Archive for the 'Ausm Leben' Category

I’m experiencing technical difficulties

Monday, October 30th, 2006

Meine Versuche, mir ein zweites Betriebssystem zu installieren, um im Club nicht mehr so beäugt zu werden, habe ich vorläufig aufgegeben. Mehrere Tage habe ich mit Trial und massenweise Error verbracht, und es waren die wenigen freien Tage, die der Arbeitsherbst eben so aufweist. Nach dem dritten dreiviertelstündigen Booten von Ubuntu wurde mir erst klar, […]

Ökonomischer Gottesdienst, Nebenwiderspruch

Saturday, October 28th, 2006

Heute mehrfach darüber sinniert, wie sich sexuelle Belästigung in einem Arbeitsumfeld bestimmen läßt, in dem Belästigung die Hauptbeschäftigung ist.

Gestern abend

Friday, October 27th, 2006

Erster Programmpunkt: allerlei Gespräch im Club über Wahlcomputer, Philosophie, Faschismus, Bewerbungsschreiben und Uwe Barschel. Zweiter Programmpunkt: Geburtstagsfeier in einer Jugo-Bar in Neukölln. Langsam, anschwellendes Intoxikationslevel. Mann, war das authentisch. Dritter Programmpunkt: Prollige Peinlichkeiten im Bus. Vierter Programmpunkt: Spectre im M12 am Alex. What a rip-off. Statt dicke rollende Bässe gibt es aus zehn Computerböxchen einen […]

Budjet, budjet

Wednesday, October 25th, 2006

Kleine Impression von der Kinderzimmer Production des Tages, die bald schon ein veritabler Lauti-Hit werden dürfte: Und danke für die rege Beteiligung an der Nicht-Kommunismus-Findung!

Stöckchen bzgl. Dingen

Sunday, October 22nd, 2006

Das Stöckchen habe ich mir zwar mehr oder weniger selbst geworfen, aber so sei es: Fünf Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte: – Einen Wochenendplaneten. – Einen Replikator. – Einen Deplikator. – Unsterblichkeit (mit Notausgang). – Ein Zeitvakuum. Fünf Dinge, die ich habe, aber lieber nicht hätte: – Die Neigung, Eigenschaften zu verdinglichen. […]

Die Irren sind weg

Monday, October 16th, 2006

Geräuschlos wurde offenbar das Nachbarhaus entmietet oder geräumt, je nachdem, wie die Lage dort vorher gewesen sein mag. Es beherbergte regelmäßige Treffen der Irrenoffensive und war auch als Standort des Werner-Fuß-Zentrums der TU ausgeschildert. Jetzt plötzlich laufen Bauarbeiter herum und überstreichen die Wandbemalung.

Heimweg

Friday, October 13th, 2006

In der S-Bahn streitet sich eine jugendliche Besuchergruppe aus der Provinz darüber, ob der Reichstag oder der Bundestag wichtiger wäre. Nach mauligem Hin und Her setzt sich die Auffassung durch, der Reichstag sei wichtiger, weil ja auch Geschichte wichtiger als Sozialkunde sei.

Verwertungskette

Thursday, October 12th, 2006

Nach dem Umbau ist das Bild noch deutlicher geworden: direkt gegenüber der CD-Abteilung ist das Regal mit den Rohlingen, fünf Meter weiter, direkt gegenüber der Software-Abteilung, stehen die Brennerlaufwerke.

SI vs. KT

Wednesday, October 11th, 2006

Gerade habe ich das Protokoll unserer zweiwöchentlichen Kulturindustrie-Lesegruppe angetippt und hielt diese Passage über die Gegensätze von Situationisten und Kritischer Theorie bzw. Debord und Adorno für mitteilenswert: Während die Situationisten vom Kampf zwischen Rekuperation und Detournement reden und somit eine prozeßhafte Praxis befürworten, geht es bei der Kritischen Theorie um Ohnmacht und vielmehr ein prozeßhaftes […]

