Archive for the 'Cut-up & Remichsen' Category

Marx cuttet das Kapital

Tuesday, July 25th, 2006

>>“They are my slaves,” he would sometimes say, gesturing at the books on his shelves, “and they must serve me as I will.” The task of this unpaid workforce was to provide raw materials which could be shaped for his own purposes. “His conversation does not run in one groove, but is as varied as […]

Lesungstext für die GPN5

Saturday, June 10th, 2006

>>Am Anfang war der Code. Und keiner wußte, was Gott damit sagen wollte. Also schickte Gott das Wort nach, das wurde begeistert aufgenommen und nun waren sich alle total sicher, daß sie es begriffen hätten. Sie vergaßen den Code und erzeugten gerade in unserem Landstrich immer längere Wörter, unüberschaubare Buchstabenketten, was die Sprache schon strukturell […]

Suchen und Finden

Thursday, June 1st, 2006

Daß das liebe Blogpublikum selten das liest, was mir selbst am wichtigsten ist – nun ja, geschenkt. Ist ja kein Jammerblog. Was dann allerdings zumeist gesucht wird und dank Google auch noch bei gefunden, finde ich doch immer wieder sehr belustigend. “Drogen in Thale” zum Beispiel, “sizilianische mafia namen aus den 30ern”, den Songtext von […]

Ein Cut-up für mich selbst

Sunday, April 9th, 2006

(Nachdem ich Adorno bereits gegen die Weltgeschichte vereinnahmt habe, präsentiere ich dem geneigten Publikum hier einen Adorno-Cut-up über die Lage des Cut-ups in der Kulturindustrie, wozu er selbstverständlich nie etwas gesagt hat.) Das Subjekt opfert die Anschaulichkeit des Werkes, treibt es zu Lehre und Spruchweisheit und versteht sich als Repräsentanten einer nicht existenten Gemeinschaft, stets […]

Der andere Job, der nie einer sein sollte

Friday, April 7th, 2006

(http://myblog.de/classless/art/3270284) Sollte mal wieder jemand fragen wollen, warum ich denn so selten Lesungen mache, es von mir keine neuen Bücher gibt, warum ich überhaupt so wenig Umfangreicheres schreibe, warum ich nicht einfach mal bei dem und dem Verlag frage, den kennt man doch, das könne doch alles nicht so schwer sein etc. – so sieht […]

Der Club der dichten Toten

Thursday, March 16th, 2006

(http://myblog.de/classless/art/3115955) >>Schön wäre es, mit der Sprache zu spielen und den offenen Horizont immer noch zu erweitern. Das nannte ich einst “Weichkern-Aufschnitt” oder “Softcore-Cut-up”, also nette Umgehungsstrategie mit dem Ziel der Versöhnung. Doch es spielt gar keine Rolle, wie hart oder weich der Kern ist; und die Umgehung, der Hack, der Witz mögen wohl mir […]

Achtung, Wortgrippe!

Tuesday, March 14th, 2006

“Für das Zusammenfügen verschiedener Texte zu einem neuen wird in der Philologie auch der Begriff Kontamination verwendet (in Anlehnung an das Verfahren römischer Dichter, bei der Übersetzung griechischer Dramen deren Struktur zu verändern, indem sie Elemente anderer Stücke einarbeiteten). Das Ergebnis dieser Umgestaltung muß die Assoziation des Zufälligen allerdings möglichst ausschließen.” Weingart, Brigitte: Ansteckende Wörter. […]

Don’t fight da Bush, fight the game!

Friday, March 10th, 2006

>>Wenn es richtig ist, daß die sogenannte Interjektion, nämlich „der einzelne, von einem übermächtigen momentanen Eindruck abgedrungene Affekt- und Erregungslaut“ buschda, das wesentliche physiologische Element der Sprache ausmacht, dann dürfte Sprache anfangs nichts anderes gewesen sein als unter Wiederholungszwang entfaltete Interjektion: buschdada. Und es war sein Wort, welches er sprach zuerst: Aristoteles’ Urlaut tode ti, […]

Wi 22 vs. Wi 109

Wednesday, February 8th, 2006

(Zentral- und Landesbibliothek-Cut No. 5) Spätestens seit Erzbischof Wulfstan im Jahre 1014 in einer Predigt in York erklärte: „Die Welt rast ihrem Ende entgegen“, glauben die Menschen, daß alles schlechter wird und daß früher alles besser war. Du kannst dir nicht vorstellen, wie das nervt. Die Krise war Realität geworden. Wie würden Sie vorgehen? Ich […]

Überlaufregal

Monday, February 6th, 2006

(Zentral- und Landesbibliothek-Cut No. 4) Der paramilitärische Apparat drohte sich zu verselbständigen. Vier Mitarbeiter der tschechischen Redaktion wurden schwer, vier weitere leicht verletzt. Das Theater war voll von eben aus Frankreich heimgekehrten Frontsoldaten. Sie steigen immer auf den letzten Drücker ein. Ich schrie, weil es so heiß war, so unerträglich heiß. Ist die Heilige Stadt […]

