Ahmadinedschad glaubt ans deutsche Volk

Sunday, April 12th, 2009

Der Spiegel hat sich nach drei Jahren wieder von Ahmadinedschad interviewen lassen. Schön aufgemacht, in einem Heft, dessen Titelbild neben dem bedeutendsten Antisemiten der Welt eine Darstellung von Judas als Verräter an Jesus Christus zeigt, kann der iranische Präsident passend zum Osterfest die deutschen Journalisten darüber ausfragen, warum sie sich die jüdisch-amerikanische Sicht der Dinge […]

Scheitern als Chance

Monday, February 9th, 2009

Von einer GSP-Veranstaltung berichtet ein Anhänger: >>Weitergehend wurde dann noch mit dem Irrsinn der europäischen Juden aufgeräumt, die da Israel als logische Konsequenz aus dem Holocaust begreifen. Hätten die sich nur einmal nämlich tatsächlich um eine vernünftige Konsequenz aus der NS-Judenverfolgung bemüht, dann wären sie nicht auf den Trichter gekommen, dass sie, weil sie aus […]

Einmal Gold, einmal Bronze für Deutschland

Monday, February 9th, 2009

Einmal Gold: >>Deutschland hat Einfluss auf die Geschicke der Welt – und im Vergleich mit anderen Ländern ist die Bundesrepublik dabei der weltweit beliebteste Staat. Dies ist das Ergebnis einer umfangreichen Studie im Auftrag der britischen BBC.>In Deutschland haben 65 Prozent den Eindruck, dass von Israel ein eher schlechter Einfluss ausgeht. Nur noch neun Prozent […]

Impression aus der Berliner Innenstadt

Saturday, January 17th, 2009

(Gastposting Scrupeda) Nachdem vom ersten Lautsprecherwagen zweimal die Auflagen verlesen worden waren – ‘Juden’, ‘jüdisch’ und ‘Juden-‘ durften ebensowenig benutzt werden wie ‘*Mörder-‘ oder irgendeine Form von ‘Schwein’/’Schweine-‘in Bezug auf Personen oder Variationen von ‘Tod für Israel!’, Selbstmordattentate und Raketenangriffe auf zivile Einrichtungen nicht gebilligt werden, Gewalttaten nicht gutgeheißen (auch nicht durch Symbole), und auch […]

Hamas-Werbung in Berlin

Saturday, January 17th, 2009

Der Tagesspiegel berichtet: >>Auf der Demo gegen den Krieg im Gaza-Streifen am Sonnabend dürfen nun doch Symbole der Hamas-Werbung gezeigt werden. Die Versammlungsbehörde, die auf Anweisung des Innensenators ein Verbot verhängt hatte, unterlag vor Gericht.

Neues aus Duisburg

Friday, January 16th, 2009

Aus diesem Fernsehbericht entnehmen wir: Daß die Polizei in eine Wohnung eindringt, um eine Israel-Fahne zu entfernen, ist deshalb besonders schlimm weil a) Deutschlands Ansehen in der Welt darunter leiden könnte und weil b) man nächstens wohl damit rechnen muß, daß auch Deutschland-Fahnen entfernt werden. Aber auch: Beim nächsten Mal demonstriert die Polizeigewerkschaft mit Israel-Fahnen.

Nachlese zum Sonntag [Update]

Wednesday, January 14th, 2009

Jörg Fischer-Ahron resümiert: >>Trotz klirrender Kälte, Drohungen im Vorfeld und der Ankündigung, die pro-israelische Veranstaltung stören zu wollen, beteiligten sich am Sonntag in Berlin 4.000 Menschen (laut Medienberichten 3.000 bis 4.000 Teilnehmer) an der Kundgebung “Solidarität mit Israel – Stoppt den Terror der Hamas” auf dem Breitscheidplatz, genau neben der Gedächtniskirche. Damit wurden selbst die […]

Die Israel-Situation

Friday, January 9th, 2009

Am Sonntag um 14 Uhr findet am Breitscheidplatz eine Solidaritätskundgebung für Israel statt, zu der Waiting, Saltzi und die Bahamas den Aufruf verbreiten (Dissi schenkt “jedem menschen, der vor ort ab 14h “kotzboy” ruft, ein israel-fähnchen” – solange der Vorrat reicht), zu der aber auch Politically Incorrect und Moscheegegner von der “Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger” mobilisieren. […]

Was Ahmadinedschad gesagt hat

Tuesday, July 15th, 2008

>>Wenn einige unter dem Druck der Hegemonialen Ordnung [nazm-i salta] etwa durch Unverständnis oder Einfältigkeit, oder Egoismus und Hedonismus einen Schritt zur Anerkennung des zionistischen Regimes unternehmen, sollten sie wissen, dass sie im Feuer der islamischen Gemeinschaft [umma] verbrennen und mit dem Mal ewiger Schande auf ihrer Stirn gekennzeichnet werden.

