effizienzargumentes: wir sind soo professionell, wir sind soo erfolgreich, wir haben die massen hinter uns – wer sich der eigenen qualitäten nicht sicher ist, muss eben mit dem pfund der quantitäten wuchern.

    weitermachen, bitte!

  20. gnom Says:

    @posiputt
    Der Text lässt sich wunderbar auf dich anwenden. Wenn man will kann man alles als Trollen abtun. Kulla hat das Trollen zur Perfektion getrieben, und zwar offline wie online.

    Waiting ist maximal ein average troll, das ist viel zu lahm und offensichtlich.

  21. Gehirnschnecke Says:

    @ gnom

    Was ist man wohl, wenn man im Blog eines “Trolls” postet?

  22. classless Says:

    @gnom
    “Kulla hat das Trollen zur Perfektion getrieben, und zwar offline wie online.”

    :-)

    @Fefe
    “Wenn der Kulla seine persönliche Meinung äußern will, kann er das tun.”

    Das ist lieb, daß du mir das erlaubst.

    “Und niemand redet euch rein, wenn ihr da in Dresden euer Ding macht. Laden ihr den ruhig weiter ein. Aber auf unserem Hauskongress haben wir dann doch lieber konstruktive Kritik als…”

    Den Karlsruhern, Freiburgern, Tübingern, Stuttgartern und der c-base hättet ihr dann sicher auch nicht reinreden wollen, oder? Und wer seid überhaupt “ihr”, wenn die sich alle auch zum Chaos zählen? Ist das vielleicht gar nicht bloß “euer” Hauskongreß, sondern auch “ihrer”? Oder haben die dann alle nichts mehr dort zu suchen?

    Noch mal kurz allgemein zum Troll-Vorwurf: Ich habe meine Sprechposition im Chaos-Umfeld höchstwahrscheinlich meinen anderen substanzlosen Beiträgen zu Wau, zu Wilson und zur Entschwörungstheorie, außerdem den explizit als Spektakel inszenierten Debattenshows mit Oona zu verdanken. Im Falle dieses Themas habe ich betont, als Außenstehender mit Kritik zu üben UND Kritik zu bündeln, die es zusätzlich innerhalb und außerhalb des Chaos an der Kampagne gab und gibt. Wer das jetzt vollständig als substanzlos wegwischt, tut mir nicht sonderlich weh, auch wenn ich es schade finde – er muß nur damit rechnen, daß er diejenigen, die die Kritik teilen, grundlos verprellt.

    Als Troll von den Steinen leben, die mir hingeworfen oder aufgebröselt werden… Then again, I still have to feed myself. Trotzdem seltsam, daß ich “Betonkopf-Wessi” den Westen erst mit 12 überhaupt mal live erlebt und erst ab etwa 22 häufiger besichtigt habe…

    Die Befürchtung, daß das hier zu einer Sektion des Heise-Forums mutiert, kann ich zerstreuen. Nach manchen Demos sieht’s hier auch aus wie bei Indymedia, aber das gibt sich meist wieder, sobald dann alle thematischen Trittbrettfahrer damit fertig sind, anonym mitzuteilen, daß sie mich für einen Trittbettfahrer aus dem Off halten.

  23. gnom Says:

    Das geht zwar vom Thema ein wenig weg, aber es scheint mir doch wichtig zu sein.

    @classless und Co
    Glaubt ihr tatsächlich mit euren Beiträgen irgend etwas gegen die voranschreitende Regression in Deutschland zu erreichen? Nichts gegen Diskussion und Kritik in der Linken, aber wo bleibt das Engagement in der Gesellschaft?

    @alle
    Da ich mir die Antworten der Kulla-Fraktion schon vorstellen kann, gleich noch eine Frage hinterher. Was ist die bessere Alternative für die Zukunft? Sollte man sich gleich der NPD anschließen (ich weiß keine Option für Juden oder islamistische Mordbuben) oder auswandern (wohin?)?

  24. posiputt Says:

    urspruenglich wollt ich garnicht sagen, dass classless der nicht zu fuetternde troll sei, aber eigentlich passts doch ganz gut. dann gehts aber wieder um die definition, und wenn man den troll als diskordier versteht, was ich fuer naheliegend halte, dann passts doch wieder.

    gnom: ich persoenlich hab ja immer das problem, festzustellen, wie wirksames engagement aussehen soll. demos? ladendiebstahl? straszentheater?

  25. gnom Says:

    Meiner Meinung nach alles falsch. Ladendiebstahl bringt einem vielleicht selbst was, wenn man darin gut ist, Das ist aber kein gesellschaftliches Engagement. Demos und Straszentheater sind symbolische Aktionen deren Wirkung eher beschränkt ist und niemandem konkret was bringen.

  26. Gehirnschnecke Says:

    @ gnom

    Wenn man Kant glauben mag, kann man in der Natur auch nur das wahrnehmen, was man vorher in sie hineingedacht hat. Somit sind Philosophie und Streit natürlich schon wichtig. Der bürgerliche Staat etwa ist ohne Hobbes “Der Mensch ist den Menschen Wolf” undenkbar.

    Alleine durch Internetgetippe wird man keine andere Wahrnehmung bei der Masse der Menschen erreichen, da erzählst Du niemandem etwas neues. Nur ist das ja auch Grund dafür es sein zu lassen. Was versprichst DU dir denn etwa davon?

    Die politische PRAXIS spielt hier selbstredend keine Rolle. Wie sollte sie es auch? Hier stehen ja nur Worte.

    Du bemängelst, dass beschränkte Aktionen beschränkte Erfolge (oder keine) bringen. Das mag sein – nur ist die Frage, was die Alternative wäre? Nix tun und Grün wählen? Natürlich dürfen (ja müssen) diese Aktionen im konkreten Fall dann auch (etwa HIER) besprochen und bewertet werden dürfen. Dass momentan wohl eher keine Weltrevoltuion möglich ist (die Du, wenn ich Dich recht verstehe auch nicht willst), ist ja auch keine so neue Erkenntnis.

    Und zum Schluss: Ich gehöre sicher nicht zur Kulla-Fraktion.

  27. gnom Says:

    Wie siehts denn ganz allgemein mit ehrenamtlicher Arbeit an der Basis aus? Das ist viel mühsamer, man wird dadurch nicht berühmt, aber es kann langfristig viel mehr bringen, weil man sinnvolle Arbeit leistet, dabei Strukturen aufbaut und einen Draht zu den Leuten bekommt, den keine Pressearbeit der Welt ersetzen kann.