Soz 75 – 111

Sunday, January 22nd, 2006

(Zentral- und Landesbibliothek-Cut No. 3) Die vorige Krise ist die letzte gewesen. Die Sozialformation Staat siecht dahin, ihre Zeit ist vorbei. Außerdem haben die westlichen Demokratien leider kein Geld. Moralischer Radikalismus, mehr Verantwortung und Solidarität. Aber was hat das alles mit Marx zu tun, wird man fragen? Vergessen wir nicht, daß Marx einmal gläubiger Christ […]

Mu 349 vs. Mu 339

Saturday, January 21st, 2006

(Zentral- und Landesbibliothek-Cut No. 2) Bin ich zu laut? Ja, ich habe wahrscheinlich einen angeborenen Sinn für das, was ich Wucherung der Materialien nennen möchte. Wenn Großmutter schrieb oder rechnete, dann hat sie mit hebräischen Buchstaben geschrieben. Mit dem Augenblick, da die Feder sich seiner bemächtigt, verliert der Gedanke seine Originalgestalt. Ich möchte noch gern […]

N 107 – 108 vs. N 212

Friday, January 20th, 2006

(Zentral- und Landesbibliothek-Cut No. 1) Wie hat man sich denn nun so ein Atom vorzustellen? Atome als naturphilosophisches Konzept, Atome aus einem Kern dichter Materie, Elektronen in komplizierten Atomen, Atome als „wirkliche“ Teilchen, Atome als „wirkliche“ Bausteine, populäre Atomvorstellungen. Und wenn man auf einer ebenen Strecke aufhört zu ziehen, dann bleibt er stehen. Es gibt […]

Zufall ist Methode

Wednesday, January 4th, 2006

Anfassen und Begreifen Michs. I know what you’re gonna say so don’t. Vergleichendes Sehen, das die Besonderheiten innerhalb einer Familie von Bauten vor Augen führt, wird erst in Bildreihen möglich. Just do it. Cut the fuck up. Ein solches Vorgehen entspricht dem wissenschaftlich-analytischen Prozess, der Erkenntnis aus der exemplarischen Gegenüberstellung der Dinge und Phänomene zieht. […]

Zufall ist Methode.

Wednesday, January 4th, 2006

Anfassen und Begreifen Michs. I know what you’re gonna say so don’t. Vergleichendes Sehen, das die Besonderheiten innerhalb einer Familie von Bauten vor Augen führt, wird erst in Bildreihen möglich. Just do it. Cut the fuck up. Ein solches Vorgehen entspricht dem wissenschaftlich-analytischen Prozess, der Erkenntnis aus der exemplarischen Gegenüberstellung der Dinge und Phänomene zieht. […]

Zufall und Geschwätzigkeit

Sunday, August 21st, 2005

Who told you Michs. Wer spricht? Ein Kreuzberger Blog wundert sich, wie ausufernd ein befeindeter Linker von seiner eigenen Person spricht. Während es doch an sich ganz ungewöhnlich ist, in einem linken politischen Essay das Wort “ich” zu finden. Ob es der Spaziergang über den “Türkenmarkt” ist oder die persönlichen Eindrücke von einer Demonstration anlässlich […]

Zur Dialektik von Dope und Mate

Thursday, May 26th, 2005

Vortrag auf der GPN4 bei Entropia/CCC Karlsruhe 2005 “We get high on all types of drugs when all you really need is love to get by, just to get by”, rappt Talib Kweli. Ist die Fremdsteuerung des Körpers einmal etabliert, ermöglichen Drogen doppelseitige chemische Kompensation – zum einen für den realen Verlust an Lebendigkeit durch […]

Oh, nein, kein Samplen und kein Remixen

Wednesday, February 16th, 2005

In der ‘Trend’-Stellungnahme zur Spiegelung eines Textes aus der Islamischen Zeitung werden schöne Konzepte der Textaneignung zur Rechfertigung herangezogen: Wir verbreiten sowohl bereits veröffentlichte Texte durch Spiegelung als auch bisher unveröffentlichte, um sie dadurch neu zu samplen bzw. zu remixen. Diese besondere Sammelwerkmethode schafft neue Sichtweisen und Einsichten in bereits bekannte Zusammenhänge und Strukturen. Bestimmte […]

Song gegen Deutschland

Sunday, February 6th, 2005

[altes Lied in der Rohfassung, leider nie noch mal überarbeitet…] antivolk Timbou feat. Classless Kulla “Sie singen nur Peace and Love” (Betaversion fürs Netz nach zwei Bastelnachmittagen im Kinderzimmer in Jena) [die Bassline ist wirklich aus “Deutschland muß sterben” von Slime; die Bassline und in gewisser Weise der Titel selbst sind im Grunde das einzige […]

17. Tag der Werktätigen des Fernmeldewesens

Saturday, June 28th, 2003

Hinter mir liegt ein Tag des verzweifelten Gegrübels, der Schlaflosigkeit und des Durchfalls. Bowel shaking earthquakes of doubt and remorse. Nachdem mich vorgestern angesichts meiner geradezu flutschenden Ideen einige Euphorie befiel, wurde mir gestern die Widersprüchlichkeit meines Vorhabens noch mal richtig bewußt. -Wau zu kontextualisieren und seine komplexen Anliegen darzustellen, um sie der Verniedlichung zu […]

2MWW4N64EB9P