Külbel und Seltsam gegen die Antideutschen

January 3rd, 2010

Wenn andere von Antideutschen sprechen, weiß ich nie, ob ich mich angesprochen fühlen sollte. Weder weiß ich, was sie darunter verstehen, noch weiß ich, welche meiner Auffassungen sie für antideutsch halten würden. Für DDR-Kriminalpolizist Jürgen Cain Külbel scheinen all jene Antideutsche zu sein, die sich im Umfeld von Henryk M. Broder bewegen und/oder nicht-israelkritische Positionen vertreten. Kommunismus, Kritische Theorie, Antifa, Gegnerschaft zu deutscher Ideologie – das scheinen keine Kriterien zu sein.

Brauhaus Südstern Dr Seltsam Wer bezahlt die Antideutschen?
alle Fotos von Just

Eingeladen und moderiert von Klamauk-Anarcho-Stalinist Dr. Seltsam wollte Külbel am Sonntag im Brauhaus am Südstern laut Ankündigung der Frage nachgehen: “Wer bezahlt die Antideutschen?”

Das interessierte – aus offensichtlich völlig verschiedenen Gründen – gleichermaßen 30 bis 40 alte Linke, mutmaßlich Dr. Seltsams Stammpublikum, und vielleicht etwas weniger als 30 Antideutsche o.ä. Letztere wollten wissen, wo die Fördertöpfe stehen (ich auch!) und erfuhren es nicht. Erstere wollten gern auch Unscharfes über Drahtzieher und Hintermänner hören und wurden mit entsprechendem Geraune gut unterhalten.

Külbel: “Dann bin ich auch noch schwulenfeindlich”

Von Anfang an schoß sich Külbel aufs Internet ein, wo seinen Ermittlungen nach Antideutsche ab 2005 gezieltes Google Bombing gegen mißliebige Kritiker betrieben, u.a. gegen ihn.

Im August 2005 habe dann ein Koordinationstreffen von Hannes Stein, Michael Miersch und Henryk M. Broder mit etwa 70 antideutschen Bloggern in München stattgefunden. Aus diesem “prowestlichen Heimatabend” seien dann die abgesprochenen Kampagnen der “Stammelf” von Lizas Welt hervorgegangen. Von dort würden seither Personen zum Abschuß freigegeben und “die unteren Strukturen erledigen dann die Drecksarbeit”. Ein “Aussteiger” habe ihm, Külbel, berichtet, daß die Denunziationen gegen seine Person von Broder ausgegangen seien.

Külbel sieht sich “in einer doppelten Falle”, weil Broder vor allem Homosexuelle instrumentalisieren würde: “Wenn ich dann sage, daß die Person homosexuell ist, bin ich auch noch schwulenfeindlich.” Zwischenruf aus dem Publikum: “Was interessiert das denn auch, ob jemand homosexuell ist?” Külbel: “Auch die Ha’aretz will die Schwulen auf die Seite Israels ziehen.” Aha.

Hier griff Dr. Seltsam – wie noch häufiger im Verlauf der Veranstaltung – ein, und trompetete: “In Israel gehören Schwule ja auch nicht zur befreiten Klasse.” Und dann würde Israel mit dem Verweis auf unterdrückte Homosexuelle seinen Krieg gegen den Iran vorbereiten. Besser wäre es, wenn Deutschland allen verfolgten Frauen und Schwulen Asyl gewähren würde.

Külbel fuhr fort mit dem Verweis auf eine Meldung der Ha’aretz vom 20.4.09, nach der Israel seine PR zur Diskreditierung des Iran verschärfen würde. Von diesem Hinweis spannte er sofort einen kühnen Bogen zur “europäischen Netzgemeinschaft”, die von Israel mit spezieller Software ausgerüstet werde (er scheint wohl Giyus gemeint zu haben): “Da kommt Geld her!” (Nee, da kommt kein Geld her.)

Seltsam: “Lieber Gott, mach diese Atombomben weg!”