  28. Gehirnschnecke Says:

    @ gnom

    Da kann ich Dir nur Recht geben. Nur schließt das ja weitergehende theoretische Arbeit nicht aus. Im Gegenteil!

  29. Says:

    “die Stasi sei doch nicht so schlimm gewesen und habe lediglich den Charakter von Neighborhood Watch gehabt, dann ist Ende mit der guten Laune. (So ist mir das von Augenzeugen von den Datenspuren berichtet worden, ich war im Ausland und konnte nicht da sein).”

    öhm. seh ich das falsch oder ist kullas position irgendwie sowas wie das GEGENTEIL davon und er kritisiert die verwendung des stasibegriffs für den viel harmloseren zustand heutzutage. hab ich das falsch verstanden?

  30. Einmischung Says:

    Ja, das sieht ja mal nach Einigkeit aus jetzt ;-) :-D
    Aber was ich nicht verstehe: Der CCC macht doch bereits beides, also Basisarbeit UND weitergehende Auseinandersetzung. Da kann ich fefe nur zustimmen: Wer, wenn nicht der CCC basiert derart auf gemeinsamer diskursiver Auseinandersetzung? Von so viel “Basisdemokratie”, gerade in der inhaltlichen Ausrichtung, kann doch jede andere linke Orga nur träumen!
    Und wenn der Kulla für sich reklamiert, auch “seine” CCC-Leute hinter sich zu haben: Nun, Antideutsche gibts halt offenbar auch beim bzw. im Umfeld des CCC. Das heißt ja aber nicht gleich, dass sie deshalb der CCC sind. Nein anders, der CCC ist, und das finde ich eigentlich das Schöne, so offen für alle Theorien, dass auch so etwas seinen Platz hat. Die Frage ist nur, ob das antideutsche Sektierertum nicht seinerseits irgendwann den CCC zu torpedieren sucht. Von daher kann ich es gut verstehen, dass irgendwann die Alarmglocken anschlagen und der kulla sich nach so einem Vortrag auch mal ein paar Takte anzuhören hat.
    Im übrigen zeigt sich hier auch schön die verdrehte Wahrnehmung: Während für Einige, der Fels in der Brandung natürlich Recht haben muss (bei den Nazis heißt das: “Alles Gute steht im Sturm”), gilt für das Normalempfinden weiterhin: Wer sein Fett abkriegt, hat sich halt einfach mal unbeliebt gemacht… Und sich bei CCC’lern unbeliebt zu machen, nun, ich stelle mir das schwer vor, Nerds haben viel Geduld und Offenheit. Aber herzlichen Glückwunsch Kulla, das du es geschafft hast.

  31. Fefe Says:

    Du, äh, 12, da habe ICH als Westberliner ja mehr von der DDR mitgekriegt.

    Aber lass dich von mir mal nicht stören. Der CCC ist, wie du schon ganz richtig schreibst, eine voll basisundemokratische Oppressionsmaschine. Wir, der Kabal im Hintergrund, unterdrücken die ganzen Chaoten aus den Erfa-Kreisen, daher kommen die auch alle immer nicht zum Congress. Wer hätte schon Lust, sich da von uns unterdrücken zu lassen.

    Und wir zensieren die Welt. Insbesondere DIE WAHRHEIT natürlich, in Form deiner unbequemen Wahrheiten hier. Du hast einfach schon viel zu viel von unseren kriminellen Machenschaften veröffentlicht, das konnten wir nicht länger hinnehmen.

    Und unsere Pressearbeit stinkt auch, das sieht man ja schon daran, dass unsere Themen so gar nicht in der Presse diskutiert werden. Datenschutz, Abhören, Wahlcomputer, Bundestrojaner, Hackertools, das sind alles voll die Randthemen, von denen noch keiner gehört hat.

    Und abgesehen vom Wahlstift und dem Bundestrojaner haben wir ja auch nichts verhindern können. Auch bei der Gesundheitskarte hört niemand auf uns. Das sieht man schon am Design mit den Dutzenden von Layern von Krypto-Kram, und wenn die Gematik der Presse gegenüber lügt, ihr Krypto-Chef sei ein alter CCCler, dann ist das auch eher negativ gemeint und hat nichts zu sagen. Wir sollten uns schämen, mit professioneller Pressearbeit wie deiner kann bei uns offensichtlich keiner konkurrieren.

  32. bu Says:

    “Du, äh, 12, da habe ICH als Westberliner ja mehr von der DDR mitgekriegt.”

    ähem, nochmal den satz vom kulla lesen. er ist mit zwölf erst IN DEN WESTEN, nicht anders herum.

  33. posiputt Says:

    fefe: dein selbstgerechtes, voreingenommenes und zusammenhalluziniertes geschwafel disqualifiziert dich irgendwie schon. ganz ein bisschen aber nur. ich hab ehrlichgesagt nicht gesehen, wo jemand das behauptet hat, was du da so weinerlich-sarkastisch aufgelistet hast.

    aber mal abgesehen davon scheint mir der ganze stunk hier vor allem zwischen den zwei verschiedenen ansaetzen “kritik / theorie” und nerdiger techie-pragmatik stattzufinden. letztere ist erstere nicht gewohnt und fuehlt sich jetzt aua gemacht. das ist verstaendlich, man muss ja alles erstmal lernen. und wenn sowas noch ein paar mal passiert, haben alle was gelernt und man kann sich von den ganzen persoenlichen angriffen und emotionalen ausbruechen verabschieden. dann ist da eventuell ja auch eine kreative gegenseitige ergaenzugn in form einer “gesunden streitkultur” drin.

    aaah :)
    habt euch lieb, ihr koeter

  34. Gehirnschnecke Says:

    Habt ihr schon Daths “Maschinenwinter” gelesen? Der frühstückt Stross’ Technikeuphorie (die ich einigen CCClern jetzt einfach mal bösartig unterstell) darin recht schnell und schön ab.

  35. Einmischung Says:

    Ach, nun hat sich das Blatt also wieder gewendet. Aber wieso denn nun auf einmal gänzlich gegen den CCC? Immerhin ist Kulla doch sonst immer ein so gern ein cooler CCC’ler gewesen. Das heißt, ihr erweist ihm nun einen Bärendienst…
    Aber schimpft nur weiter auf die dummen Technikheiner, die ja noch nie was von Gesellschaftstheorie und Kritik gehört haben, weil sie sich ja nur für Technik interessieren und denen die Gesellschaft ja völlig egal ist. Dann merken die CCC’ler wenigstens umso schneller, dass in diesem Teil der linken Szene sowieso nur Kloppe abzuholen ist, egal für was. Wer dann noch wie posiputt einfach mal nur die dümmsten Nerd-Klischees dahernimmt, um sie gegen den CCC zu richten, nun ich glaube dann ist das Desinteresse tatsächlich gesichert. Respekt übrigens an fefe, der dem Ganzen hier – hallo Wahrnehmung – immerhin noch eine, wenn auch etwas zynische, Glosse abgewinnen kann.
    Und, um auf die Diskussion in Dresden zurückzukommen, wenn jemand emotional überfordert war, dann Kulla, nämlich von der Leidenschaft der auf ihn einprasselnden Kritik, nun vielleicht dazu auch noch von der Fülle.

