Und huch, da war die Herrschaft

Thursday, May 11th, 2017

“In dieser ‘neolithischen Revolution’ entstanden die ersten Maschinen, der Pflug, der Webstuhl, die Töpferscheibe. Mit der Sesshaftigkeit das Eigentum an Grund und Boden, mit der Vorratshaltung die befestigten Städte. Die Arbeitsteilung differenzierte sich aus, und damit begann die dauerhafte, in Institutionen gefestigte Herrschaft von Menschen über Menschen, ob Sklaverei, feudale Hörigkeit oder Schuldknechtschaft.” Mathias Greffrath: […]

Statusupdate Deutschland

Thursday, May 31st, 2012

«Der Bundespräsident sagte, der Satz von Kanzlerin Angela Merkel, das Existenzrecht Israels gehöre zur deutschen Staatsräson, „kommt aus dem Herzen meiner Generation“. Er sei nicht nur aus einer politischen Vernunft geboren, „sondern aus einer tiefen Zerknirschung. Es ist ein moralischer Appell an uns selber, bei dem ich sehr besorgt bin, ob wir die Größe dieses […]

Bahamas-Bits: Zeitgenössische Arbeitsmoral

Wednesday, May 30th, 2012

Gastposting von scrupeda Um nur kurz die vorhersehbarsten Missverständnisse aus dem Weg zu räumen: Was folgt ist eine nur leicht ausformulierte Mitschrift des Podiums zu “Das Leben als Projekt” der Bahamas-Konferenz vom letzten Wochenende (siehe: Ankündigung, Boykottaufruf, Interview-Parodie). Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ist eine Dokumentation und kein Kommentar zu den Vorträgen, enthält also […]

Ökonomischer Gottesdienst, Fron & Buße fallen aus

Saturday, March 3rd, 2012

Sechs Wochen Tour, endend mit Gastauftritten von Linus Volkmann, mit viel Sehen & Wiedersehen und schließlich einer gut verleierten Abschlußlesung in und gegen Berlin, dann gerade drei Stunden Schlaf – ich war mir sicher, daß ich am Morgen danach mich auf Arbeit würde schleppen müssen und der Tag nicht vorübergehen würde. Stattdessen geht mir von […]

Ökonomischer Gottesdienst ain’t over til it’s over

Saturday, December 3rd, 2011

Nur knapp daneben, aber es reicht einfach nicht. So nahe neben der Euphorie von Torsuns Durchbruch muß ich doch feststellen: Ich bin nicht er, meine Konzerte sind nicht annährend so gut besucht wie seine und werfen entsprechend viel weniger Gage ab, und meine größtenteils erstaunlich gut besuchten Vorträge füllen keine Eintrittskasse (und auch kaum eine […]

Ökonomischer Gottesdienst, die Letzten wollen lieber nicht die Ersten sein

Friday, August 5th, 2011

Nach dem überraschenden und fluchtartigen Abgang des Chefs und ins danach entstehende Machtvakuum hinein (wegen Urlaub und aushäusiger Tätigkeiten war tagelang so gut wie niemand aus dem Management im Haus) startete ich unterm Personal eine Blitzumfrage, wie es denn mit der Idee aussehen würde, den Laden kollektiv zu übernehmen. Einige verstanden die Frage erst falsch […]

Standortwaffe Niedriglohnsektor

Wednesday, June 23rd, 2010

>>Die Bilanz des Wirkens der vier „Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“, welche den Namen des Ex-VW-Personalchefs tragen, und der Agenda 2010 ist überzeugend: Die Verfügung über Arbeit zum Zwecke der Vermehrung des Geldes der Anwender ist in Deutschland billiger geworden, und die Verfügung über Arbeitskräfte ist von so gut wie allen lästigen sozialpolitischen Schranken […]

Endlich Frühling: Keinen Finger krumm, Hass, Kapitulation, Kopieren

Friday, April 30th, 2010

30. April: Keinen Finger krumm für diese Gesellschaft! (Demo-Aufruf) 1. Mai: Hass wie noch nie Der Kurier mal wieder (Bündnis Berliner Antifagruppen gegen den Naziaufmarsch) 8. Mai: Kapitulation capitulation-mix by mila stern (auch toll: Orangenhaut – Cyberchick vs. Realtime) Bonus: Song übers Kopieren Copying Is Not Theft (via keimform)

Ökonomischer Gottesdienst, langsamer Entzug

Thursday, April 8th, 2010

Scheint tatsächlich zu stimmen: Seltener einer bestimmten Arbeit nachgehen macht mich bezüglich dieser Arbeit nicht entspannter sondern vor allem zynischer. Alles wirkt wieder so lächerlich und absurd wie beim ersten Mal. Und mein Kollegenaufwiegeln wird noch unverblümter. Note to self: I probably still won’t get myself fired but much more likely others.

“Egal wie schnell ich laufe, ich komme einfach nicht nach.”

Wednesday, June 10th, 2009

>>Sie sollen ständig erreichbar sein, verspüren einen brutalen Leistungsdruck – und brechen schließlich unter Weinkrämpfen zusammen: Immer mehr Menschen werden durch die Arbeit psychisch krank.