Wieder mischte sich Dr. Seltsam ein, diesmal recht lange, und nannte als Beispiel für die mittels israelischer Medienmanipulation verbreiteten Lügen den Ausspruch Ahmadinedschads, Israel solle von der Weltkarte verschwinden. Hintergrund.de habe hingegen übersetzt: Allah ist groß, Allah ist mächtig, und er wird es auch schaffen, daß Israel irgendwann von der Weltkarte verschwindet. (Das ändert dann natürlich alles… Die Übersetzungsdiskussion sieht aber anders aus.) “Im Oktober, wenn die Brennstäbe im Iran hochfahren, wird das der Grund für den Krieg sein” – Anfang 2007 war der Termin noch Februar/März 2007. “Die ganze Diskussion entsteht nur, weil Israel 250-270 Atombomben hat und die anderen Länder drumherum nicht.” Aus dem Publikum wurde darauf hingewiesen, daß Israel diese Waffen nicht einsetzen würde und das auch nicht zu beabsichtigen scheine. Seltsam: “Anderen Staaten wie Frankreich nehme ich das ab, der israelischen Regierung nicht. Die drohen ständig damit und halten die umliegenden Völker in Aufregung und nieder. Da denke ich: Lieber Gott, mach diese Atombomben weg.”

Israel als Staat sei aber richtig und wichtig, weil es auf Vorschlag Stalins in der UNO gegründet wurde. Natürlich müsse Israel geschützt werden – das würde “bis auf wenige radikale islamische Staaten” keiner bestreiten. Die Antideutschen seien aber keine Vertreter Israels oder der Juden, sondern von Geheimdiensten bezahlte Leute, die die Linke zerstören sollen: “Wir müssen einen Kriegsfeldzug gegen diese Provokateure führen!” Das Problem sei nicht, wer alles Israel ans Leder wolle, sondern: “Israel will allen ans Leder.”

Hier meldete sich jemand aus dem Publikum und fragte: “Ich bin antideutscher Blogger, ich hab kein Geld bekommen – wie komme ich denn nun an die 8 Millionen Schekel?” Als die Antwort ausblieb, hakte er nach: “Beim Antideutschen Katechismus war kein Beitrittsformular und ich geh ja nicht arbeiten…”

Statt einer Antwort bastelte Külbel weiter an der Beweislage herum. Broder würde “diese Leute” gewinnen, indem er Schwule instrumentalisiert. Die Blogger träfen sich in den Redaktionen von “Welt” und “Jungle World”. Wenn der Frager nicht zur Stammelf von Lizas Welt gehöre, sei er vielleicht auch nicht wichtig genug, um bezahlt zu werden.

Schon redete wieder Seltsam dazwischen und meinte, jede Kritik an den USA würde von den Antideutschen als antisemitisch hingestellt. US-Institutionen mit Milliarden von Dollars würden diese Kritik unterdrücken. Alle Rechercheure zu 9/11 seien als Antisemiten hingestellt worden. Der antideutsche Teil des Publikums wollte nun wissen, welche Institutionen das seien (wo es also Geld gibt!), Külbel nannte aber nur die Soros Foundation und wich dann wieder ins Allgemeine aus: nicht jeder antideutsche Blogger wäre unbedingt ein Geheimdienstmitarbeiter, aber sie hätten doch ihre Führungspersonen. Als Beispiel für Verbindungen von Antideutschen zu großen Geldgebern erwähnte er Thomas von der Osten-Sacken, der vom National Endowment for Democracy bezahlt werde. Außerdem habe Osten-Sacken Verbindungen zu Kanan Makiya (dem Autor von “Republic of Fear”), der “auch in der 5. Kolonne saß.”

Seltsam sekundierte, Osten-Sacken sei eine schlimme Type, “das könnte man jetzt beweisen”, aber es ginge eben weiter im Programm.

Külbel zeigt Foto

Külbel zeigte ein Foto mit Broder, Herre und Alex Feuerherdt und verwies auf Feuerherdts Veranstaltung zu Israelkritik, die vom American Enterprise Institute bezahlt werde, dann gab’s grauenvolle Gitarrenmusik.

Nach der Pause sagte Külbel den bemerkenswerten Satz, er habe “nicht mal Indizien”, nur Spuren. Seltsam überbot diese Offenbarung sofort locker mit dem Satz: “Lizas Welt ist ein Web.de und der Stichwortgeber.” Nun wurde Feuerherdts Bild herumgezeigt.