  36. Malte Says:

    @Einmischung
    Woran machst du das fest, dass er emotional überfordert war? Dass er nicht zurückgeschrien hat, sondern ruhig und freundlich zu antworten versuchte?

  37. bitshifter Says:

    @posiputt

    “…kreative gegenseitige ergaenzugn in form einer “gesunden streitkultur” drin.”

    Willst du mir etwa erzählen dass es innerhalb der linken theoretiker/praktiker ständig eine “gesunde streitkultur” gibt? Dass glaubst du doch nicht ernsthaft, schau dir nur mal die Antifa-Gruppen aus Magdeburg oder Thüringen an… (no further comment).

    Im übrigen denk ich sollte die diskussion wieder dahin zurückgebracht werden wo es sinn macht. Wenn ich mir die Situation so anschaue gibt es 2 Lager:

    *Fefe’isten – Argumentieren für Fefe & Co.KG
    *Kulla’isten – Argumentieren für Daniel Kulla GmbH

    Dabei sind sind wir doch alle sooooo open-mind, dass wir alle selbst denken, keine Ideologischen Baukästen brauchen usw…

    Zum Thema Stasi 0.5 und Kommunismus: Das eine Geheimpolizei aufgebaut wird um konterrevolutionären Kräften entggegenzutreten geht im wesentlichen auf Lenin zurück. In den Zeiten der Oktoberrevolution ist das vielleicht sogar noch verständlich um das recht fragile Räte-System zu stützen. Jedoch wurde in der Geschichte nie der versuch unternommen diese Entwicklung rückgängig zu machen (im Gegenteil). Das ist meiner Meinung nach die eigentliche Konterrevolution.

    …so, dass war mein senf.

    CYA

  38. Einmischung Says:

    @Malte: Nun, vielleicht hättest du sein Gesicht sehen sollen, als nach Beendigung der offiziellen Diskussion zum inoffiziellenen Diskussionsteil übergegangen wurde :-D ;-)

  39. Malte Says:

    @Einmischung
    So gut ich ihn gesehen habe, würde ich sagen, er schaute nicht großartig anders als vorher. Auf mich wirkte er streckenweise eher belustigt, gerade als er meinte, so sähe also die gerade beschworene Kritikfähigkeit dann aus.

    Oder was meinst du mit inoffizieller Diskussion? Ich erinnere mich nur an eine Phase der Diskussion, in der im wesentlichen zwei CCC-Sprecher laut und ungehalten auf ihn einredeten, und dann an zwei weitere Diskussionsbeiträge, die Kulla teilweise recht gaben und die Berechtigung seiner Kritik betonten.

    Passierte danach noch was?

  40. posiputt Says:

    einmischung: “gegen” “den” ccc hab ich garnix gerichtet. ich hab da (wie ich auch andeutete) verkuerzt und zusammengefasst, um den konflikt irgendwie auf den punkt bringen zu koennen. aus meiner sicht.

    bitshifter: “Willst du mir etwa erzählen dass es innerhalb der linken theoretiker/praktiker ständig eine “gesunde streitkultur” gibt?”

    -> nein. (wie kommst du darauf?)

    aber: in dieser konkreten diskussion hier koennte es sie geben, das faend ich sehr gut, denn die beiden “lager”, wenn man so will, koennen sich wunderbar ergaenzen.

    ich werfe allerdings leuten, die auf kritik mit persoenlichen angriffen, off-topic-vorwuerfen (“antideutsch”, “kommunist”, “verschroben”, “betonkopf-wessi”) und einer strikte inhaltlichen funkstille reagieren, genau das vor.

    (um dem wahrscheinlichen missverstaendnis vorzubeugen: dieser vorwurf ist an alle gerichtet, die das tun, voellig unabhaengig davon, ob sie nun “pro fefe” oder “pro kulla” oder “pro ccc” oder “antideutsch” oder “kommunisten” oder sonstwie genannt werden [wollen])

    und um nochmal allgemeiner wahrscheinlichen missverstaendnissen vorzubeugen, erklaere ich hiermit ausdruecklich, keiner der oben genannten gruppen anzugehoeren oder mich einer von ihnen zugehoerig zu fuehlen. ich hege eine gewisse sympathie fuer einiges, was dem kulla sein kopf erzeugt. gleichzeitig (was paradox ej) hege ich eine gewisse sympathie fuer einiges, was dem ccc sein soziales netzwerk und einige sich in seinem dunstkreis sich aufhaltende hirne erzeugen. zu jenen uebrigens zaehlt ja dann wieder auch dem kulla sein hirn, fiese redundanz, aber auf den beschraenkt sich das nicht.
    das einzige was hier fehlt, ist die geduld, sich was sagen zu lassen.

    die stasi wird hier auch von keinem verharmlost. jedenfalls nicht vorsaetzlich.

  41. Gehirnschnecke Says:

    Jetzt warte ich eigentlich nur noch auf das Gehalt der “Daniel Kulla GmbH”. Schließlich gibts meine borniert kommunistische Haltung nicht umsonst! Wäre ja noch schöner, schließlich ist alles Ware.

  42. janna Says:

    @Gehirnschnecke
    *lol* Du hast das Prinzip der “Daniel Kulla GmbH” (treffender hätte ich das kaum ausdrücken können) immer noch nicht begriffen.

  43. Einmischung Says:

    Ach Malte, oh Malte! Ja, es gab noch eine Zeit NACH der Diskussion, also als die Leute aus dem Raum rausgegangen sind und so und Kulla sich hinsetzen wollte um mit einer Zigarette zu entspannen und es endlich vorbei sein zu lassen… Da gabs noch mal die Einleitung zu einem längeren intimen und persönlichen Gespräch mit den Kritikern, da hat er nicht mehr so publikumswirksam geguckt und zum publikumswirksamen Reagieren hat ihm in dem folgenden Gespräch dann auch das Publikum gefehlt, da musste er nämlich plötzlich ganz alleine für das Einstehen, was er gesagt hat. Und siehe da, es stellte sich heraus, dass ihm so einiges nicht bekannt war und er sich da ganz schön zurücknehmen musste, na wir werden sehen, wie kritikfähig der Kulla himself ist, nicht wahr?

