“Leben im Rausch” – Gliederung und Aufbau

September 1st, 2010

[Update: Buch ist mittlerweile erschienen: "Leben im Rausch. Evolution, Geschichte, Aufstand"]

Parallel zum Egotronic-Buch arbeite ich schon am vermutlich etwas aufwendigeren Buch über Rausch und Drogenpolitik, das auch erst frühestens im nächsten Jahr fertig sein wird.

Was es schon gibt, ist ein klareres Bild von Aufbau und Gliederung.

“Leben im Rausch”

Im einleitenden ersten Teil soll es um die Lage der dealenden Bevölkerung gehen, um ethical dealers, Strafverfolgung, Entsolidarisierung und politische Kampagnen. Davon ausgehend will ich die Fragen des Buches aufwerfen, wie es zu dieser zugespitzten und absurden Situation gekommen ist, ob wir überhaupt mit den richtigen Begriffen hantieren und welche möglichen Konsequenzen es gibt.

Im zweiten Teil geht es um die wichtigste Grundlage: den Rausch; um die zahllosen bekannten Rauschzustände des Nervensystems, in die es ohne Einnahme bestimmter Substanzen gerät; erst dann um die Entstehung und Entwicklung der spezifischen Rauschzustände, die von den Anti-Pflanzenfresser-Giften vieler Pflanzen ausgelöst wurden; schließlich um die folgenreiche Verwechslung von Rauschzustand und chemischen Folgereaktionen durch das Aufkommen der Pharmakologie.


“Wenn der Koala zum Eukalyptus- Abhängigen erzogen wird…” (Siegel: Rauschdrogen, S. 50)

Der dritte Teil beschäftigt sich mit “Sucht”, also zunächst mit der Vielfalt von Abhängigkeiten und Zwangsstörungen, die viele oder alle Kriterien von “Sucht” erfüllen, und die zum Teil erheblich stärker verbreitet sind als substanzgebundene Abhängigkeiten: Arbeitssucht, Spielsucht, Ernährungsstörungen usw. Bei den Substanz-Süchten wird es darum gehen, daß die am weitesten verbreiteten kaum als solche wahrgenommen werden (raffinierter Zucker!), und auch ansonsten Abhängigkeit von irgendeiner Substanz eher der Regelfall als die Ausnahme zu sein scheint.

Erst nach diesen Ausflügen in die schillernde Welt von Rausch und “Sucht” soll es im vierten Teil um Drogen gehen, um die Substanzen, die als “Rauschgift”, “Betäubungsmittel” und Gegner im “War on drugs” klassifiziert werden, und die eine sehr spezielle Position einnehmen – sowohl in ihren Wirkungen als auch in ihrer Suchtbildung (sofern sie stattfindet).

Teil 5 behandelt die Prohibition und die Verbote, mit besonderem Augenmerk auf den genuin politischen Verboten: die nationalsozialistische “Rauschgiftbekämpfung”, LSD 1966. (Hierher gehört wohl auch der Einsatz von Drogen als politische und militärische Waffe – die Entwicklung von Pervitin, MKULTRA, der CIA-Schmuggel von Heroin in die schwarzen Ghettos…)

Der letzte Teil soll sich schließlich mit dem Vorschein beschäftigen, mit bewußtem/kontrolliertem Gebrauch, mit Bewußtseinserweiterung, mit den drogengestützten Entdeckungen (die Doppelhelix, Polymerase-Kettenreaktion), mit den günstigen persönlichkeitsverändernden Wirkungen, mit den gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen all das erst für alle möglich wäre – Kommunismus.

Derzeit lese ich hauptsächlich viel zu den Themen des Buches (mit den Re-Reads bin ich so gut wie durch) und bin für Hinweise immer dankbar. Putzig ist allerdings, daß manche anzunehmen scheinen, ich würde “neuerdings” über Drogen und Rausch reden und schreiben, mich gar nur an die Mode hängen damit – dabei gibt es neben Verschwörungstheorien und Kommunismus eigentlich kaum etwas, womit ich mich in den letzten 15 Jahren vergleichbar viel beschäftigt hätte.

30 Responses to ““Leben im Rausch” – Gliederung und Aufbau”

  1. lasterfahrerei Says:

    die faulheitssucht nicht vergessen, wenn schon sowas abgefahrenes wie arbeitssucht dabei ist. im kommunismus hoffe ich brauchts keine drogen mehr, wenn die menschen das richtige bewusstsein gefunden haben.

  2. classless Says:

    Nee, gar nicht abgefahren, sondern wie gesagt sehr verbreitet. Wobei Faulheitssucht entsprechend so funktionieren müßte, daß jemand die allermeiste Zeit über dem Anschein nach faul verbringt, es aber nicht schafft, sich dabei wirklich zu entspannen. Workaholics sind ja nicht produktiver, sondern verbringen einfach mehr Zeit mit der Arbeit und vernachlässigen alles andere. Das ist aber schon aus dem einfachen Grund nicht abgefahren, weil es das ist, was die meisten Jobs von einem nun mal verlangen.