Külbel zeigt noch ein Foto

Nun gab es echte Einblicke in die Ermittlungsarbeit: Irgendwann hatte Külbel Verschiedenes mit dem Blogger Telegehirn abzumachen und versuchte mithilfe von datierten Flickr-Bildern, sein Wohnhaus ausfindig zu machen. Als er an einem Haus mit Bordell und Kneipe eine Israel-Fahne wehen sah, wußte er, daß er es gefunden hatte. Zuhause schnell nachrecherchiert: das Haus gehörte einer israelischen Firma! Aufgedeckt war die “Boddinstraßen-Verschwörung”!

Gegen den Einwand aus dem Publikum, hier werde Bloßstellung betrieben, stellte Seltsam nun klar, daß anonyme Blogger grundsätzlich furchtbar seien – und Wikipedia erst! Die Bloßstellung anonym im Netz verkehrender Menschen sei ein “demokratisches Menschenrecht”. CCC, übernehmen Sie!

Da bezüglich der Geldtöpfe außer Spuren nichts gewesen war, kam Külbel zum Schluß noch mit den Fleischtöpfen der Macht – doch da weiß er auch nicht mehr zu sagen als BAK Shalom und Linkspartei. Seltsam fügte hinzu, der Linkspartei sei gar nicht klar, daß diese Leute gar keine Linken seien.

Gegenrede

Damit hätte es schon vorbei sein können, doch es geschah etwas Verblüffendes: Ein guter Bekannter von Dr. Seltsam namens Arno (Mecklenburg?) hielt eine Gegenrede. Und er machte solange klar, was aus Külbel auch sonst so rauskommt, bis er von Seltsam abgewürgt wurde. Von Külbels Brief an Salomon Korn während des Libanonkriegs 2006 war die Rede, von Külbels beständiger Rede von palästinensischem Kinderblut, von der fast wörtlichen Übereinstimmung seiner Auslassungen bezüglich Merkels “Kotau vor dem zionistischen Nationalismus der israelischen Bourgeoisie” mit einer Erklärung der Nationalen Volkspartei Österreichs zum “Kniefall vor dem zionistischen Verbrecherregime der israelischen Bourgeoisie”, von seiner Verwendung von Kronzeugenjuden zur Immunisierung gegen Antisemitismusvorwürfe. Doch, sehr wohl könne es antisemitische Juden geben, sagte Arno, “es gibt ja auch Antideutsche!” Weder Israelis noch Palästinenser trügen die Schuld am Nahostkonflikt.

Gegenrede Arno

Schließlich trug er noch ein Gedicht Külbels über den Gazakrieg vor, indem es vor antisemitischen Anspielungen nur so wimmelte. Seltsam konnte darin kein Problem erkennen, nur “Stilfragen”. Külbel präsentierte sich nun als Opfer: alle als Antisemiten gebrandmarkten sollten doch am besten mit einem großen aufgenähten A herumlaufen, damit sie als solche zu erkennen seien.

In die allgemein ausbrechende Diskussion kündigte Seltsam, der eine Distanzierung von Külbel nicht für nötig zu halten schien, den Fortgang der Ermittlungen und noch zahlreiche weitere Veranstaltungen “zum Thema” an. Um rauszubekommen, wer denn nun eigentlich meine Führungsperson ist, werde ich wieder hingehen, auch wenn mir langsam mal dämmern sollte, daß nur erfolglose Antideutsche wie ich auf solchen Veranstaltungen auftauchen. Die anderen kriegen längst schon jeden Monat ihre 8000 Mark. Bzw. Schekel.

44 Responses to “Külbel und Seltsam gegen die Antideutschen”

  1. Hagbard Says:

    das war satire, oder? ich mein, sowas kann doch niemand ernst meinen.und: wo broder anti-deutsch (im wortsinn) sein soll, ist mir ein rätsel.

    gibts eigentlich noch diese “living large on mossad money” t-shirts? ich glaub kulla hat sowas mal erwähnt.

  2. Wonko Says:

    Jetzt bin ich immernoch nicht schlauer. War das denn nun ne Satireveranstaltung oder ernstgemeint? o.O

  3. Wendy Says:

    “Weder Israelis noch Palästinenser trügen die Schuld am Nahostkonflikt.” – hört, hört. Und für Outingfragen bist du dir ja anscheinend auch nicht zu schade – siehe Fotos.