  44. Malte Says:

    Redest du jetzt von einem Gespräch, das du hinterher mit ihm geführt hast, oder war da außer dir noch jemand dabei? Oder hast du nur gesehen, wie jemand mit ihm gesprochen hat? Und was zur Hölle hat das mit der Diskussion vorher zu tun bzw. hätte er bei einem persönlichen Gespräch agieren sollen, als würde er noch vor einem Saal voller Leute stehen?

  45. Gehirnschnecke Says:

    @ janna

    Nein, hab ich nicht. Und ich bezweifle auch, dass Du es mir erklären wirst.

  46. janna Says:

    @Gehirnschnecke
    Sehr gut, weiter so! :)

    @malte
    Ganz kalt. Das war jetzt gerade garnix, versuchs nochmal.

  47. classless Says:

    Jetzt unterhalten sich zweieinhalb Anonyme mit Fake-Mailadressen über einen netten Plausch, über den ich hier nichts erzählen mag, weil er eben ein persönliches Gespräch war. Was mache ich da?

    Ich laß euch einfach mal alleine weitermachen, wer auch immer ihr seid. Ich erfahre immer gern was über meine Fehler – krieg ich ja nicht alles selbst raus…

  48. janna Says:

    @Einmischung & malte
    Fakemailadressen?! Wie gefühlskalt kann man dann sein??! Mir kommen die Tränen bei soviel Menschenverachtung. :(

  49. classless Says:

    Das ist ja auch nicht schlimm, ich stellte mir nur laut die Frage, ob und wie ich darauf eingehe.

    Langsam glaube ich, der Thread ist einfach tot.

  50. Einmischung Says:

    Du meinst, du HOFFST, das das Thema endlich stirbt? ;-)

  51. classless Says:

    Welches Thema denn, liebe Einmischung? Daß keiner meiner Kritikpunkte aufgegriffen werden muß, um mir Substanzlosigkeit und Ahnungslosigkeit vorzuwerfen? Oder daß ich hinterher und draußen ganz anders geschaut habe?

    Vielleicht, wenn noch mal jemand zur Sache schreiben würde – also zur auch innerhalb des CCC existierenden Kritik an personalisierenden, historisch relativierenden und als kontraproduktiv empfundenen Aspekten der Kampagne sowie zum Umgang mit dieser Kritik – dann ginge es wohl auch weiter. So scheint es sich gerade im Geraune und Gemauschel totzulaufen.

    Das könnt ihr aber auch gern weitermachen, wenn euch das Spaß macht.

  52. Einmischung Says:

    @Malte: Nochmal für dich, ganz langsam: Die von dir gemeinten, angeblich von Kulla belächelten, wegen der von dir im vorletzten Posting angesprochenen angeblichen Kritikunfähigkeit sich selbst zum Beispiel machenden – Achtung jetzt kommt das Subjekt dieses Satzes – Kritiker. (jetzt erst mal ein Punkt, ich wollt’s ja ganz langsam für dich machen.) Davon eine Person. (Pause) Hat mit Kulla den von ihm betätigten Plausch gehalten. (Pause) Dabei ging es darum, dem Kulla nochmal intern Dinge aufzuzeigen, die nicht in die öffentliche Diskussion gehörten oder dort keinen Platz fanden. (Pause) Natürlich will der Kulla eben gerade nicht, dass dieses Gespräch – wie jetzt im Nachhinein – so zum öffentlichen Gespräch wird, weil es eben gerade nicht publikumswirksam war und Leute wie dich, Malte, die ja seine Fans sind oder zumindest so tun, dazu bringen könnten zu denken, dass der Kulla vielleicht mal nicht so seine Sternstunde an dem Abend gehabt hat, weil das Thema verfehlt war. – so jetzt machen wir erstmal eine längere Pause und verdauen das Ganze. Kurz noch: Kulla machte das zum persönlichen Plausch, was ja sicher nicht falsch ist, was aber den Grat zwischen Kulla und seinen Kritikern in dieser Diskussion eigentlich nicht gerade größer macht, was hingegen seine Fäns hier in der Diskussion aufm Blog die ganze Zeit versuchen. Nun wie ich schon einmal feststellte, wenn da mal nicht ein Bärendienst erwiesen wird.

  53. classless Says:

    Schlammschlacht!

    “Natürlich will der Kulla eben gerade nicht, dass dieses Gespräch – wie jetzt im Nachhinein – so zum öffentlichen Gespräch wird, weil es eben gerade nicht publikumswirksam war…”

    Die in dem Gespräch an mich gerichtete Kritik kann von mir aus von der betreffenden Person hier gern noch mal wiederholt werden; ich hielt es umgekehrt für nicht-öffentlich, den Gesprächsverlauf in die andere Richtung hier breitzulatschen, weil dort m.E. allerlei Persönliches und nicht unbedingt Vorteilhaftes am Start war.

    I can’t say no more – Please don’t say no more – usw. – you know.

  54. Trulla Says:

    Mach dir doch deine eigene Kampagne, ich mach dann auch die “kritischen” Veranstaltungen dazu.

    “Schlammschlacht” ist ganz schön geschichtsrelativierend, und der leichtfertige Gebrauch des Wortes verhöhnt die Opfer von deutschen Angriffs-Kriegen z.B. in der Sowjetunion (Ende der deutschen Sommeroffensiven).

  55. nonono Says:

    Ich finde es an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten, dass Kullas Kritik u.a. an Personalisierung jetzt dadurch begegnet wird, die Kritik an seiner Person festzumachen. Aber was der AKV und Teile des CCC gemacht haben und wie das aussah, lag nicht am Kulla, und dass das nicht von allen gut gefunden wird, liegt auch nicht am Kulla. Und ob er die Kritik publikumswirksam oder langweilig bringt, ändert auch nichts an der Sache.

  56. janna Says:

    was der AKV und Teile des CCC gemacht haben und wie das aussah, lag nicht am Kulla

    Ganz genau, und das hat auch niemand behauptet.

    Und ob er die Kritik publikumswirksam oder langweilig bringt, ändert auch nichts an der Sache.

    Nochmal Zustimmung. Die Kritik ist an sich schon langweilig und belanglos, da ist es tatsächlich egal, ob sie nun publikumswirksam oder langweilig daher kommt

  57. nonono Says:

    Äh, Janna, du hattest gerade totalen Merkausfall – verstehst du es vielleicht, wenn ich schreibe: Ihr haut den Überbringer der Botschaft?

