Archive for the 'Lektüre' Category

Banlieues 2005: der Mythos von der Jungs-Revolte & die Zielauswahl

Monday, October 29th, 2012

«This text, based on Emilio Quadrelli’s interviews in the Paris banlieues during and after the 2005 events, overthrows the whole spectrum of slurs against the racialised, pathologised racaille. The myth of an all-boy riot is trashed by female combatant leaders, and leftist commonplaces incur special scorn, above all those about the inarticulate cry for help […]

Space/Communism

Monday, October 15th, 2012

Nicht nur Oona und ich konnten uns in der Frage “Erst Weltraum oder erst Kommunismus?” nicht einig werden, auch Roger Behrens läßt den ungeschriebenen “Was ist Was”-Band über den Kommunismus so enden: «Innerhalb nur weniger Jahrhunderte hat der Mensch die Erde beinahe unbewohnbar gemacht. Kriege, Hunger und die Vernichtung der Natur bedeuten die fortschreitende Zerstörung […]

Texte zur Kommune von Oakland

Friday, July 6th, 2012

“Allerlei Texte zu den erfolgreichen Fehlschlägen” in Ausweitung der Occupy-Bewegung Ende 2011 bis Anfang 2012 wurden von der Gruppe Et al. gesammelt, übersetzt und als PDF aufbereitet: Booklet. – A5. – A4. Es gibt die Übersetzungen auch online zu lesen und gedruckt zu bestellen.

Pohrt im Laidak: Büchner und Benjamin statt Histomat

Monday, June 25th, 2012

Am Sonntagabend las in der weiterhin erstaunlichen Schankwirtschaft Wolfgang Pohrt – stets halb-anwesendes Debattengespenst mit aktuell mal wieder einer Veröffentlichung – Launiges zu Marxismus, Revolution und Geschichte vor und machte eine ganze Reihe ziemlich guter Witze. Im Vortrag, von Pohrt eingeleitet mit der Bemerkung, er werde enttäuschen, es müsse aber sein, stellte er die einst […]

To Mega Therion

Tuesday, April 24th, 2012

Nach den zwei nullten Ausgaben schreitet Das grosse Thier direkt zu Ausgabe 2 voran, darinnen neben allerlei Selbstverständlich-Unselbstverständlichem und der Naziplatte der Ausgabe (diesmal: Frank Rennicke “Nur unsere Gedanken sind frei”) auch mein Leserbrief zum Start der Zeitschrift: >>Bestimmte Haltungen scheinen mir bei diesem Unterfangen jedoch nicht hilfreich, namentlich diejenigen von Menschen, deren Leben um […]

Angstantrieb

Monday, April 2nd, 2012

>>[Der Mensch] funktioniert am besten unter Bedingungen, die seine Existenz bedrohen. Dann werden Adrenalin und andere Hormone ausgeschüttet, die einen physischen und mentalen Leistungsschub bewirken. Der Kapitalismus hat es nun geschafft, die permanente Existenzbedrohung in die Zivilisation hinüberzuretten. (…) Wollen wir das? Immer mit der latenten Angst vorm Verhungern leben, einer Angst, die in Krisenzeiten […]

Otze

Thursday, March 15th, 2012

>>Mit seinem Schlagzeug war Otze extrem präsent, auch mit seinem Gesang. Er war das Tier am Schlagzeug, immer ein Blickfang. Mir war unklar, wie man als Schlagzeuger überhaupt so eine Präsenz haben kann. Otze hat am Schlagstock das Tempo mörderisch lange halten können. (…) Der ist ja zwischendurch auch aufgestanden und hat Typen vor die […]

Wiedereintritt

Wednesday, March 7th, 2012

Das große Karthago machte drei Wochen Lesereise. In Freiburg war das ungefähr so. Nun ist Torsun verliebt, findet Kifferwitze komisch und präsentiert Bilder aus seiner Kiff-Phase – ich mache mir Sorgen und Vorwürfe. Saalschutz is an Inside Job. Aus Köln wird vermeldet, daß “Alles muss raus” dort gestern in der Kollektivbar des AZ rauf und […]

Durch’s Gebirge, durch die Steppen…

Saturday, February 25th, 2012

Die letzte Woche der Lesereise führt Torsun und mich nach Österreich, in die Schweiz und nochmals in die Westzone, bevor wir dann am Freitagabend im Festsaal Kreuzberg unsere Literatenhaare ablegen (Ahmadinedschad wird wieder Torsun und ich brauch wieder weniger lange zum Haarewaschen) und dann vermutlich erstmal für eine Weile keine Belletristik und keinen Alkohol mehr […]

Längeres Radiointerview zu Dresden, Kommunismus, Torsun-Buch & allem

Sunday, February 19th, 2012

Nach der Lesung in Tübingen rief mich Antje Meichsner vom Dresdner Coloradio an und ich hatte den (hoffentlich) passenden Laberflash: “Im stillen Gedenken an 6 Millionen tote Dresdner” oder “Dresden vollkotzen”