  4. classless Says:

    Ist alles Spaß – Külbel schreibt auch für eine syrische Zeitung über Israels angebliche Drahtzieherei bei der Hariri-Ermordung, weil er das komisch findet ;-)

  5. DF Says:

    Külbels Aussteiger muss ziemlich deliriert haben. Alex Feuerherdt war 2005 NICHT auf mit uns dem Nockherberg. Und die unmittelbare Nähe der Paulaner-Braukessel verhinderte jegliche Planungen.

  6. jitzchak45 Says:

    ich fürchte, die meinen das wirklich ernst..

    ich hab mir mal nen shirt mit dem slogan selbst entworfen über spreadshirt oder so, wenn du interesse hast, kann ich nochmal nach dem entwurf suchen

  7. Justus Says:

    Danke fuer die Zusammenfassung!

  8. Arno Nüm Says:

    danke lieber Kulla für diesen Text :*

  9. soapbubbleuniverse Says:

    Ach, ja, vielen Dank – nach Berlin wär’s heute doch ein wenig weit gewesen, und ich hatte gehofft, irgendwo eine sinnvolle Zusammenfassung des events lesen zu können (sinnvoller als die Veranstaltung versprach es allemal zu werden – ist es auch :) ). Die Botschaft scheint jedoch … ich vernehme sie demütig und ein wenig erniedrigt und beleidigt (würden mich doch wenigstens diejenigen entlohnen, die dafür zuständig sind!) … die übliche gewesen zu sein: Alle werden vom Mossad für alles bezahlt, nur die IRRELEVANTEN (sigh!) nicht. Ich beuge mich natürlich der Entscheidung der “allmächtigen Strippenzieher” und “heimlichen Weltbeherrscher” (auf dass mich ‘ihre’ 250-270 Atomwaffen nicht alle auf einmal treffen) und mache halt einfach so weiter. Dann gehe ich vielleicht nochmal eines Tages als brain washed victim durch… Je nun, so lange noch meine Konkret-, Phase 2-, Extrablatt-, Jungle World- und Bahamas-Abos finanziert werden… Aber wenn ‘sie’ (huh!) damit aufhören, mag ich auch nicht mehr weitermachen – pöh!
    FYI: Irgendwann schlägt der Kommentar in Satire um – guess when!

  10. Herbert Rusche Says:

    Mit diesen Kategorisierungen bin ich noch immer nicht so vertraut. Aber mit Studium dieses Artikels ist mir nun klar wo ich nun einsortiert werde :-) Seis drum!

  11. gnurpsnewoel. Says:

    Wer bezahlt die Antideutschen?…

    In Dr. Seltsams Wochenschau versuchte Jürgen Cain Külbel aufzuzeigen, wer die israelsolidarische Linke in Deutschland finanziere. Dabei nannte er Mossad, CIA sowie den deutschen Staat. Er denunzierte einen seiner Kritiker als Denunzianten und bedien…

  12. gtz Says:

    irre

  13. gnurpsnewoel Says:

    Satire bei classless – bitterer Ernst bei Dr. Seltsam & Kain Kübel ;-)

  14. yasemin Says:

    Herrlich! Eine sehr gute Zusammenfassung eines eigentlich unfassbaren Nachmittages, musste nochmal ein paar Tränchen lachen.

    Find ich gut dass du dir die Freidenker-Sache auch noch antun willst, so muss ich nicht hin und erfahre trotzdem was/wen Seltsam da wieder ungeahnt Scheußliches aus dem Ärmel zaubert..

  15. classless Says:

    Den Bericht von gnurpswoel kann ich als ergänzende Lektüre empfehlen – da gibt’s noch eine Reihe von Details, die mir entgangen sind:

    http://gnurpsnewoel.blogsport.de/2010/01/04/wer-bezahlt-die-antideutschen/

    @ jitzchak45

    Den Entwurf würde ich auch gern mal sehen.

  16. Peter Says:

    Was ist denn die “Deutsche Ideologie”?
    Kann mir das mal einer sagen?

  17. Mmmatze Says:

    Herrlich, das! Manchmal fehlt mir Berlin wirklich!