  58. janna Says:

    Ich haue niemanden. Ich halte die Botschaft und die Selbstinszenierung um solchen belanglosen Scheiß nunmal für Schrott. Das werde ich wohl auch zum Ausdruck bringen dürfen.

  59. Einmischung Says:

    Oh Kulla, göttlicher Empfänger und Überbringer geheimer Botschaften, wir danken dir, dass du den Abend, den du ja für die eigene Reputation hättest nutzen können, verwendet hast, um den Apfel der Zwietracht zu rollen! Um ihn danach im persönlichen Plausch wieder einzuholen… Aber warum hast du nicht genug Arsch in der Hose, um vor deine Fans zu treten und zu sagen: Tja Leute, eigentlich, ist die Wirklichkeit, wie immer, ein wenig komplexer, umfangreicher, weniger handlich und eigentlich auch nicht geeignet solch ein ausgekoppeltes Sample daraus zu machen, denn jetzt mal im Ernst: Wolltest du eigentlich überhaupt etwas damit erreichen, was unabhängig von deinem Selbstdarstellertum ist? Ich meine jetzt mal unabhängig davon, dass der CCC seine bekloppte Pressearbeit, die eh nichts bringt, endlich mal einstellt.

  60. nonono Says:

    @janna
    Nein, das ist streng verboten! *rofl*

    @Einmischung
    Du beziehst die Sache ein ganzes Stück auf dich persönlich, oder? Bist du einer der Kritiker oder gar oben genannte “Person” selbst? Wäre ja auch egal, aber vielleicht solltest du mal ein bisschen runter kommen.

  61. posiputt Says:

    also wenn ich die kritik an der kritik dess herrn kulla mal kurz zusammenfassen darf:

    “als antideutscher kommunist soll der mal schoen die klappe halten, und ueberhaupt, der soll sich mal selbst angucken, wenn die kameras aus sind, fuehrt er private gespraeche. cui bono? he? CUI BONO?”

    eigentlich habt ihr recht. soll der doch die klappe halten, damit man sich nicht die ueberfluessige muehe machen muss, ihn zu ignorieren.

  62. Einmischung Says:

    Genau, ich bin die Kritik am Kulla. Richtig erkannt. Kennst du schon das hier von mir?

    Die Frage warum wir (die für den CCC die Presse- und sonstige Arbeit machen) uns so aufgeregt haben kann ich gerne beantworten. Kulla hat nicht mal im Ansatz Ahnung davon, wie die Mechanismen der Meinungsbildung funktionieren, was wir an Politikberatung (Lobbyarbeit ist ein Elendsword) machen und welche internen und externen Diskussionen stattfinden, bevor wir Kampagnen anfangen. Sich dann hinzustellen und aus der Perspektive eines Aussenstehenden in Unkenntnis auch nur der elementarsten Fakten und Zahlen, aus reiner Freude am Rumpöbeln, so daherzufaseln, dafür gibt es nicht wirklich eine Notwendigkeit. Ihm scheint nicht mal klar zu sein, daß wir das alles in unser Freizeit machen und er da Menschen anpault, die das, was sie tun, nicht als abstraktes intellektuelles Spiel betreiben, sondern weil sie ein echtes Anliegen und Überzeugungen haben.

    Man kann an der Strategie und auch der Stasi 2.0 Kampagne sicher eine Menge berechtigte Kritik üben, Kulla hat nur leider nicht einen einzigen der relevanten Punkte erwischt. Er lebt in einer merkwürdigen Vorstellungswelt über “das Volk”, die ihn zu geradezu destruktiven und in keinster Weise hilfreichen Folgerungen bringt.

    Die Frage was er eigentlich tut ausser herumzusalbadern muss er sich gefallen lassen. Ebenso wie aktiv ignoriert zu werden, wenn die Antwort “aeh, das ist nicht so meine Baustelle…” lautet. Wer macht, hat nunmal recht. Wer nur sabbelt und hinterher alles besser weiss kann auch hinter seinem Ofen bleiben. Wir machen das hier um ausnahmsweise mal zu gewinnen und nicht um in typisch linksdepressiver Destruktivität auch noch unsere kleinen Erfolge zerreden zu lassen.

    Sinnlosen Diskordianismus um des reinen Streits willen (und ein anderes Argument kam am Ende nicht von ihm) finde ich zumindest, muss man einem Publikum, das mit den internen Debatten noch viel weniger vertraut ist als Kulla, nun echt nicht zumuten. Insofern verbleibt die Frage, warum er seinen nun schon bekannt dünnen Senf auf einer ansonsten äusserst gelungenen Veranstaltung verbreiten sollte.

  63. nonono Says:

    Hier wird auf jeden Fall ganz schön laut ignoriert ;-)

  64. janna Says:

    @nono
    Dann heul hier auch nicht sinnlos rum.

    @posiputt
    Zu tief ins Glas geschaut? Ist es nicht etwas zu früh am Tage dafür?

  65. Einmischung Says:

    Nun, du hast vielleicht die Ironie überlesen, als ich schrieb, ich sei die Kritik.
    Ich erfreue mich hier nur ganz harmlos am Diskordianismus. ;D

  66. classless Says:

    @Einmischung/Frank

    Ja, ihr seid toll, es gibt keinen Grund zur Kritik, ich mein das alles nur böse, will mich nur profilieren, verdiene Geld damit, mache nichts und am besten ist es, wenn ihr im Gegenzug persönlich werdet. Oh Mann.

    Argumente ausführlich gibt’s in den Mitschnitten, Abstracts und gab es in der Veranstaltung, die du besucht hast.

    Argumente, zusammengefaßt s.o.

    Was ich auf dein Gepolter zu antworten habe, habe ich dortselbst schon geantwortet.

  67. Einmischung Says:

    Viva Diskordia, ICH KULLA MICH WEG! Mensch Junge, du hast dir zwar deinen Wikipedia-Beitrag sicherlich hart erdiskutiert, aber zum Glück weiß kein Mensch, dass die Musik die du machst Grotte ist und die Bücher, die du schreibst hohl… War das jetzt persönlich? Persönlicher als das was ich vorher schrieb? Über euren persönlichen Plausch, der so persönlich war, dass Leute den persönlich mitgehört haben (siehe haltetdenbeat)?

  68. classless Says:

    Naja, dann eben nicht.

  69. bu Says:

    “Tja Leute, eigentlich, ist die Wirklichkeit, wie immer, ein wenig komplexer, umfangreicher, weniger handlich”

    sagt er das nicht ständig?

