classless Kulla
bißchen dick, fehl am Platz, will immer noch was
Staatsbürgerkunde
May 22nd, 2013«Aber wir müssen den Menschen auch klarmachen, wie unser Rechtsstaat funktioniert”. [...] Da springt der Polizist auf den Jungen zu, schlägt auf ihn ein, trifft ihn im Nacken und an den Schultern mit sehr heftigen Schlägen”, schildert eine Frau ihre Beobachtungen. Außerdem heißt es, Polizisten hätten die Randalierer in Husby als “Neger” und “Affen” beschimpft.»
tagesschau.de: Soziale Unruhen in Stockholms Vororten eskalieren
Interview zu “Leben im Rausch” für jetzt/Süddeutsche
May 5th, 2013«Rausch ist nicht gut oder schlecht, und er ist nichts dem Menschen Äußerliches. Mit Rausch lässt sich Herrschaft genauso befördern wie erschüttern. Aus Herrschaftsperspektive ist es wahrscheinlich am besten, wenn wir glauben, dass mit dem Rausch dann am wenigsten Übel passiert, wenn wir uns möglichst wenig damit beschäftigen und uns an den Massenspektakeln berauschen, vom Krieg übers Myfest bis zur Fußball-WM. Damit der Rausch ermächtigen kann, müssen wir das Gegenteil tun und ihn, um Wolfgang Neuss zu zitieren, üben, üben, üben.»
1. Mai in Berlin
May 2nd, 2013Zwei Rückschläge, die erst nach Triumph aussahen.
Der Morgen
Nach einer großen Vorabenddemo fanden sich schon zeitig mehrere Tausend Blockadewillige auf und entlang der Naziroute in Schöneweide ein, doch die Polizei war entschlossen, den Naziaufmarsch mit Reizgas, Wasserwerfern und Knüppeln durchzusetzen (Fotos), so daß die Nazis praktisch unbehindert ihre – wenn auch kurze – Strecke durch den “deutschesten Teil der alten Reichshauptstadt” (Holger Apfel) laufen konnten, komplett mit Zwischenkundgebung, Fahnen, Folklore und Transpi-Posen fürs Foto:

(Mehr dazu, auch über die anderen Antinazi-Aktionen bei publikative.org: Der braune 1. Mai)
Der Abend
Wie immer fast alles verkehrt, was bei Spiegel Online steht: “In Berlin entwickelte sich die Gewalt aus einem Demonstrationszug mit etwa 6000 Teilnehmern heraus, der von Kreuzberg in die Nähe des Brandenburger Tors führte. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit schleuderten Unbekannte Flaschen gegen Polizeiwagen. Die Scheiben einer Sparkassenfiliale wurden eingeworfen. Ein Auto wurde umgekippt, andere demoliert. Auch in den Vorjahren hatten die Demonstrationen immer wieder in Gewalt geendet.”
Die Demo war erheblich schlechter besucht als letztes Jahr, aber so schlecht nun auch wieder nicht. Und letztes Jahr war sie ganz schön groß gewesen. Als eine agile vermummte Gruppe schon frühzeitig die Cops direkt attackierte und diese sich erstmal zurückziehen mußten, war es noch längst nicht dunkel. Und nach diesem Auftakt und einigen Steinen auf eine Tankstelle war die Demo bis zum Schluß und auch nach ihre Auflösung geradezu gespenstisch friedlich. Kurzfassung des Demoverlaufs: erstaunlich klein, ging erstaunlich offensiv los, kam erstaunlicherweise bis Unter den Linden & dort passierte dann – nichts.

Nach der frühen Attacke in der Heinrich-Heine-Straße
Diese seltsame Verlauf scheint mit den Vorabdiskussionen zu tun zu haben: “Einige Gruppen haben in den letzten Wochen zu einem “autonom-anarchistischen Block” auf der Demo aufgerufen und deutlich gemacht, das auch offensive Aktionen auf der Demo möglich seien und man “nicht unbedingt die gesamte Route mitlaufen werde.” Offensiver noch im Aufruf für einen anarchistischen 1. Mai unter der Überschrift Haymarket!:
«Eingeklemmt zwischen Spree und Bullensperren, wird spätestens ab der Köpenickerstr. die Demo gefährlich für alle Teilnehmer_innen.