  18. jitzchak45 Says:

    habs leider nur noch als normale bilddatei, aber sollte recht einfach wieder zusammen zu basteln sein:

    http://img46.imageshack.us/img46/5922/shirth.png

  19. Telegehirn Says:

    Ich habe ja so herzhaft gelacht. Die Boddinstraßen-Verschwörung!

    Ich warte aber immer noch auf meine Schecks vom Mossad. Irgendwas muss das schief gelaufen sein. Soll ich mich jetzt wegen der ausstehenden Schekel-Schecks an die israelische Botschaft wenden oder gleich an meinen Führungsoffizier vom Mossad? Mal Külbel fragen.

    Schade, daß ich von dieser Veranstaltung nichts wusste, denn ich wäre sicherlich erschienen, um die kruden Verschwörungstheorien mit nervigen Fakten zu widerlegen.

    Mal nur ein paar Beispiele:

    Das Bordell ist schon im Februar/März 2008 ausgezogen und seit dem befindet sich da das berüchtigte Loophole. Das hätte Külbel sofort erkennen müssen, aber er hat wohl mit vollen Hosen schnell ein verwackeltes Handyfoto von dem Haus und dem Klingelschild gemacht. Ansonsten hat er wohl schlecht im Internet recherchiert. Und meine Adresse hatte Külbel wohl aus dem Internet, denn ich hatte diese selbst preisgegeben.

    Zu der Altermedia-Sache bleibt nur zu sagen: Projektion!

    Ansonsten wäre ich gerne zu einem Rückspiel bereit, denn der Külbel scheint so auf mich fixiert zu sein, daß das wohl endlich mal geklärt werden sollte. Damit eventuell mal Ruhe einkehren kann.

  20. Die Finanziers II. « Reflexion Says:

    [...] geh ja nicht arbeiten…‘“ Nachzulesen gibt es das ganze in einem witzigen Bericht bei Classless. Wären solche Veranstaltungen nicht so traurige Beispiele für den Dauerzustand der deutschen [...]

  21. Elke Wittich Says:

    Seltsam, Rusche, da hats erst diesen Blogeintrag zu gebraucht, das zu verstehen, was Dir bei Twitter im Zuge des schweizerischen Minarett-Volksentscheids gleich mehrere Deiner Parteikollegen vorgeworfen haben?

  22. bigmouth Says:

    @wendy: wer wird denn geoutet? beide referenten betreiben persönliche websiten mit potraitfotos!

  23. Jasper Says:

    Herrlich! Ich bezweifle aber, dass die Veranstaltung so lustig war, wie dieser Bericht. Gut, dass andere für mich da waren…

  24. Jasper Says:

    Ach ja, falls ihr die Schekelquelle rauskriegt, blogge ich auch schnell was Antideutsches, das sich gewaschen hat, ich bräuchte nämlich auch mal wieder ne Geldspritze.

  25. xconroy Says:

    Und ich dachte schon, ich finde endlich ne passende Schublade für mich.

    Offensichtlich bin ich weder “altlinks” noch “antideutsch”, da mir die Herren Külbel und Feuerherdt (als Beispiele) und die von ihnen vertretenen krausen Ideologien gleichermaßen unsympathisch bis unfreiwillig komisch vorkommen. Man versuche einfach mal, Texte der beiden zu lesen und dann alles, was in irgendeiner Weise mit “an Feindbildern abarbeiten” zu tun hat, auszublenden. Es werden ein paar Satzzeichen übrigbleiben.

    Ne, ne, ne. Wahrscheinlich bin ich gar nicht links, sondern nur so`n verdammter Relativierer. Oder so. Mist. Muß ich eben anders reich werden.