Lesen gegen Deutschland: Nase und Hirn unterwegs

Friday, February 10th, 2012

Nach den ersten zwei Wochen der Lesereise wird der Genosse Burkhardt nicht müde zu betonen, daß sie qua Versumpfungsgrad viel heftiger ist als seine Konzerttourneen. Gab es am Anfang noch gute Vorsätze, den Marathon nicht mit lauter Sprints zu beginnen, wurde aus dem Tourmotto “Die richtige Menge” schon irgendwo zwischen Hannover und Essen ein hilfloses […]

Endlich mal ein bißchen Verriß

Monday, February 6th, 2012

Christoph Parkinson im OX: >>“Raven wegen Deutschland” enttäuscht in zweifacher Hinsicht: Torsuns Drogenstorys ermöglichen einen guten Einblick in die Berliner Partyszene, sind aber ansonsten belanglos. Das kann man von Kullas Part zwar nicht sagen, allerdings ist dieser so nüchtern geschrieben, dass einem die Füße einschlafen.

Interviews zum Buch mit Torsun & mir

Wednesday, November 30th, 2011

Torsun hat mit Reflux gesprochen, auch ausführlich über unser Buch – das ist online bei ihnen zu lesen, ab Seite 54: >>Das Lustige ist ja, bei den Antideutschen Kommunisten Berlin gab es damals wirklich diesen Konflikt. Einerseits fanden die Popmusik ziemlich scheiße. Andererseits haben die mitbekommen, dass da auf einmal eine Popband ist, die nicht […]

Christian Heller, Post-Privacy und die Selbstauflösung der Menschheit

Wednesday, November 16th, 2011

Außerhalb seines just erschienenen Buches “Post Privacy: Prima leben ohne Privatsphäre” habe ich Christian “plomlompom” Heller, kurz Plom, nie sonderlich oft in einem allgemeineren Sinn “wir” sagen hören; charakteristisch für ihn schien mir immer eher seine halb-ironische, halb-mitleidige Formel “ihr Menschen…” Von denen nimmt er sich in Antizipation des Ziels der dereinst erhofft möglichen Selbst-Volldigitalisierung, […]

Seite zu “Raven wegen Deutschland”

Tuesday, November 15th, 2011

Ich hab jetzt mal eine extra Seite für das Buch angelegt, auf der ich Besprechungen, Termine, Infos zum Buch und sonstige Verweise sammle – die ist dann auch immer in der Seitenleiste zu finden:

taz bespricht “Raven wegen Deutschland” positiv

Sunday, November 13th, 2011

Egotronic sind immer noch ein Duo und machen Chiptune, und auch sonst scheint da vieles nicht so ganz verstanden worden zu sein – aber gut bzw. “kurzweilig” findet’s der Rezensent anscheinend trotzdem: taz/Julian Weber: Feinkost für Käfer

Die ersten Rezensionen zu “Raven wegen Deutschland”

Tuesday, October 25th, 2011

Aus der Zeitschrift “Die Republik bin ich”: “Das gleich zu Beginn auftauchende Wort Aufruhr sagt es bereits ganz deutlich: Mit diesem Buch werfen sich die berufsjugendlichen Autoren dem kommenden Aufstand der Wutbürger an den Hals und in der gleichen Bewegung fallen sie jeglichem Bestreben nach Zartheit und Kärchern in den Arm. Ohne es zu lesen, […]

Was sich im psychedelischen Rausch so alles ändert

Sunday, October 9th, 2011

In seinem DMT-Buch versucht Strassman, die subjektiven Faktoren eines psychedelischen Rausches zu verallgemeinern, “to gain a sense of a ‘typical’ response”: >>Psychedelics affect all of our mental functions: perception, emotion, thinking, body awareness, and our sense of self. Perceptual or sensory effects often, but not always, are primary. Objects in our field of vision appear […]

11. September 2001

Sunday, September 11th, 2011

Zum heutigen Datum zwei Zitate aus der “Entschwörungstheorie”, das erste aus dem ersten Kapitel “Fronten”: Der ideologische Umschlagspunkt zwischen den Neunzigern und der Gegenwart läßt sich auf den 11. September 2001 datieren, auf den Tag, von dem schnell behauptet wurde, nichts würde nach ihm so sein wie zuvor. Das war ebenso schnell als übereifrige Äußerung […]

Im Halse

Monday, August 1st, 2011

An der neuen Ausgabe der titanic ist nicht nur interessant, daß sie Amy Winehouse noch per Brief an die Leser zum Ausstieg aus dem Ausstieg zu animieren versuchte, sondern auch der Bericht von ihrer Israelreise, Zeilen wie “Dubstep oder Metalcore hört man beim Seniorenheimfasching schließlich erst in 50 Jahren” und dieser Brief: >>Chapeau, Welt Online! […]

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