  70. Dr. janna Says:

    2.6. Ideologische “Wirklichkeiten”

    In ihrem Anspruch, im Besitze der endgültigen, wahren Erklärung der Welt zu sein, verfallen jegliche Ideologien in Paradoxien der Rückbezüglichkeit, da sich kein System aus sich selbst heraus beweisen kann. Der berühmte Lügner, der von sich selbst sagt “Ich lüge”, stellt z.B. eine Form einer solchen Paradoxie dar. Wenn er tatsächlich lügt, dann ist seine Aussage wahr; ist sie aber wahr, dann ist es doch unwahr, dass er lügt, und er log daher, wenn er zu lügen behauptete. Also lügt er …usw. Hier bezieht sich die Aussage “Ich lüge” einerseits auf die Gesamtheit (die Menge) seiner Aussagen und gleichzeitig aber auch auf einen Teil (Element) dieser Gesamtheit, nämlich diese eine Aussage. Wo Menge und Element nicht strikt auseinander gehalten werden, ergeben sich die eben genannten Paradoxien der Rückbezüglichkeit, wie Paul Watzlawick (1) beschrieb. Wenn also eine Erklärung der Welt, also zum Beispiel eine Ideologie, auch alles zu erklären behauptet, eines bleibt unerklärbar, nämlich das Erklärungssystem selbst – damit aber fällt jeder Anspruch des Systems auf Vollkommenheit und Endgültigkeit.

    http://www.psychotherapiepraxis.at/artikel/systeme/wirklichkeit.phtml

  71. Dirk Says:

    Assoziatives zum “Stasi 2.0″ Trigger:

    Aus einem bestimmten Blickwinkel würde ich persönlich das Label “Stasi 2.0″ gar nicht so sehr mit den Wünschen des Innenmisteriums verbinden, sondern mit einem ganz anderen Phänomen. Wir haben ja die sehr naheliegende Assoziation des “Web 2.0″. Bei “Web 2.0″ geht es auch darum der zentralisierten Informationsverbreitung und Aufzeichnung (dem Broadcasting) einen informellen Polypol (wozu auch z.B. dieses Blog zählt) entgegenzustellen. Dieser Polypol hat jedoch auch ungewünschte Nebeneffekte nämlich, dass wir uns sozusagen selbst outen und damit – nun ja – auch irgendwo gefährden bzw. die “Bespitzelung” einfach selbst übernehmen. Beim einem CCC Congess hat es zu diesem Phänomen auch einen Vortrag gegeben. Letztlich müssen wir mit den hinzugekommenen Möglichkeiten auch unsere persönliche Verantwortung anheben und mit unseren persönlichen Informationen behutsam umgehen. Sei es um uns selbst zu schützen aber auch um letztlich mit den selben Problemen fertig zu werden, die bisher ein Privileg einer Minderheit waren – die Beeinflussung von anderen. Na gut – nur ein paar Gedanken halt. Hat auch weniger mit “Stasi” zu tun als mehr mit “2.0″. Letztlich passt es schon was alles passiert. Ich bin zuversichtlich, dass wir weiter mit Spannung, Freud und Leid versorgt werden.

  72. Gehirnschnecke Says:

    Kann ich den CCC jetzt eigentlich abschreiben? Wenn da so coole Typen wie “Einmischung” für diesen “Lobbyarbeit” machen (wie gruslig ist das denn)?

    Das wäre ja schonmal ein gewisser Erkenntnisgewinn, der sich auch in der praktischen Arbeit umsetzen lässt.

    Oder gibt es dort auch andere Stimmen?

  73. Gehirnschnecke Says:

    @ janna

    Und Du denkst selbstverständlich, DU (und der “gute Teil” des CCC) wären koplett “ideologiefrei”…

  74. janna Says:

    Nein, das ist der Grund, warum ich immer anfangen muss zu lachen, wenn Leute wie der Kulla sich anfangen aufzublasen und zur ultimativen Kritik ausholen wollen. Selbstverständlich ist das alles natürlich nicht ultimativ gemeint, schon klar. Deswegen muss man sich auch nicht an sowas lästigem wie Fakten orientieren. Eben viel Geschwafel um nichts eigentlich. Hauptsache die Einschaltquote stimmt.

    So rein interessehalber, von was für einer praktischen Arbeit redest du?

  75. Gehirnschnecke Says:

    @ janna

    Ach so. Es ist also “normaler” Umgangston beim CCC Kritikern Geisteskrankheit zu unterstellen und all die doofen Nicht-Nerds auszulachen?!

    Was, wo und wie “Geschwafel” war, ist ja immer noch nicht geklärt, da die INHALTLICHE Kritik an Kullas Redebeitrag ja hier immer noch exakt NULL beträgt. Außer dem Vorwurf, es handle sich eben um “Geschwafel” kommt ja nix von Dir oder “Einmischung”. So viel mal zu den “Fakten”.

    Ich rede von politischer Arbeit. Sollte in Zukunft in den “Vereinen” (die etwa so abgehoben und ideologisch versponnen sind, wie es etwa Gewerkschaften eben sind) in denen ich involviert bin die Rede auf den CCC kommen, werde ich eben auch meine Erfahrungen mit Teilen desselben wiedergeben.

  76. Gehirnschnecke Says:

    @ janna

    Auch rein aus Interesse: “Meine” Ideologie fußt auf Marx – worauf Deine?

  77. janna Says:

    Redest du von solchen Gewerkschaften wie der FAU? Ich glaube kaum, dass du dort die Mehrheitsmeinung repräsentierst, von DGB-Gewerkschaften ganz zu schweigen. War wohl ein kleiner Anflug von Größenwahn, oder wolltest du dich auch einfach nur mal aufplustern?

    Wie kommst du eigentlich auf Geisteskrankheit? Ich würde niemals geistig Behinderte oder Geisteskranke (im engeren Sinne) auslachen, und habe auch nicht unterstellt, dass Kulla geisteskrank ist.

    Meine Ideologie fußt nicht (allein) auf Marx, aber ich habe den in Teilen gelesen, und er hatte Einfluß auf mein Denken. Ich habe alles mögliche gelesen, vieles aufgenommen, vieles wieder verworfen, einiges wird hängen geblieben sein. Ich bin ein großer Freund der Empirie und dem Codex der Logik in den Naturwissenschaften. Meine Ideologie ist auf jeden Fall länger als Deine. ;)

  78. Gehirnschnecke Says:

    @ janna

    Bitte?! Die FAU würde ich kaum als “Gewerkschaft” bezeichnen, mit Anarchisten habe ich zudem wenig am Hut. Zudem geht es bei Gewerkschaften ja kaum um “Mehrheitsmeinungen” sondern darum, die Interessen der Arbeiter zu vertreten. Ich sehe in diesem Zusammnhang kein “Anflug von Größenwahn” – ich bin kein “großes Licht” und will auch keins sein.