Ausflug in die westliche Zivilisation

Tuesday, October 10th, 2006

Das ist schon ein anderer Job, wenn man ihn mal zur Abwechslung nicht in der Ostberliner Platte, sondern im Westberliner Einkaufsviertel macht. Die Zeit ist genauso wenig am Boden festgenagelt wie die Gesichtszüge der Kunden, weit und breit keine Thor-Steinar-Klamotten in Sicht. Es gibt schwule und nichtdeutsche Mitarbeiter, sogar einen Israeli. Und für die Kaffeepause […]

Nachtrag zur Party

Sunday, October 8th, 2006

Ein besonderer Moment ergab sich, als Heiner sein Handy ans Mischpult anschloß, um von dort einen Grime-Song einzuspielen, und dann mitten im Song das Handy klingelte. *** Gerade sind noch die letzten Tracks, die vom Notebook liefen, bei last.fm zu sehen, wobei die Uhrzeiten allerdings nicht hinhauen:

Woche bis zum (natürlichen) Ende

Saturday, October 7th, 2006

Heute bin ich hauptsächlich faul und schreibe nichts über die Eindrücke und Erkenntnisse aus den beiden Vorträgen diese Woche, sondern speise euch mit einem ‘Ätsch, verpaßt!’ bezüglich der kleinen, lauten, eklektizistischen Tanzparty in meiner WG gestern abend ab, die von diesem little helper hier drei, vier Stunden lang so stroboisiert wurde, daß man hätte denken […]

Tübingen

Saturday, October 7th, 2006

Wilson kann seine Miete nicht bezahlen

Friday, October 6th, 2006

>>I hope people I’ve inspired with my work would band together to help me out in my later years if I needed it. Which is at least part of the reason why I’m sending what I can to support cosmic thinking patriarch Robert Anton Wilson, whose infirmity and depleted finances have put him in the […]

Och nö

Tuesday, October 3rd, 2006

Bullen und Punks vor dem Haus, Totenkopffahne, Goldene Zitronen aus dem Schnarup zu hören – aber ich bin gestern nicht in letzter Minute dem Taumel zum “Tag der deutschen Vereinheitlichung”, wie Ingo so schön sagte, in ein von selbiger freies Hoffest hinterm Zosch in der Tucholskystraße geflohen (mit exquisiter Beschallung durch Auge von Renate-Comics), um […]

Samstagnacht in Berlin

Tuesday, October 3rd, 2006

Unfreiwillige Sexismus-Empirie von scrupeda im Mädchenblog.

Eins fürs Erratik-Institut

Sunday, October 1st, 2006

Bei ‘Le Cro Bag’ am Alexanderplatz möchte ein Vater ein Getränk für seinen Sohn im Grundschulalter kaufen, der Sohn verlangt nach einem Powerade, weil das so bunt aussieht. Der Verkäufer antwortet engagiert: “Das kann ich Ihnen nicht empfehlen, da sind sehr viele Mineralstoffe drin, das ist nichts für ein Kind. Das ist ein isoterisches Getränk.”

Talking about coffee…

Sunday, October 1st, 2006

Das ist die Kaffeesituation bei mir in der Küche: coffeemamas Espresso houseblend in einer angemessenen Kanne.

London Flashback

Sunday, October 1st, 2006

In der U-Bahnstation bemerken, daß das hiesige Äquivalent zur in Mehrdeutigkeit und Sound äußerst psychoaktiven Londoner Durchsage “Mind the Gap” wie folgt lautet: “Bitte beachten Sie beim Einsteigen die Lücke zwischen Bahnsteigkante und Zug!”

Ökonomischer Gottesdienst, Dilemma

Saturday, September 30th, 2006

Zuviel Teilnahme für die Beobachtung. Es müßte mir wirklich gelingen, das Verhalten nicht auf mich zu beziehen, um es zu verstehen. Dann laufe ich aber Gefahr, es nicht mehr ernstzunehmen und unangemessen darauf zu reagieren. Ungelöstes Rätsel: Ware mit wachen Augen sein.

2MWW4N64EB9P