Überhaupt halten wir das ganze Konzept der 18 Uhr Demo für überholt und es besitzt in unseren Augen nur noch einen rituellen Charakter. Konsum von Demonstrationskultur. Als AnarchistInnen wollen wir weder in das Herz der Regierungsmaschine laufen, um dort bettelnd politische Forderungen zu stellen, noch wollen wir weiterhin Demonstrationen bei denen anmelden, die uns ausbeuten und mit dem Polizeiknüppel unterdrücken. Die Gedenkdemo für Rosemarie und deren gezielte und geplante Zerschlagung auf Höhe der Bürknerstr. in Neukölln, zeigt einmal mehr, dass die Bullen keinen Grund brauchen, um eine friedliche und nicht militante Demo mit brutaler Gewalt aufzulösen. Wir wollen die soziale Frage stellen. Auf den Straßen dieser Stadt, um die der Kampf gerade heiß entbrannt ist und dessen Feuer wir leidenschaftlich anfachen wollen. Wir sind uns voll bewusst, dass wir eine direkte, statische Konfrontation mit den Bullen mit einem enorm hohen Preis bezahlen müssten. Viele würden im Knast landen. Viele würden verletzt werden.
Wir wenden uns auch gegen das Konzept der Latschdemo, die hinter lärmenden Lautis herzieht, wie die Wähler_innen zur Wahlurne. Wir wollen laute Demos, die von den Teilnehmer_innen mit eigenen Parolen lautstarkt und wütend gestaltet werden. Von wenigen wird vorgeben, wo gelaufen wird und das alles im Einklang mit den Bullen, mit denen ja leider kooperiert werden müsste, da die Demo ja schön und brav angemeldet wurde. Wir sagen: Ya, Basta! Es reicht!»

Hier brennt aber auch der Fernsehturm
und nicht das Neuköllner Telegraphenamt…
Das Ziel, endlich mal bis ganz nach Mitte zu laufen, wurde nur um den Preis erreicht, daß die Militanten soweit vergrault wurden, daß sie dort gar nicht mehr dabei waren und all die wundervollen Targets unbeschädigt blieben. Vielleicht ist der ARAB ihre Halbprominenz zu Kopf gestiegen; vielleicht sind es auch mittlerweile wirklich unvereinbare Gegensätze, wenn diejenigen, die dann bis Unter den Linden gekommen waren, gar nicht wußten, was sie dort sollen und zügig und beinahe geräuschlos den Ort wieder verließen. Vielleicht geht es mittlerweile wirklich darum, vor den Türen der Herrschenden demokratisch korrekt seine Anliegen vorzutragen, als darum, dort möglichst wirkungsvoll zu drohen und vielleicht wenigstens ein bißchen sichtbaren Schaden anzurichten.

“Freiraum” an der Demoroute in der Leipziger Straße
Wie immer guter Dinge und guter Hoffnung: die Rennleitung. Tagesspiegel-Ticker, 22.17 Uhr:
«Polizeipräsident Klaus Kandt lobt indirekt die linke Szene: Insgesamt sei die Demonstration wieder politischer geworden und von ritueller Gewalt habe man abgesehen. Er rechne nicht damit, dass in Kreuzberg noch etwas passiere.»
Staatsgewalt: Aufwand & Prioritäten
April 29th, 2013Nazi ruft öffentlich zu Terroranschlägen auf:
«Beamte des LKAs Saarland sollen zu betroffenen Personen, die sich durch ihre Adressveröffentlichung bedroht fühlten, bei deren Anzeige geäußert haben, dass diese nur zusätzliche Arbeit verursache und die Polizei nicht jedem Hakenkreuz im Internet nachgehen könne.»
Nazis im Rückzugskampf um Schöneweide:
«Die sporadisch auftauchende Polizei des Abschnitts 65 hielt es nicht für nötig die Nazis an ihrem Treiben zu hindern, sondern schikanierte lediglich die Antifaschist_innen. Keine neue Erfahrung sondern symptomatisch für den Umgang der Polizei in Treptow-Köpenick mit Neonazis. Opfer werden kriminalisiert und die Täter mit Samthandschuhen angefasst.»