  26. sten Says:

    dr. seltsam weiß über die juden und ihr geld und was sie damit finanzieren ziemlich gut bescheid.

    von einem von der “jungen welt” organisierten trip nach auschwitz nahm er z.b. vor ein paar jahren folgende erkenntnis mit:

    “Die Armee in Israel hingegen finanziert für Angehörige der letzten Gymnasialklassen regelmäßige Auschwitzfahrten, um hier Kraft und Gefühle für den aktuellen Kriegsdienst zu sammeln. Von diesen Gruppen, die in beschwörenden Ritualen ihrer toten Vorfahren gedenken und dabei mit ihrer Nationalfahne und völkischem Brimborium Zeitzeugen hören und mit Haß auf die Mörder ihrer Großeltern angefüllt heimkehren zum Krieg gegen die Palästinenser, wimmelt es in Birkenau.”

    http://blogs.taz.de/hausmeisterblog/2007/11/01/ein-gastbeitrag/#comments
    http://www.kommunisten-online.de/bildung/auschwitzreise.htm

    (nebenbei: dieser übelkeiterregende text ist auch ein herausragendes zeugnis linker polenfeindlichkeit)

  27. die blogwelt zum jahresbeginn « im*moment*vorbei Says:

    [...] wer eigentlich „die antideutschen“ finanziert. wie dieser abend ablief könnt ihr bei classless und gnurpsnewoel nachlesen und das ist im gegensatz zu dem widerlichen rest der hier erwähnten [...]

  28. lasterfahrerei Says:

    nu tuh nicht so unwissend:
    »Weder weiß ich, was sie darunter verstehen, noch weiß ich, welche meiner Auffassungen sie für antideutsch halten würden.«
    nur wo nutella drauf steht, ist auch nutella drin. das etiquette macht es, ganz egal warum es da ist oder vielleicht auch woher.
    btw. guter bericht seit langem!

  29. nonono Says:

    “nur wo nutella drauf steht, ist auch nutella drin.”

    Aber steht’s bei Kulla nun drauf oder nicht?

  30. lasterfahrerei Says:

    das weiss ich nicht. kommt darauf an was der der draufschaut da stehen haben will, somit steht bei kulla wohl unterschiedliches drauf. von innen sieht der kulla das natürlich spiegelverkehrt, was draufsteht. ist ähnlich wie mit dem anrufen, so wie man in den wald ruft so kommt es zurück und am ende sind da keine bäume mehr vor lauter wald.

  31. martin Says:

    Tausend Dank für diesen Bericht über ein anscheinend völlig bizarres Event. Ein mit diesen beiden Knallchargen besetztes Podium hätte ich zu gerne live erlebt. Sind die beiden evtl. auf Tournee und finden den Weg in die westdeutsche Provinz? Als Dr.Strange and Mr. Gaga? Dankbares Publikum, das auf Külbels unappetitliche “Israelkritik” a la “Eine Tasse Blut für…” und seine voluminösen Halluzinationen steht, gibt’s in D’land reichlich.

  32. McStriker Says:

    Die Idotie bestimmter selbsternannter Gegner der Antideutschen macht die antideutsche Ideologie nicht weniger idiotisch. Ist nicht beleidigend gemeint, ist nur meine Meinung nach ein paar Jahren der stillen Beobachtung.

    Nun ja, guter Bericht – unterhaltsam und informativ.

  33. dr. seltsam oder gebrauchsanweisung für anfänger in der sorgenfreien liebe zu atomwaffen « Schneespuren Says:

    [...] „külbel und seltsam gegen die antideutschen“ auf classlesskulla.org (hier) [...]

  34. classless Says:

    Guter Bericht, obwohl von einem Idioten geschrieben. So mag ich mein Lob!

  35. Rosenkranz Says:

    Auch ich war dort.

    Was soll die Verdreherei durch “gnurpsnewoel” und andere?

    Külbel sagte einleitend, einen Bezug zum Mossad finde er lächerlich.

    Bleibt bei der Wahrheit und nicht bei der, die manche sich zurechtbasteln, damit das Feindbild nicht befleckt wird.

  36. Is so Says:

    Auf die Frage, ob sie in den Antideutschen eine bedeutungslose Randerscheinung oder eine ernsthafte Bedrohung sehe, antwortete Anneliese Fikentscher folgendes:

    Gewiß sind die Antideutschen eine ernste Gefahr. Sie sind mit den Worten von Freidenker-Präsident Klaus Hartmann »ein Instrument reaktionärer Gegenaufklärung. Sie sind Feinde der Aufklärung und des Humanismus. Sie sind keine verirrten Linken, sondern Neue Rechte, durch und durch rassistisch, eine profaschistische Strömung«

    Yep

  37. classless Says:

    Das Hartmann-Zitat in seiner ganzen Pracht: “Die »Antideutschen« sind ein Produkt der postmodernen Zerstörung der Vernunft und ein Instrument der Gegenaufklärung. Sie sind Feinde der Arbeiterbewegung und des Sozialismus, der Aufklärung und des Humanismus.”

