Total migration

January 3rd, 2005

Ich lief heute an der Oberbaumbrücke an Ankündigungsplakaten für eine Reggae-Veranstaltung vorbei, die Migration of the peoples featuret und war verwundert: Gerade gestern war die Idee entstanden, eine Comic-Geschichte über die versuchte vollständige Repatriierung sämtlicher Völker im Rastafarian-Sinne zu machen, wie hier von Volker Barsch (Rastafari, Mainz 2003, S. 151) beschrieben:

Allerdings können bestimmte Rasta-Konzeptionen, wenn sie nicht symbolisch interpretiert, sondern wörtlich genommen werden, als rassistisch mißverstanden werden, etwa wenn die Rastas die Rückkehr aller Rassen bzw. Nationen auf ihren Heimatkontinent bzw. in ihr Heimatland fordern. Wenn es zum Beispiel in einer aktuellen Repatriation-Hymne (Bushman 2001: “Yadd Away Home”) nicht nur “Africa for Africans” heißt, sondern unter anderem auch “Europe for Europeans” und “Italy for Italians”, so stimmen diese Slogans – nimmt man sie aus dem symbolischen Rasta-Kontext heraus – sogar mit den Forderungen weißer europäischer Rassisten überein, die die Immigration aus den Entwicklungsländern nach Europa verhindern bzw. rückgängig machen wollen!

Wobei mir überhaupt nicht einleuchtet, wie die symbolische Interpretation dieser Forderungen aussehen soll.

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