(Was bisher geschah: Vollziehende Gewalt – mit weiteren Links)
Entschwörung & Rausch in Pirna, Dresden & Braunschweig
April 24th, 2013Räumung, Rausch, Revolte
April 23rd, 2013Gestern wurde das IvI geräumt, ein Ort, an dem vieles möglich war, das anderswo kaum oder nicht möglich ist – und ein Ort, an dem Rausch und Revolte immer wieder zusammengedacht und -gebracht wurden, wovon ich mich gerade vor etwas über einer Woche noch ein letztes Mal überzeugen konnte.
Heute druckt die taz einen Text über Rausch und Revolte:
«Was fehlt, sei der psychedelische Rausch, der in den sechziger Jahren ein “Brandbeschleuniger” der Massenbewegungen gewesen sei, der Schwarzen, Frauen und Studenten. Ebenso könnte er heute, da sich viele eine andere Welt nicht einmal mehr vorstellen können, wieder zur Initialzündung und Motor des kommenden Aufstands werden, meint Kulla und versucht sich an einer materialistischen Theorie des Rauschs, jenseits des mystischen LSD-Kitsches. (…)
Die Aufgabe des Rauschs im materialistischen Sinn sei, so Kulla, die der Ideologiekritik: erkennen, dass es keine religiösen Erfahrungen jenseits unseres Gehirns gibt, die Kluft zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit zu erkennen und Anstöße liefern, sie praktisch zu überbrücken. Das ist eine ganze Menge für eine bloße Dysfunktionalität im Gehirn. Das weiß auch Kulla und stellt ihm auf dem Weg zum Aufstand die Werke von Marx und Engels zur Seite.
Denn der Rausch kennt kein politisches Programm, er ist immer Kind seiner Zeit. Kullas Buch ist dort am besten, wo es zeigt, wie jener spielerische, lustvolle, psychedelische Rausch der sechziger Jahre mit dem “Krieg gegen die Drogen” nahezu erstickt wurde. Und wie er heute fast gänzlich dem Diktat der Alltags-Optimierung und der bloßen Betäubung weichen musste. So lässt sich an den gängigen Formen des Rauschs auch ablesen, woran es heute zu einem kritischen Bewusstsein am meisten fehlt: an erhöhter Sensibilität und Einfühlung. Es fehlen die Lockerungsübungen für das Ich.»
Das klingt mir zu nett. Was fehlt, sind die Orte und Situationen dafür – die Gelegenheiten, so angstfrei, konkurrenzlos und so wenig warenförmig wie möglich zu erkunden, was möglich wäre und wie dorthin gelangt werden könnte. Und diese Orte fehlen nicht einfach; sie werden immer wieder, kaum daß sie geschaffen wurden und sich etwas entfaltet haben, zerstört. Schon ganz bald blüht das auch dem hochgeschätzten AZ Köln.
Verdammt, es muß endlich mal wieder in die andere Richtung gehen! Es ist zu viel kaputtgegangen, geräumt, zerfallen; zu viele Verbündete sind verzweifelt, abgestürzt, tot. Die Kritik muß praktisch werden oder sie wird immer weiter verschwinden.
(Heute 18 Uhr: bundesweite Tag X+1-Demo)
Das Wochenende: Salzburg, Graz, Stuttgart
April 19th, 2013Heute: Zauberpilze in Berlin
April 16th, 2013Heute abend ab 8 findet im Kaffee Burger ein Radio Hochsee Themenabend zu “Zauberpilzen” statt. Falko Hennig wird sich mit mir unterhalten und Doc Schoko spielt Musik- und Videoschnipsel dazu.

Strenggenommen kein Zauberpilz bzw. anderer Zauber: Amanita
Rausch & Tanz: Freitag Ffm, Samstag Potsdam
April 11th, 2013Das nächste Buch: Lust, Rausch und Zweifel
April 11th, 2013Das Rauschbuch verbreitet sich mühsam, aber Eichhörnchen, und trotz äußerst widriger Umstände sammle ich derzeit schon Material und Fragen zum nächsten Buch, das schon seit einer Weile geschrieben werden wollte und in vielerlei Hinsicht direkt an “Leben im Rausch” anschließt.