Die Kampftage

Thursday, April 30th, 2009

Zum 1. Mai gibt es bei Lysis einen musikalischen Beitrag: Steineschmeißer. Am 2. Mai (gibt es eigentlich den T4-Umzug der Irrenoffensive noch?) geschieht dann dies: Tja, und was soll ich sagen? Ich hab an dem Tag keine Zeit, weil ich arbeiten muß. (siehe auch)

Menschen, Maschinen, Vollrausch

Wednesday, April 15th, 2009

Der Mensch, das Tier, das “Wir” sagt: >>Nicht operative Intelligenz, das Verständnis von Raum, Mengen und Kausalität unterscheidet uns – hier ähneln sich die Leistungen von Schimpansen und zweijährigen Menschen –, sondern die soziale Kompetenz, uns in andere hineinzudenken, mit ihnen zu kommunizieren und gemeinsam zu handeln. (…) Wenn die Fähigkeit zur Kooperation, die Freude […]

Krank auf Arbeit

Saturday, April 11th, 2009

>>Deutsche Arbeitnehmer melden sich so selten krank wie seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr. Im ersten Quartal des Jahres erreichte der Krankenstand trotz Grippewelle den niedrigsten Stand in den ersten drei Monaten eines Jahres seit der Wiedervereinigung.

Ökonomischer Gottesdienst, Beichte

Friday, March 27th, 2009

Damit mir diese Gesellschaft erlaubt, hin und wieder das zu tun, was ich tun will, muß ich etwa die Hälfte des Jahres damit verbringen, meine Gesundheit, meine Energie, meine Nerven, meine Jugend und meine Leidenschaft auf dem Altar des Wertes zu opfern. Zugenagelte Buchstabenmarxisten nennen das euphemistischerweise “Schädigung”, als gäbe es ein Wort, um diesen […]

Aus aktuellem Anlaß

Saturday, February 14th, 2009

Kloß & Spinne: Arbeit – Geißel der Menschheit. Die DAK, gerade in der Presse für ihren Bericht über Hunderttausende gedopte Werktätige, rudert zurück: >>143 Befragte gaben an, dass sie ein Medikament ohne medizinische Notwendigkeit einnehmen beziehungsweise irgendwann einmal eingenommen haben. Daraus lässt sich nicht schließen, dass 5 % der aktiv erwerbstätigen Deutschen “dopen”. Denn in […]

Das Wetter

Thursday, October 30th, 2008

Währungs-Tsunami über Japan. Mit einem wetterfesten Depot, das einen ausgewogenen Mix aus Aktien, Anleihen, alternativen Investments, Rohstoffen und Immobilien enthält, spielt es nur eine untergeordnete Rolle, wie die Börsen gerade laufen, Trockenheit an den Geldmärkten, Wirbelstürme über den Rohstoffmärkten. Was wir im Augenblick auf den internationalen Finanzmärkten erleben, wirkt wie ein Tsunami. Das ist ein […]

Deichkind – Arbeit nervt

Monday, September 8th, 2008

Deichkind- Arbeit Nervt Stichhaltige Mutmaßungen über die Wünsche der Werktätigen. Welcher Arbeitsbegriff dem zugrundeliegt? Inwiefern das Kompensation ist? Wie das Spaß essentialisiert? Warum der Konsum keine Arbeit sein soll? Wer’s statt der Genervten tut? Ob der Queen-Part zum Schluß sein muß? Eh klar. Keine Ahnung. Macht mal. (via offensive selbstverteidigung)

Gegenstandpunkt vs. Michael Heinrich

Sunday, August 24th, 2008

In der aktuellen Ausgabe des GegenStandpunkt wird sich auf zwei Dutzend Seiten die “neue Kapitallektüre nach dem Ende der Arbeiterstaaten” vorgenommen; größtenteils geht es dabei um Michael Heinrichs “Kritik der politischen Ökonomie”, “Die Wissenschaft vom Wert” und “Wie das Marxsche Kapital lesen?” Als Hauptkritikpunkt läßt sich die Frage des Klassenkampfs, genauer die Frage der Empörung […]

Ökonomischer Gottesdienst, Klassen-Snafu

Friday, March 28th, 2008

Der Kollege kann den Unterschied zur Planwirtschaft einfach nicht erkennen: Jemand aus der oberen Etage ermittelt morgens nach dem Aufstehen aus der Sternenkonstellation und seinem Mittelstrahlurin das “Ziel”, das ab diesem Zeitpunkt alle Mitarbeiter freiwillig zu erfüllen haben. Abhängig vom Erreichen dieses Ziels ist die obere Etage bei ihren Kontrollgängen sauer oder weniger sauer. Kommunikation […]

Der Wert waltet

Thursday, November 22nd, 2007

Höhere Kapitalbeschaffungskosten entfalten typischerweise erst nach einigen Monaten ihre volle Wirkung auf Unternehmen und Konsumenten. Im Grunde ist dies nur eine logische Folge. Wer die monatliche Rate für seine eigene Immobilie nicht mehr bezahlen kann, wird auch seine Ratenkredite nicht mehr bedienen können. Das hat zu teilweise dramatischen Entwicklungen geführt: So ist der Neubau von […]

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