    Wieso zitierst Du dann einen Artikel aus “Psychotherapeipraxis”? Einfach so?

    Lustig auch, dass Du immer noch keine inhaltliche Kritik an Kullas Beitrag nachlieferst (und das mit den “Fakten”, die Dir doch so wichtig sind, einfach mal leise unter den Tisch fallen lässt), sondern jetzt versuchst, Dich auf mich einzuschießen.

    Zudem wollte ich nicht wissen, was Du gelesen hast, sondern auf welchen Pfeilern deine Ideologie ruht. Das weiß ich nun so einigermaßen. Mal sehen, wie weit Du mit “reiner” Empirie kommen wirst… Und natürlich ist “Deine” Ideologie recht kurz – sie reicht ja nicht mal bis Kant.

  79. janna Says:

    Ach, erst versuchst du mit deiner Macht und Einfluß bei den Gewerkschaften zu drohen, und jetzt willst du doch nur ein kleines Licht, alles klar oder auch nicht.

    Du hast die Bezeichnung der Seite gelesen und schon ist dein Urteil gefällt und ins Weltbild eingearbeitet. Das scheint wohl ein Unterschied zwischen dir und mir zu sein, ich hätte doch erstmal genauer nachgeschaut, um was es sich da handelt. Da hat jemand der auch Psychotherapeut ist, einen Artikel zum Thema Wirklichkeit geschrieben, in den unter anderem Erkenntnisse aus Kant eingeflossen sind. Da wird kein Krankheitsbild beschrieben.

    Ich schieße micht auf dich ein? Wenn du nicht willst, dass man sich mit dir beschäftigt, warum schreibst du dann hier immer noch? Die Kritik an kulla wurde eigentlich schon mehrfach deutlich geäußert. Wenn das mit Marx nicht kompatibel geht, ist das nicht mein Problem.

    Und natürlich ist “Deine” Ideologie recht kurz – sie reicht ja nicht mal bis Kant.
    Ahja, und das machst du fest woran? und was bedeutet eigentlich, dass deine Ideologie auf Marx beruht?

  80. paule Says:

    Auf datenspuren.de sind inzwischen Videomitschnitte angekündigt. Damit muss ich dann auch nicht länger traurig darüber sein, das publikumswirksame Gucken verpasst zu haben.

  81. knecht Says:

    echt guter randgruppenhumor hier!?

  82. Gehirnschnecke Says:

    @ janna

    Ich habe bereits einmal ausgeführt, dass ich uns auf der selben “Seite” wähne – warum sollte ich Dir also drohen?

    Es wäre mir neu, dass die Attestierung einer Wahrnehmungsstörung, wie Watzlawik sie (nicht nur) in dem oben zitierten Artikel beschreibt, KEIN Attest für eine Geisteskrankheit wäre. Aber wir haben ja jetzt eigentlich schon genug Haare gespalten.

    Na, dann wird es Dir ja kaum was ausmachen, für die ganz Doofen wie mich eben diese Kritik am INHALT von Kullas Rede hier nochmal kurz zu wiederholen. Danke.

    Ich mache es daran fest, dass Du dich auf die “Empiristen” berufst (Naturwissenschaft! Fakten!) während Du die “Rationalisten” schlicht unter den Tisch fallen lässt – und zwischen diesen beiden hatte Kant in der “Dialektik der Aufklärung” eigentlich ja schonmal erfolgreich vermittelt. Folglich reicht “Deine” Ideologie nicht bis Kant.

    “Meine” Ideologie nach Marx bedeutet, dass es ohne ein andere Ordnung des Wirtschaftssystems keine bessere gesellschaftliche Ordnung geben wird. Ich ziehe eine demokratische Ordnung aller sozialen Bereiche vor – auch der wirtschaftlichen. Und: Natürlich habe ich KEINEN Masterplan. Sowas gibt es nicht. Daher ist mir Streit (auch mir Dir) ja auch so wichtig – auch wenn es manchmal schon nervt. ;-)

  83. Gehirnschnecke Says:

    Mea Kulpa: “Kritik der reinen Vernunft” mit “Dialektik der Aufklärung” verwucheseln…

    Asche auf mein Haupt!

  84. godforgivesbigots Says:

    @Schildbürger – Beim Reichstagsbrand wurde die Tat eines einzelnen von der nationalsozialistischen Propaganda zu einer Verschwörung aufgebauscht, um eine Rechtfertigungsideologie für flächendeckenden Terror zu generieren. Natürlich hat sich auch diese Geschichte wiederholt, aber eben nicht als Tragödie sondern als Farce – Michael Dennis Rohan hatte dann doch eine etwas andere Wirkungsgeschichte als Marinus van der Lubbe, seine Tat führte zur Gründung der Organisation der Islamischen Konferenz, welche heute den sogenannten Block der Blockfreien und damit das größte zusammenhängende Stimmenkontingent in der Vollversammlung der Vereinten Nationen kontrolliert, das die Terrorangriffe der Hamas deckt, welche aus genau solchen Geschichtserzählungen ihre Rechtfertigungsideologie generieren.

    Der Abgrund der Doofheit fängt da an wo der historische Reichstagsbrand als Modell für die Reaktion westlicher Gesellschaften auf Ereignisse wie 9/11 oder Pearl Harbour herangezogen wird, und hierzu versucht wird dieses Ereignis aus der nationalsozialistisch-islamistischen historischen Kontinuität herauszulösen. Wenn Du dazu ´ne ehrliche Meinung hörn willst, das ist allerprimitivste Geschichtsklitterung auf dem Niveau von Tier-KZs und Zionazis.

  85. bu Says:

    “aus der nationalsozialistisch-islamistischen historischen Kontinuität”

    köstlich.

  86. godforgivesbigots Says:

    Ja, und Du linkst dafür auf eine Geschichte die plädiert für das Recht darauf eine Observation abzuschütteln. Und währenddessen erleidet der Überwachungsstaat einen weiteren Rückschlag durch das irische Nein zum Lissabonner Vertrag. Ob die selbsternannten Verfassungspatrioten vom AK Vorrat und vom CCC wohl einen brauchbaren Entwurf für eine europäische Verfassung vorlegen können? Mit dem d´Estaing-Entwurf kann man zwar Ratten totschlagen (mit der Printausgabe) aber kein Land vernünftig regieren (nicht mal mit Volltextsuche). Verfassungen sind doch auch Software, da sollten Leute die aus der Softwarearchitektur und -entwicklung kommen doch einiges dazu beitragen können dass wir wir eine lesbare Verfassung aus ein paar Kilobytes hinbekommen, und nicht den Megabyteschrott aus der Kommission hinter dem sich der Überwachungsstaat auf Dauer einmauern kann sobald er erst mal durchgewunken ist.