    Tja, wieder so ein Fall, bei dem ich mich angesprochen fühlen müßte, es mir aber nicht gelingt, das auf mich zu beziehen.

  38. Candydat Says:

    “Antideutsch sein, bedeutet nicht Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft obligatorisch zu hassen oder sich vor deutscher Küche zu ekeln (letzteres gelegentlich schon); antideutsch bedeutet, den unfreien Kollektiven, deren unmenschlichste Form die der Volksgemeinschaft der deutschen Nazis gewesen ist, radikalster Feind zu bleiben. Und hier vor allem die Tatsache des Volkes, den Antisemitismus, den Stellvertreterhass auf Befreiung und Glück, konsequent anzugreifen (auch und vor allem dann, wenn ‚Linke’ wie solche aus der Hamburger Brigittenstraße ihre Unfähigkeit, die freie Assoziation zu denken, dadurch nachdrücklich beweisen, indem sie sich als antisemitische Schlägerbanden formieren). Antideutsch bedeutet, für „die Emanzipation der Deutschen (und anderen Völkern) zu Menschen“ (Karl Marx) unerbittlich, d.h. ohne falsche Sentimentalitäten zu streiten.

    Wie Kareem Amer, ein ‚antideutscher’ Held in einem ägyptischen Knast, es ausdrückt: „Es gibt keinen Gott außer den Individuen“. Mit Theodor Adorno lässt sich die befreite Gesellschaft als eine solche skizzieren, in der „man ohne Angst verschieden sein kann“. Verschieden nicht als Völker, in denen das Individuum die identitären Zuschreibungen zu erdulden hat und Schwule, etwa im Iran, am Strick baumeln, sondern verschieden als individuelle Persönlichkeiten. „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Bedürfnissen“, wie es Marx auf den Punkt brachte.”

    http://cosmoproletarian-solidarity.blogspot.com/2009/12/lob-des-kommunismus-kritik-des.html

  39. Zitate! « abseits vom mainstream – heplev Says:

    [...] Doch, sehr wohl könne es antisemitische Juden geben, sagte Arno, “es gibt ja auch Antideutsche!” aus Külbel und Seltsam gegen die Antideutschen, classless, 03.01.10 [...]

  40. Worte der Woche (45) « Zeitung für Schland Says:

    [...] hat auszuführen, dass ominöse Teile der Blogosphäre ihre Gelder bekanntermaßen über Lizas Welt vom Mossad erhalten. Es wäre die Pflicht von Frau Palme gewesen, ihre Leser auch über diese dunklen Machenschaften [...]

  41. Verbrochenes · “Aus Krisen muss man sich schießen!” Says:

    [...] damit der jüdischen Weltverschwörung. Sie haben ja gehört oder gelesen, was der Kollege Külbel neulich bei Dr. Seltsam enthüllt hat: Ich werde vom Mossad dafür bezahlt, dass meine Stammkräfte nachhaltige Kampagnen gegen [...]

  42. Ralf Says:

    Super der Herr Külbel, was man nicht widerlegen kann einfach diffamieren, und seine sogenannte israelkritische Einstellung gleich selber als Antisemitismus outen in dem man wie eh und je den Juden unterstellt an Verschwörungen beteiligt zu sein.
    Das ist genau das, was ich unter “deutsche Ideologie” verstehe.

  43. Marcel Bartels ist nicht Marcel Barthels oder auf in den Infokrieg « Telegehirn Says:

    [...] wagen. Nicht nur, daß ich das Thema und die Gäste spannend finde ( Daniel Kulla ), sondern mein Arbeitgeber hat mir den Auftrag erteilt mich dort einmal umzusehen und Infos zu sammeln. Ich muss mich auch ran [...]

  44. Die Finanzierungsfrage. | Reflexion Says:

    [...] gibt es das in wit­zi­gen Be­richten bei Class­less und bei Gnur­ps­ne­wo­el. Wären sol­che Ver­an­stal­tun­gen nicht so trau­ri­ge [...]

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