Es soll um Active Consent, Kink und die Schaffung möglichst angstfreier Situationen für intimen Rausch gehen. Die Parallelen sind zahlreich und beginnen mit den Rahmenbedingungen für einen entfalteten Rausch, wie ich sie im Abschnitt “Den Rausch erkunden” (PDF) skizziert habe.
So wie Menschen ihren Rausch machen, machen sie auch ihre Lust, und so wie Menschen prinzipiell von allem, was sie tun und sich vorstellen können, berauscht werden können, können sie auch grundsätzlich von all ihren Hervorbringungen sexuell erregt werden. Rausch und Lust werden in ihrer Entfaltung ständig durch den Alltag von Übergriff, Belästigung und gesellschaftlichen Normen beeinträchtigt. Hier wie da hat sich eine Art Duldungszone entwickelt, in der dann etwa gekifft und „kinky“ Sex betrieben werden kann; hier wie da scheint es jedoch ein enormes Aufklärungsgefälle in den Gesellschaften zu geben; hier wie da werden Normalitätsgrenzen gegebenfalls auch per Gesetz und Pathologisierung gezogen; hier wie da wird von vielen auf eine liberale Geschichtstendenz gehofft und übersehen, wie die Gesellschaftsordnung die Abgrenzungen und Belästigungen benötigt und befördert.
Die Recherche geht in ganz ähnliche Richtungen los wie beim Rauschbuch: die Vielfalt der sexuellen Vorlieben wie zuvor die Vielfalt der Rauschauslöser erkunden, wozu es in der Nachbarschaft auch wiederum recht viele Möglichkeiten gibt (z.B. das lab.oratory); die Literatur sichten, in der sich die Grenzverschiebungen, Aufklärungsversuche und Gegenbewegungen der letzten Jahrzehnte studieren lassen; die Ökonomie der Duldungszone besichtigen: dort Dealen, hier nun Prostitution; dabei auch Prostituierte als sexuelle Tripsitter betrachten.
Ich wollte und will dieses Buch nicht allein schreiben, muß aber zunächst größtenteils allein daran arbeiten – ich freue mich auf jeden Fall über Rechercheempfehlungen aller Art.
Zweifel Statt Verzweifelung ( istaris tocotronic refix ) by istari lasterfahrer
Arbeitstitel ist “Im Zweifel für den Zweifel”. (Launige Variante: das hier ohne den Untertitel und mit Ausrufezeichen…)
Rausch & Tanz: Donnerstag in Siegen, Freitag in Köln
April 3rd, 2013Karfreitag und sonst
March 29th, 2013«Das österliche Tanzverbot ist dabei nur eine Petitesse. Die in Deutschland weltweit fast einzigartige Erhebung von Kirchensteuern, die Finanzierung des Kirchenapparats aus dem Staatshaushalt, das Recht, an öffentlichen Schulen konfessionell gebundenen Religionsunterricht durch eigene Lehrer anzubieten, die Umgehung des Arbeitsrechts in kirchlichen Einrichtungen, die Verweigerung von Schwangerschaftsabbrüchen und – zumindest bis vor kurzem – der »Pille danach« in kirchlichen Krankenhäusern: Deutschland ist weit, sehr weit davon entfernt, ein laizistischer Staat zu sein.»
Ivo Bozic: Kirchenstaat Deutschland (Jungle World)
Endlich wieder Auftritte!
March 14th, 2013Nach einer dreimonatigen Lücke gibt’s endlich wieder neue Termine für Vorträge, Buchvorstellungen und Auflegerei:
Das dürfen gern auch noch mehr werden! Wer was organisieren mag, bitte hier entlang!
Rauschspuren
March 11th, 2013Es gibt noch nicht viel Feedback zum Rauschbuch, aber immerhin die erste Kundenrezension bei amazon und eine Erwähnung in Sonja Vogels Buchkolumne in der taz:
«Kulla spricht vom “Eingeklemmtsein des Rauschs zwischen staatlicher Kontrolle und kapitalseitiger Kommodifizierung”. Denn der Kapitalismus liebt die Droge, offeriert er doch selbst keine Motivationsstrukturen. Darum regelt er penibel, welche Suchtmittel verfügbar sind – und für wen.»
