Pohrt

March 18th, 2005

Pohrt zu lesen, hat nicht viel gebracht und ist mehr zu einem ordentlichen Ärgernis geworden. “Harte Zeiten” empfand ich als weiträumig nichtssagend, “Endstation” mittlerweile überholt und die eigentlich angepeilte “Theorie des Gebrauchswerts” hängt noch in der Vormerkungsschleife der Bibo.

“FAQ” jedoch finde ich mitterweile dermaßen indiskutabel – mich haben damals die vermeintlich antinationalen Attacken in den frühen Neunzigern und das zynische Herumgekloppe auf der Medienpolitik des Kosovokrieges irgendwie beeindruckt – mittlerweile kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß hier jede Analyse in griffigen Beispielen ertränkt wird und das auf der Ebene von simplen “Stimmt gar nicht”-Positionen (die ich glaube ich früher für ironisch hielt) fröhlich faktenverdrehend eine im Grunde äußerst oll moralische und streckenweise nationalistische Kritik gefahren wird.

Ich werde dieser Tage noch mal ausführlicher drauf eingehen. Auch auf die unerträgliche Synergie, die sich in den Interviews mit Elsässer ergibt.

One Response to “Pohrt”

  1. classless Kulla » Blog Archive » Bei den Linken Buchtagen Says:

    [...] bestimmte Situationen bezogen gewesen, und seien genauso auch heute zu lesen.Mir ging es bei der Erst-Lektüre vor fünf Jahren eher so, daß diese Zeitabhängigkeit viele Texte schlicht obsolet machte. Die [...]

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