Archive for the 'Rausch & Mittel' Category

10 Milligramm Arbeitswut

Wednesday, September 2nd, 2009

>>Nach der Rationalisierung von Raum und Zeit folgt der Angriff aufs Ich: Ritalin befähigt, persönliche Grenzen zu überwinden, um Schritt halten zu können. Gleichzeitig wird so die kapitalistische Produktivität gesteigert. Jeder Chef hätte Freude, wenn er meinen Arbeitseinsatz sähe. Andere Bedürfnisse werden vernachlässigbar. In Jokeits Worten: «Mit der Pharmakologie zur kognitiven Leistungssteigerung werden Human Resources [...]

Erste Wieder-Leseliste

Friday, August 21st, 2009

Um mein nächstes größeres Thema “Drogen” für mich erst nochmal zu umreißen und meine Fragen deutlicher formulieren zu können, werde ich in den nächsten Wochen einige gute Gesprächspartner aufsuchen und den ersten Meter Text weglesen, neben über die Zeit gebookmarkten Internetseiten vor allem folgende Re-Reads:
Ronald Steckel: Bewußtseinserweiternde Drogen
Günter Amendt: No Drugs No Future
Wolfgang Schivelbusch: Das [...]

Projektverschiebung, Projektbeginn

Tuesday, August 18th, 2009

Ich muß mir eingestehen, daß das Vorhaben, “Going Back To Ephesos” in diesem Sommer fertigzuschreiben, doch etwas zu ambitioniert war. Die bisherigen Bücher sind alle in einem Sommer bzw. oft sogar nur in einem Teil davon entstanden; ich habe völlig unterschätzt, wieviel mehr ich mir diesmal aufgehalst habe: andere Sprache, extrem viel Inhalt in mehr [...]

Der Rausch…

Thursday, February 5th, 2009

…taucht vor einem Monat in einer silvester-induzierten Diskussion auf, und ein Teetrinker schlägt sogleich beim Gegenstandpunkt nach, wo sich Folgendes findet:
>>Die bürgerliche Gesellschaft hat ein interessantes Angebot auf Lager: Rauschgift wird als Ware angeboten. Kundschaft zu finden ist offenbar kein Problem. Es scheint genügend Mitglieder dieser Gesellschaft zu geben, die die Betäubung ihres Bewußtseins attraktiv [...]

Ich mach die Augen zu…

Thursday, July 3rd, 2008

…und fliege durch die bunte Nacht:
>>14 Monate später gaben 64 Prozent der Teilnehmer an, sich noch immer wohler zu fühlen als vor dem Drogenerlebnis: Sie seien allgemein zufriedener, kreativer, selbstsicherer, flexibler und optimistischer. “Diese Aussagen sind sehr erstaunlich”, meint Studienleiter Griffith, der seine Ergebnisse jetzt im Fachmagazin ” Journal of Psychopharmacology” veröffentlicht hat. “In der [...]

Buffy - Gedanken nach der letzten Staffel

Wednesday, January 16th, 2008

Nachdem ich nun mit der ganzen Serie einmal durch bin (das Comic liegt schon bereit, die letzte Staffel Angel habe ich schon beim Wickel, ein gründlicher zweiter Durchlauf steht auch aus), läßt sich bezüglich des von mir bevorzugten Blickwinkels anmerken, daß er gar nicht so schlecht gewählt war - gerade in Hinblick auf den Schluß [...]

Acid Aftermath

Friday, September 21st, 2007

Hier noch ein paar mehr Gedanken vom Montag, die meisten davon aus der zweiten und dritten Stunde:
The 20th century has not only been witnessing the worst terror in the history of humanity, it has also been the stage for the most magnificent movements ever to aim beyond the current state. I have not properly partaken [...]

Acid Sushi Picknick

Tuesday, September 18th, 2007

Die gleiche Realität, nur 150 Mikrogramm weiter. Das steht in keinem Verhältnis. Das Nervensystem sagt: Okay, ich weiß, daß du kein Serotonin bist, aber ich nehm dich trotzdem. Ich liege mir auf der Lauer, direkt neben einem Steinpilz. Frauen reiten durchs Bild. Es gibt lauter digitale Technik, um es zu begleiten und aufzuzeichnen.
Ist das noch [...]

Kriminalisierung selbstgemacht

Thursday, September 13th, 2007

Substanzen und Händler lassen sich besonders einfach dafür verantwortlich machen, daß der kontrollierte Umgang mit Rausch und neuronaler Manipulation genauso selbstverständlich von jedem erwartet wird wie er praktisch nirgendwo zu erlernen ist. Wie auch am Tacheles ist am Friedrichshainer Fischladen - wenngleich weniger prominent und nur einmal - die naheliegendste Parole zu lesen:

Dekret an die [...]

Drogenpolitik

Thursday, August 30th, 2007

>>Denn eine toxische Wirkung des Zaubersalbeis ist nicht bekannt, ebenso wenig wie ein Suchtpotenzial, und in der einzigen ernst zu nehmenden Studie über seine Wirkung, die die Universitäten Barcelona und Madrid im Jahr 2006 veröffentlichten, nannten die befragten Konsumenten als negativste Begleiterscheinung seine viel zu kurze Wirkungsdauer.

Zur Lage der Hauptfiguren

Tuesday, July 17th, 2007

Was machen Artemis und der Dealer von Ephesos heute? Wie geht es ihnen? Keine Ahnung, aber hier und da finden sich Spuren. Gut dabei in Sachen Bienenkorb auf dem Kopf, Drogen und Tiere: Angie Mason.

Überhaupt nicht gut dabei: das Tacheles, an dessen Eingangstür in dutzendfacher Ausfertigung propagiert wird, daß es ohne Dealer keine Drogen gibt, [...]

Stoned Free

Friday, September 29th, 2006

(via planethop)

Die Kiez-Autochthonen vom Boxi

Thursday, September 21st, 2006

>>Auch diese Gruppe besteht aus Trinkern, aber: “Im Gegenteil zu den anderen sind die Männer sehr aggressiv, sie provozieren und schlagen schnell zu” … “Es ist eine Mischung aus Alkohol und Drogen, aus Imponiergehabe und Dominanzstreben”, so der Polizist. Familien werden von ihnen nicht belästigt, aber: Wer etwa als Mann am Boxi Ohrringe trägt, der [...]

“Gibson geht mit gutem Beispiel voran”

Wednesday, August 2nd, 2006

>>Nach dem reuevollen Geständnis Mel Gibsons („Die Juden sind für alle Kriege in der Welt verantwortlich“), er sei kein Antisemit, sondern nur schwer alkoholkrank, hat nun auch Irans Staatspräsident Ahmadinedschad zugegeben, daß er eigentlich gar nichts gegen Juden habe, sondern lediglich ein übermächtiges Drogen- und (heimlich) Alkoholproblem. Ihre Mitgliederzahl mehr als verzehnfacht haben in den [...]

Zur Dialektik von Dope und Mate

Thursday, May 26th, 2005

Vortrag auf der GPN4 bei Entropia/CCC Karlsruhe 2005
“We get high on all types of drugs when all you really need is love to get by, just to get by”, rappt Talib Kweli. Ist die Fremdsteuerung des Körpers einmal etabliert, ermöglichen Drogen doppelseitige chemische Kompensation - zum einen für den realen Verlust an Lebendigkeit durch Arbeit [...]