  3. Steffen Geyer Says:

    Das klingt spannend. Biete mich als Korrekturleser mit einem Hauch Fachwissen an ;)

  4. classless Says:

    @ Steffen

    Auf dich komme ich auf jeden Fall noch zu!

    @ Moritz

    Schau ich mir mal an, klingt aber ein bißchen, als würden Drogenerfahrungen dort auf Irrationalität runtergebrochen…

  5. Cyrano Says:

    “Wobei Faulheitssucht entsprechend so funktionieren müßte, daß jemand die allermeiste Zeit über dem Anschein nach faul verbringt, es aber nicht schafft, sich dabei wirklich zu entspannen”

    Das halte ich gar nicht für ein so unwahrscheinliches Verhalten. Allerdings sind die Gründe wohl so heterogen bzw. die Arten der “Faulheit” und die Arten des nicht Entspannen könnens so verschieden, dass man mit einem Suchtbegriff da wenig erklären würde.

  6. classless Says:

    Na, im Grunde ist vieles, was landläufig unter Faulheit fallen würde, eine Folge von Arbeitssucht/Workaholism. Vieles andere, was darunter fällt, zeichnet sich wiederum eher durch die (für viele verdächtige) Abwesenheit von Arbeitssucht aus. ;-)

  7. Wolfgang Says:

    Und was ist mit der Streitsucht(Querulanz)?
    Oder dem verlangen, der “abhängigkeit/sucht” menschlichen denkens nach wissen, erfahrungen, methoden, der selbst-bestätigung des “ich” durch kritik oder lob?

    “Whoever said that man was a rational being deluded himself and deluded us all.”
    U.G.

  8. lasterfahrerei Says:

    da fragt sich natürlich die definition von produktiv. künstlerisches arbeiten zum beispiel kann man ja kaum irgendwie produktiv messen, aber als künstler kommt mensch kaum aus dem arbeiten raus.

  9. classless Says:

    @ Wolfgang

    Das ist nur die Gliederung, noch nicht das Buch. Was ich versuche, ist, aus den verschiedenen Formen von Sucht und Abhängigkeit einen Begriff davon zu entwickeln, was sie alle für die Persönlichkeit bedeuten, wie sie funktionieren und wodurch sie sich von nicht-abhängigem Verhalten theoretisch wie praktisch abgrenzen lassen. Ich wage aber noch keine Prognose, inwieweit mir das gelingen wird.

    @ lasterfahrer

    Genauso wäre erstmal die Definition von Arbeit bzw. “work” interessant. Ich sammele, ordne und überlege ja auch erstmal hauptsächlich…

  10. Donauwelle Says:

    “Wobei Faulheitssucht entsprechend so funktionieren müßte, daß jemand die allermeiste Zeit über dem Anschein nach faul verbringt, es aber nicht schafft, sich dabei wirklich zu entspannen”

    Klingt nach Glotze.

  11. posiputtls Says:

    ich freu mich drauf. das buch schenk ich dann meinen eltern zu weihnachten.

  12. Cyrano Says:

    @Donauwelle

    Versteh ich nicht. Vielleicht ist es vor der “Glotze” sogar relativ leicht zu entspannen, während ich, wenn ich gerade gern faul in der Sonne liege. gedanklich ständig abschweife. Weil ich dran denke, was meine Oma sagen würde, wenn sie mich so sehen würde, weil mir plötzlich siedend heiß einfällt, dass die Faulheit, die ich mir gerade genehmige, auf einem gewissen Luxus gründet, den andere nicht genießen, weil gleichzeitig Menschen erzwungen faul sind (d.h. ohne Mittel ihr Überleben zu sichern), und mein faules Nachdenken, sagen wir darüber, wie wir den Kommunismus übermorgen verwirklichen, zumindest bis morgen niemandem hilft, oder vielleich auch, weil ich so nen Blogkommentar den ich am Morgen gelesen habe, einfach nicht aus dem Kopf geht und mein Hirn zwanghaft-hektisch Antwort um Antwort formuliert. Vielleicht kommen mir all diese Gedanken auch vor der “Glotze”, und ich kann auch dort nicht abschalten…
    Also: Es gibt für das hier formulierte “Faulheitsproblem” doch nun wirklich viele Nachvollziehbare Gründe (vielleicht nicht der Geringste, dass Faulheit, Abschalten, Entspannen als Konzete schon die Idee eines maschinel durchrationalisierten Menschen in sich tragen), da muss man das ganze doch nicht ganz platt – magisch auf den Fernseher projizieren…

  13. Dirk Says:

    @lasterfahrerei

    “im kommunismus hoffe ich brauchts keine drogen mehr, wenn die menschen das richtige bewusstsein gefunden haben.”

