Elsässer und die Geschlechtsidentität

July 26th, 2009

>>Kinder nämlich – diese Erkenntnis ist so einfach, dass sie schmerzt – brauchen zur Entwicklung ihrer Persönlichkeit Bezugspersonen mit polaren Geschlechtermerkmalen. Wenn aber Leute “Mamma” und “Papa” spielen, die selbst keine gefestigte Geschlechtsidentität haben, werden die Heranwachsenden in ein sexuelles und seelisches Chaos gestürzt. Das erinnert an die Rocky Horror Picture Show mit Transsexuals from Transsylvania – die Realität wird grausamer als der Film.<<

"Babys für Brüno? Nein Danke!

Was mich an Elsässer nach wie vor so interessiert? Die Verwandlungen und die Übergänge: wie schwierig es oft ist zu unterscheiden, womit er nur provozieren will, was er wirklich denkt und wovon er sich selbst zum Wohle der Sache zu überzeugen versucht. (In diesem Fall scheint es ihn eher zu freuen, daß er sich von keinen Loyalitäten an seinem Ressentiment hindern lassen muß.)

9 Responses to “Elsässer und die Geschlechtsidentität”

  1. cmmnsm.rx Says:

    Hier für dich, Kulla: »…«

  2. linkdump, 26.07.09 « meta.blogsport Says:

    [...] Elsässer und die Geschlechtsidentität. „Wenn aber Leute “Mamma” und “Papa” spielen, die selbst keine gefestigte [...]

  3. doesn't mind Says:

    Geht es eigentlich den Texten wie den Kindern? Denn der Artikel auf Elsässers Blog ist “Gespeichert unter Uncategorized”. Was aus dem wohl wird, wenn er mal groß ist? Eigentlich pervers und unverantwortlich, wenn ich es mir genau überlege.

  4. Jasper Says:

    Und dann enden sie in den Darkrooms des Systems. Der Elsässer ist schon eine Marke. “So einfach, dass es schmerzt”? Nur weil was weh tut, ist es ja noch nicht richtig.

  5. Gehirnschnecke Says:

    Meine Eltern haben auch mit “gefestigter Geschlechtsidentität” nur “Mamma” (sic!) und “Papa” gespielt. Ich weigere mich (vielleicht daher) der selben “Geschlechtsidentität” wie Elsässer anzugehören und frage mich nur, was Elsässers Eltern eigentlich falsch gemacht haben.

  6. Pent C. Klarke Says:

    “Realität wird grausamer als der Film” – denkt der Mann überhaupt noch nach über das, was er sagt? So ein Schwachsinn.
    Früher, ganz ganz früher bei ner Veranstaltung, hatte ich mal den Eindruck von einem relativ vernünftigen Menschen. Ich frag mich, wie es von da bis hierhin kommen konnte?

  7. Cannabis Kommando Says:

    Jaja, der 1. August Stuttgart rückt näher, da muß man sich rechtzeitig bei den Piusbrüdern anbiedern:

    Was in der medialen Darstellung meist völlig falsch dargestellt wird: Benedikt hat ja nicht die politischen Absichten dieses Williamson rehabilitiert und ihm auch kein kirchliches Amt zurückgegeben. Er hat lediglich ihn und die Seinen wieder als einfache Mitglieder in der Kirche akzeptiert. Die Kirche aber ist per definitionem eine Gemeinschaft von Sündern – dort hat der Lügner und der Ehebrecher ebenso seinen Platz wie der Mörder und eben auch der Holocaust-Leugner. Würde die Kirche nur diejenigen zulassen, die Heilige sind, wäre sie keine Volkskirche mehr, sondern nur noch eine Sekte.

    Was soweit ja stimmt, nur dass Papst gemerkt hat dass das größere Problem auf der Welt darin liegt dass zu viele Eltern ihre Kinder nur zur Altersversorgung zeugen, während die Piusbrüder von der fixen Idee besessen sind die Öffnung des Adoptionsrechts würde zu einer Generation von Kaspar Hausers führen. Übrigens stehen in Deutschland einem unerfüllten Adoptionswunsch (ohne schwullesbische) statistisch gesehen 13 Abtreibungen gegenüber.

  8. Cannabis Kommando Says:

    oops…link zum Zitat: http://juergenelsaesser.wordpress.com/2009/02/08/der-morder-ist-immer-der-fromme/

  9. hui Says:

    ach, die wiliting quatscht doch auch von unterschieden, die sich dann anziehen u.s.w. – von daher musste er seine einstellung nicht ändern, das ist doch der alte käse.

    Das leichte Spiel der Körper, dessen Reiz gerade darin liegt, sich als Verschiedene, als Mann und Frau gegenüberzutreten und eben auch mittels der Kleidung die Unterschiede zum anderen Geschlecht spielerisch zu betonen, ist eins, an dem sich nur wenige beteiligen mögen. Angetan mit weiter Kleidung und geschlechtsneutralen Frisuren, scheinen die Einen aufgehen zu wollen im – man denke nur an Judith Buttler – auch theoretisch apostrophierten Einerlei der Geschlechter.

    ich behaupte mal frech, das liegt an der psychoanalyse.

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