Israelsolidarität dialektisch

Friday, May 16th, 2008

>>Wenn nun also die Israelis auch einen antifaschistischen Schutzwall bauen, heißt das: heimlich sind sie für die DDR. Das bedeutet: heimlich sind sie auch für die Sowjetunion. Und das wiederum macht klar: eigentlich sind die Israelis für den Kommunismus. Das schließlich aber heißt: Israel ist für die Abschaffung des Hungers und für den Weltfrieden. Nun […]

Israelsolidarität bizarr

Friday, May 16th, 2008

Daß es ohne wertkritischen Ansatz möglich ist, sich für den staatsförmigen Selbstschutz der vom personalisierenden Antikapitalismus verschiedener Couleur Bedrohten einzusetzen, ist kein eben neues Phänomen, man denke etwa an die proisraelischen Christen innerhalb und außerhalb von Regierungen sowie an “Antideutsche” bei der Grünen Jugend oder an Gysis “Staatsräson”, auch wenn das Thema gerade bei der […]

Nicht das Problem, sondern das Problem

Friday, December 21st, 2007

Innenpolitik: >>Im Auftrag des Schäuble-Ministeriums erstellten die Hamburger Forscher Katrin Brettfeld und Peter Wetzels die Studie “Muslime in Deutschland”, bei welcher in vier großstädtischen Regionen rund 1000 Muslime befragt wurden. Insgesamt sehen die Ergebnisse wie zu erwarten aus. Nur eine Minderheit der Muslime (5,5%) hält Gewalt zur Ausbreitung des Islams für gerechtfertigt. 90% der befragten […]

Pausenraum-Lektüre

Saturday, October 6th, 2007

>>Einige tausend israelischer Teenager verfassten in Endlosspalten Liebesschwüre an Bill und Tom: “Ihr seid so sexy, kommt nach Israel.”>Berlins GDL-Bezirkschef Kernchen sprach sich dafür aus, der Bahn keine Vorwarnzeit mehr zu gewähren. “Meine persönliche Meinung ist: Künftig sollten wir ohne Ankündigung streiken.”>Finn: “99 Cent für einen Song ist viel zu viel, kein Wunder, dass die […]

Gemüse aus Sderot

Sunday, August 5th, 2007

>>Aus Wut über regelmäßige Raketenangriffe aus dem Gaza-Streifen haben Bewohner der südisraelischen Stadt Sderot mit Tomaten und Eiern zurückgeschossen.

Zum Ausschneiden und Dabeihaben

Wednesday, December 13th, 2006

>>Wo genau verläuft die Trennlinie zwischen Antisemitismus und der Kritik an Israel? Aus dem wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs lassen sich Kriterien ableiten, die eine solche Trennlinie markieren. Demnach gilt solche Kritik an Israel als antisemitisch, die Israel das Existenzrecht und das Recht auf Selbstverteidigung aberkennt, historische Vergleiche der israelischen Palästinenserpolitik mit der Judenverfolgung im Dritten […]

Kurzes vom Al-Quds-Tag mit Bildern

Saturday, October 21st, 2006

Gibt’s bei scrupeda. Ivo hat eine haarsträubende Passage des Al-Quds-Lautis gefilmt:

Solidarität gegen Israel

Saturday, August 12th, 2006

Als die Polizei darauf besteht, daß laut Demonstrationsauflagen das Tragen von Hizbollah-Fahnen nicht erlaubt sei, kommt es vorm Roten Rathaus noch vor Beginn des samstäglichen Aufmarsches “gegen den Krieg in Libanon und Palästina” zu ersten Rangeleien. Ein Fahnenträger will seine Fahne nicht rausrücken, es bildet sich eine Traube von Polizisten um ihn, schnell ist eine […]

Viel Solidarität, wenig Zuschauer

Monday, August 7th, 2006

Mehr als drei Stunden durch die Berliner Innenstadt zu demonstrieren und dennoch kaum Publikum zu haben, ist schon etwas tragisch. So hielten sich auch die kritischen Einwürfe in Grenze. Trostpreis für das regenschirmbewehrte ältere Ehepaar, daß am Lustgarten auf den Lautsprecherwagen zulief und allerlei Beschimpfungen ausstieß, gipfelnd in einem empört herausgepreßten “Aber unser Geld wollt […]

Feindbild Kunde

Thursday, March 30th, 2006

(http://myblog.de/classless/art/3216733) Ein bißchen bin ich angesichts der schieren Menge an Nazi-Kunden aller Altersgruppen und größtenteils im Schrankwand-Format doch erstaunt von mir selbst, daß ich heute auf die Frage zweier “Walhalla Germany”-Jackenträger von je mindestens 120 Kilogramm Lebendgewicht, warum wir denn keine AMD-Prozessoren verkaufen würden, freundlich wie auch nicht ganz richtig antwortete, daß wir ganz auf […]

Stuart Hall über den Begriff “Diaspora”

Friday, April 22nd, 2005

“Lange Zeit habe ich den Begriff nicht benutzt, weil er im Wesentlichen in Bezug auf Israel gebraucht wurde. Das war der dominante politische Gebrauch und damit habe ich Probleme wegen des palästinensischen Volkes.” Interview mit Kuan-Hsing Chen, 1992 Die Benutzung von Diaspora statt Migration und von Babylon (das Exil unter kultureller Fremdbestimmung) statt Ägypten (Exil […]

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