    So etwas kann ich einfach nicht lesen ohne es zu kommentieren:

    Ich schlage vor, Bewusstsein jenseits von richtig und falsch zu denken oder besser noch – zu erfahren. Wie wäre es mit einer Meditation über dem Thema “Bewusstsein als transzendente und unmittelbare Reflektion jenseits der Schlussfolgerung”?

    Außerdem würde ich eine Gesellschaftsform, in der Drogen kein Werkzeug zur absichtlichen und forschenden oder heilenden Verschiebung des bewussten Seinszustandes sein sollen, nicht herbeisehnen wollen.

    Und oben drauf: Wenn mich beim Thema “Drogen” etwas wirklich ärgert, dann ist es das Wort “brauchen”. Als ob wir im Leben sonst nichts brauchen und es deswegen idealistisch verwerfen würden (?). In diesem Wort “brauchen” schwingt immer die Unterstellung mit, dass es Alternativen gibt, die unter allen Umständen besser, gesünder, moralischer oder gar *eigentlicher* sein sollen. Das heißt, wenn ich nur lange genug meditiere oder Karl Marx lese, dann kann ich auch auf Drogen verzichten, also sind die Drogen als Alternative wertlos? Würde das dann wiederum heißen, dass man auch kein Telefon braucht, weil man ja auch persönlich hingehen kann um sich mitzuteilen und dabei die wahrhaftigere (?) Alternative der Kommunikation wählt?

    Ich verstehe Drogen je nach ihrer Wirkungsform als eine *Möglichkeit* etwas zu erreichen. Jemand der beispielsweise ins Museum geht und das genießt oder daraus lernt, denkt dabei auch nicht in Kategorien des Brauchens. Er löst einfach eine Möglichkeit des Erlebens ein. Ich bitte um mehr Vorstellungskraft und weniger reduzierenden Idealismus. Danke

  14. Der Ekelbaron Says:

    Argh… Jetzt schreibst du schon zum zweiten Mal ein Buch, das ich eigentlich schreiben wollte. Deine Gliederung find ich auf jeden Fall toll.
    Bin grad bei einem anderen Thema am überlegen, ob ich Goffmans Stigma-Begriff (aus “Stigma”) verwenden soll. Würde bei deinem Text auch passen. Kennst du den? Was hältst du davon?
    85! 184!

    btw.:

    http://wiropfer.wordpress.com/2010/08/24/bbc-cia-machte-franzosisches-dorf-zum-drogenopfer

  15. classless Says:

    Mit Goffman hab ich mich noch nicht beschäftigt, klingt aber in der Tat nach einem hilfreichen Ansatz. Schau ich mir mal an.

    Zum Link: demnächst erscheint bei Werner ein Buch, in dem u.a. um dieses Dorf geht
    http://www.gruenekraft.com/permalink:gz273.html

  16. lasterfahrerei Says:

    Dirk: gewinnt der Kommunismus, dann wird das Drogen nehmen als entfremdete Tätigkeit darin aufgehoben.

  17. Dirk.Scheffler Says:

    @lasterfahrer

    Das ist schade, denn dann bin ich nicht mit von der Partie und bleibe als entfremdete Entität zurück. “Jeder nach seinen Bedürfnissen” ist damit aber auch gefallen. Das aber wäre dann einer der Punkte gewesen, zu dem man sich tatsächlich hätte hingerissen fühlen können!

  18. classless Says:

    siehe Posting:

    “Der letzte Teil soll sich schließlich mit dem Vorschein beschäftigen, mit bewußtem/kontrolliertem Gebrauch, mit Bewußtseinserweiterung, mit den drogengestützten Entdeckungen (die Doppelhelix, Polymerase-Kettenreaktion), mit den günstigen persönlichkeitsverändernden Wirkungen, mit den gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen all das erst für alle möglich wäre – Kommunismus.”

  19. sascha Says:

    zum thema “Sucht” wäre noch bedenkenswert, inwiefern das gesamte Konzept ziemlich unterschiedliche sachen in einen topf wirft, so verwalt- und pseudokontrollierbar macht und eigentlich ziemlich ideologischer quatsch ist.

    cia bringt heroin in die ghettos: hatte ich bisher immer für traditionsbauchlinken antiamerikanischen/authentizitätshype verschwörungsquatsch gehalten. gibt es dazu vernünftige literatur?

  20. Adrian Lang Says:

    Bin gespannt! ich hoffe du meldest dich, wenns Korrekturgelese braucht :)

  21. lasterfahrerei Says:

    dirk: da das bewusstsein die bedürfnisse mitbestimmt und jenes von der gessellschaft abhängt in der es sich formt, weiss niemand wie seine bedürfnisse im kommunismus aussehen werden. der kiffende tunichtsgut im kapitalismus heute wird vielleicht zum kollektiv-vorbildsworkaholic auf der kommunardisch geführten klopapiermanufaktur.

