Elsässer-Kundgebung gegen Steuergelder für Israel

December 1st, 2009

(Gastposting von scrupeda)

Der orthodoxe Rabbiner meinte, der Zionismus sei die Ursache des weltweiten Terrorismus, wünschte Israels Kabinett von Berlin gleich als Kriegsverbrecher nach Den Haag und erwähnte unter großem Applaus einen israelischen Friedensaktivisten, der politisches Asyl im Iran beantragt habe. Danach verkündete Brigitte Queck von den Müttern gegen den Krieg, dass die Medien inzwischen so eine Rolle spielen würden, dass die Bevölkerung gar nicht mehr wisse, was richtig und was falsch sei. Insgesamt war wenig los, die Redebeiträge ermüdend und erwartungsgemäß bescheuert, O-Ton:

Vorzeitig verschwunden und so Elsässer selbst und die “antideutschen Störer” leider verpasst, von denen er berichtet. Elsässer außerdem: “Irritierender als unsere politischen Feinde waren unsere politischen Freunde.”

6 Responses to “Elsässer-Kundgebung gegen Steuergelder für Israel”

  1. Der Aufmarsch II. « Reflexion Says:

    [...] Am gestrigen Montag, den 30.11.2009, wollten Jürgen Elsässer mit seiner „Volksinitiative“, Christoph Hörstels „Neue Mitte“ sowie die „Al Quds Initiative“ gegen eine geplante Regierungssitzung der deutschen sowie israelischen Regierung protestieren. Knapp 50 Menschen, laut eigenen Angaben genau 62, fanden sich ein, um ihre Stimme gegen Israel zu erheben, auch wenn die Sitzung aufgrund einer Krankheit Benjamin Netanjahus im letzten Moment verschoben worden war. „Am Ende kreuzte ein Trupp antideutscher Störer mit Israelfahnen auf“, empört sich der ehemalige „Antideutsche“ Elsässer. Allerdings wurden die Antifaschist_innen in einer Gemeinschaftsaktion von „Ordnern und der Polizei souverän abgedrängt“. Die „Regionalgruppe“ der „Volksinitiative“ aus Schwäbisch Hall spricht derweil vom angeblichen „israelischen Vernichtungskrieg gegenüber den Palästinensern“, auf den „aufmerksam“ gemacht wurde. Es bleibt abzuwarten ob Elsässer und Co ihren Aufmarsch im Januar 2010 wiederholen. In diesen Monat wurde das Treffen der Regierungen verlegt. Einen Erlebnisbericht gibt es bei Classless. [...]

  2. Gehirnschnecke Says:

    Findet Elsässer die politischen Freunde aus der NPD auf einmal irritierend?

  3. classless Says:

    Nee, er findet es irritierend, daß andere Linke und Friedensbewegte, die er für natürliche Verbündete hält, nicht mit ihm zusammen demonstrieren mögen. Das macht sie für ihn zu Sektierern und Spaltern.

  4. Gehirnschnecke Says:

    “Linke” und “Sektierer”, das ist doch ein Synonym und die Friedensbewegtesten findet man heute doch bei der NPD. ;-)

  5. bamy Says:

    Finde Elsässer so lustig. Nicht nur, dass er nur noch wirres Zeug von sich gibt. Auch scheint er damit, abgesehen von einigen versprengten Wahnsinnigen, nicht sonderlich populär zu sein.

    Vor der Demo schrieb er in seinem Blog, dass die Medien eine Hetzkampagne gestartet hätte. Aus Angst natürlich, die Volksinitiative steht ja kurz vor der Revolution.

    50 Mann auf der Demo. Yeah.
    Aber “ungünstige Uhrzeit, schlechtes Wetter, Mossad hat den S-Bahnverkehr ausgehebelt”. Sonst wären es sicherlich Millionen geworden.

  6. cpt. lasterfahrerei Says:

    marx meinte:”jede demonstration, ist ein bedürfniss –* das es zu befriedigen gilt.” daher ist jede ansammlung von menschlichen material erstmal kritisch zu beäugeln. das kann ich jetzt nicht konkret belegen, aber ihr habt das trotzdem oder gerade deshalb mit “stimmt so” abzuhacken.

    jedes “nein” wird verfolgt, jedes “ja” mit schwerststarfe “wg.trittbretfahren” geahndet und jedes “versteh ich nicht” mit einem besserwisserischen lächeln beantwortet!

    *(das ist ein gedanken strich!)

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