  87. neuronal Says:

    @gfb Stimmt, wenn uns der Verfassungschip schon direkt implantiert werden soll, muss wenigstens der Code optimiert werden. :)

  88. bu Says:

    “und Du linkst dafür auf eine Geschichte die plädiert für das Recht darauf eine Observation abzuschütteln.”

    Nö.

  89. godforgivesbigots Says:

    @neuronal – Ich habe bei der entsprechenden Hardware im Rahmen dieser Metapher eher an die Brüsseler Staatsorgane gedacht als an Menschenmaterial. RFID kann ja auch sinnvoll sein beispielsweise um das Vorgehen von Straßenkampfpolizisten demokratisch transparent zu machen, aber in jedem Fall muß die körperliche Unversehrtheit gewährleistet bleiben, beispielsweise dadurch indem sie den Chip als Hundemarke um den Hals tragen. Ein Verfassungsentwurf könnte versuchen der Cyborgisierung eine klare Grenze zu ziehen, auch außerhalb der wenigen verbleibenden Funklöcher.

    @bu – Sowie das Recht der Angehörigen die geheimpolizeiliche Dimension zu ignorieren und sich hinter der kapitalistischen Arbeitsethik zu verstecken.

  90. bu Says:

    @gfb:

    nö.

    brille?

  91. buhu Says:

    du redest doch von dem teil hier http://shigekuni.blogspot.com/2008/04/spon-damian-hockney-von-der-londoner.html auf das man kommt wenn man auf ‘bu’ klickt?

    ich habs vergessen, weshalb läßt du dir keine Glatze scheren? Die Freundin?

  92. godforgivesbigots Says:

    Ich rede von Jean Charles de Menezes, zu dem man kommt wenn man auf bu klickt, und dort auf “das wart ihr ja selbst.”

    Und geh doch nach Guantanamo mit Deiner Haarschneidemaschine… nur wird die da auch keiner haben wollen.

  93. bu Says:

    aaah. Das prinzip eines zitats ist dir nicht geläufig.
    ok.

    der viele schaum vorm mund, oder? is ok.

  94. bla Says:

    Hier meinen sie übrigens, dass Kullas Vortrag im Nirvana verschwunden ist. Wohl keine Mitschnitte.
    Verschwörung? :)

    http://ftp.c3d2.de/pentaradio/pentaradio-2008-06-24.mp3

  95. t.d.n. Says:

    Bei welcher Minute?

  96. Mathias Says:

    Haha, “verschwunden”. Na klar, wo es mal “Hose runter” heissen würde, da ist die Aufzeichnung weg. (Siehe http://www.haltetdenbeat.de/archives/90)
    Da ich auch in Dresden und entsprechend genervt vom Vortrag war, hatte ich mir jetzt extra ein eigenes Blog geklickt, damit ich das transkribieren und auseinandernehmen kann. Tolle Wurst.

    Wie peinlich ist das denn jetzt?

    Andererseits: Kann ich mich wieder was Wichtigem zuwenden.

  97. classless Says:

    Du hast deswegen extra ein Blog angelegt? Und hast nicht einfach schon mal die vorhandenen Mitschnitte (c-base, Karlsruhe) ausgewertet? Oder den Ankündigungstext?

    Und du meinst jetzt, ich hätte die Aufzeichnung verschwinden lassen, weil sonst publik werden würde, was ich mehrfach öffentlich gesagt und geschrieben und dessen Mitschnitte ich verlinkt habe?

    Sonst noch alles in Ordnung?

  98. paule Says:

    Bei welcher Minute?

    46

  99. Jan Says:

    @t.d.n.
    Etwa ab Minute 46.

  100. Mathias Says:

    Na die vorhandenen Mitschnitte kenne ich nicht, interessieren mich auch nicht so, da ich ja live dabei war in Dresden. Ob und wie Du von vorherigen Vorträgen abgewichen bist oder nicht, kann ich nicht einschätzen.

    Den Ankündigungstext..

    (“Warum steht keine gesellschaftliche Bewegung gegen ihn [Schäuble]? [...] Wer sich in Deutschland für das Recht auf Privatsphäre, für Persönlichkeitsrechte allgemein einsetzt, vertritt eine Minderheitenposition..”
    Das hätte ich das letzte Mal Anfang 2006 gesagt oder gefragt. Lange keine normalen Medien mehr wahrgenommen?
    “Es kann nicht von Lobbyarbeit gesprochen werden [...] Es wird darum gehen, wie eine Lobby funktioniert, inwiefern die “dummen User” bereits das Problem oder nur Ausdruck eines Problems sind, wie die gesellschaftlichen Mehrheiten in den hackerrelevanten Themenfeldern aussehen..”
    Na klar, da spricht der Spezialexperte, hat man ja auf dem Vortrag mal so richtig Fakten erfahren. )

    ..fand ich eher lame und wenig aktuell, weitaus brisanter war der gesprochene Inhalt.

    Aber das wird ja nu mit meiner schönen Analyse alles nix. Für Dich ist das sicher besser so. Publik würde nämlich werden, dass Du reichlich merkbefreit bist und inhaltlich wenig Wahres gesagt hast.

  101. classless Says:

    Okay, wenn Google zu schwer zu bedienen ist: http://audioblog.c-base.net/?p=53 – ist in weiten Teilen das, was ich in Dresden gesagt habe, Kernpunkte Personalisierung, Alarmismus, Selbstwahrnehmung, Junge Linke, Lobbypolitik. Die Veranstaltung wurde auch bei Plomlompom besprochen: http://futur.plomlompom.de/archiv/1881/not-the-24c3-20-stasi-05-beta

    Und um mir zu sagen, daß ich hinterm Mond lebe, lame bin, mich – na klar- für den dicken Experten halte und daß ich merkbefreit bin, hättest du extra ein Blog aufsetzen wollen? Ich fühle mich geschmeichelt.

  102. ghost Says:

    …und es bleibt unterhaltsam hier.

  103. classless Kulla » Blog Archive » Kein Datenspuren-Mitschnitt Says:

    [...] – wie ein besonders engagierter Leser – auf die Aufzeichnung gewartet hat, um endlich meine Kritik Punkt für Punkt widerlegen oder [...]

  104. Entschwörungstheorie | FEiNT.org Says:

    [...] den Datenspuren 2008 hat er anscheinend eine schöne diskordische Aktion geliefert, die ich leider nicht miterleben konnte. [...]

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