  22. Wolfgang Says:

    Schon mal probiert?:
    Das kind mit dem bade ausschütten UND die wanne hinterher schmeissen.

    Alles andere ist selbst=betrug.

  23. Dirk Says:

    @lasterfahrerei: Dass das Bewusstsein lediglich von der Gesellschaft abhängen soll, ist leidiger Determinismus – dazu sogar noch ein einseitiger. Die oben angeratene Mediation scheint mir nun noch mehr angeraten zu sein. BTW, bloß weil Marx etwas geschrieben hat, muss es noch nicht richtig sein.

    Obwohl Du behauptest, dass niemand wissen kann wie das Bewusstsein/Bedürfnis im Kommunismus aussehen wird (da stimme ich zu), gibst Du aber vor zu wissen, wie es *nicht* aussehen wird. Das ist natürlich genauso unbekannt. Es ist also nicht bekannt ob es das Bedürfnis nach Drogen nicht mehr geben würde. Und ich fände es eben auch schade wenn es so wäre und würde mich eben einem Kommunismus nach Deiner Vorstellung auch verweigern.

    Ich glaube, dass der Kommunismus auch deswegen noch nicht da ist, weil dessen Model des Menschen und der Gesellschaft der Wirklichkeit nicht nahe kommt. Deine Vorstellung von den Bedürfnissen der Menschen oder anders gesprochen unsere Uneinigkeit über den Wert von Drogen zeigt, dass wir weit entfernt sind, gemeinsam eine freie und emanzipierte Gesellschaft anzustreben – wie auch immer nun ihr Name sei.

  24. Donauwelle Says:

    @Cyrano – Das Unverständnis beruht auf Gegenseitigkeit. Ich jedenfalls habe den direkten Schritt vom Kulturpessimismus zur Informationsgesellschaft gemacht ohne den Umweg über die unidirektionalen Massenmedien, und wir sind mehr als letztere ihrer Zielgruppe wahr machen wollen. Von Zuschauern die nicht verstehen können wie jemand von ihrer Leitkultur unabhängig sein wollen kann als Projektionsfläche für die Zwangshaftigkeit des Fernsehverhaltens herangezogen zu werden ist nur eine der Folgen dieser Wahrnehmungsverzerrung. Andererseits stellen solche Situationen auch Gelegenheiten dar um darauf aufmerksam zu machen dass die Fernbedienung nicht das geeignete Mittel ist um alle Gedanken ziehen zu lassen.

    @sascha – Gary Webb im englischsprachigen Original.

    @lasterfahrerei – Und was die Stasis die nach der Wende zu Zeugen Jehovas mutiert sind geworden wären hätten sie frei kiffen können weiß auch keiner. Die andere Möglichkeit ist das Bilderverbot als rationales Kriterium zu handhaben anstatt als geheimniskrämerisches Brimborium. Im Kommunismus dürfte entfremdetes Verhalten eher als eine Eigenschaft des Systems aufgefasst werden als der Charaktere. Die wahrscheinlichste Erklärung was aus den Drogen wird sobald sie nicht länger in den Bereich der Kriminalität verdrängt werden, ist dass sie in den der Religion zurückkehren – selbst Marx soll ja den einen oder anderen Seufzer ausgestoßen haben…

  25. lasterfahrerei Says:

    Donauwelle: vielleicht wäre die stasi durchs kiffen zu rastafaris geworden.

    Dirk: der markt bestimmt den wert der drogen, beim handel muss man sich natürlich über diesen abstimmen. kann gut sein das das also den weg in eine emanzipierte gessellschaft versperrt. den ideellen wert von drogen kann mensch ja wohl kaum zu fassen kriegen.

  26. Donauwelle Says:

    @lasterfahrerei – Wenn sie an Deiner Tür klingeln und mit Dir einen kiffen wollen, würdest Du sie wegschicken?

  27. classless Kulla » Blog Archive » V Says:

    [...] me?” Auf jeden Fall werde ich ihn zur Illustration im einleitenden Dealer-Kapitel bei “Leben im Rausch” heranziehen.Die Symbolik der Serie findet sich nun in der Mobilisierung zur Blockade der [...]

  28. bbc reader Says:

    Link zu einer Untersuchung über den gesellschaftlichen und den persönlichen Schaden, der verschiedene Drogen zugeordnet wird:
    http://www.bbc.co.uk/news/uk-11660210
    Aus der Lancet.

  29. lasterfahrerei Says:

    ja, ich würde sie wegschicken.

  30. Wolfgang Says:

    John Lennon on taking drugs:
    http://www.youtube.com/watch?v=9LftibKEA7U

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