Kommunismus, noch im Konjunktiv
March 2nd, 2013«Die Tatsache, dass selbst nach offiziellen Angaben die Hälfte der spanischen und griechischen Jugendlichen ohne Arbeit ist und die andere Hälfte kaum über die Runden kommt, gäbe Anlass, über die Abschaffung des Lohnsystems zu reden, ohne als weltfremder Spinner dazustehen. Wo sich in Platzbesetzungen, Plünderungen und dem Widerstand gegen Zwangsräumungen die massenhafte Fähigkeit zur Selbstorganisation und zum Bruch mit der herrschenden Ordnung bereits gezeigt hat, wäre der Gedanke an das Ende des Staates zumindest nicht völlig abwegig. Wenn die so simple wie radikale Pointe, in die Marx seine Überlegungen münden ließ, zutrifft, wenn es also stimmt, dass die proletarisierte Masse der Bevölkerung in den periodischen Krisen gerade deshalb den Knüppel zu spüren bekommt, weil die Produktivkräfte der Gesellschaft zu weit entwickelt sind, dann wäre jetzt die Zeit, über praktische Konsequenzen nachzudenken – über Schritte zu einer Bewegung, die sich diese Produktivkräfte in freier Assoziation aneignet.»
Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft: Krisenlösung als Wunschkonzert. (ak)
Krise kriegen
February 25th, 2013konkret-Interview mit dem Psychotherapeuten Georg Pieper, Autor von “Überleben oder Scheitern”, über ökonomisch-soziale und individuelle Krise in Griechenland und allgemein:
«Die Menschen müssen durch tatsächlich praktizierte Solidarität erfahren, daß sie doch etwas tun können und nicht vergessen sind. (…)
Es geht nicht darum, daß man mit der Psychotherapie jetzt die Krise bewältigen könnte. Man kann auch den betroffenen Menschen so allein nicht weiterhelfen. Das ist eine ökonomische Krise, quasi ein kollektives und anhaltendes Trauma. Das müßte erst einmal beendet werden, damit sich die Menschen wieder herausarbeiten können. (…)
Letztlich besteht die eigentliche Herausforderung aber darin, eine soziale Revolution herbeizuführen.»
Die Hungernden, wenigstens gezählt
February 15th, 2013«Eigentlich wollten die Vereinten Nationen (UN) in ihren „Milleniumszielen“ die Zahl der hungernden Menschen von 800 Millionen im Jahr 1990 auf 400 Millionen bis 2015 halbiert haben. Tatsächlich ist ihre Zahl aber im vergangenem Jahr auf über eine Milliarde angestiegen, Trend weiter zunehmend.
Doch diese Zahl ist nur die halbe Wahrheit. Nach Abschätzungen des Ernährungswissenschaftlers Hans Konrad Biesalski vom Food Security Center an der Universität Hohenheim bei Stuttgart leiden weltweit 2,5 Milliarden Menschen an einer chronischen Unterversorgung mit lebenswichtigen Mikronährstoffen wie Zink, Eisen und Jod. (…) Im Schnitt, so haben Ernährungsmediziner überschlagen, sterben weltweit jede Stunde 390 Kinder an den direkten oder indirekten Folgen des verborgenen Hungers noch vor ihrem fünften Lebensjahr.»
Zu den Gründen: Kein Geld zum Essen.
Rasthof Gräfenhausen → Rasthof Börde
February 2nd, 2013Etwas über Westberlin Ende der 60er, Afghanistan in den 70ern und das Hotelwesen erfahren, für jünger gehalten worden, Geld und Zigarillos zugesteckt bekommen, stundenlang in Kälte & Sturm den Sternenhimmel bewundert und den Mond, der wie eine Raubtieraugenbeule aus dem Himmel lugte. Hilft alles auch nicht viel.
Wau im Radio
February 1st, 2013Heute läuft ab 19:15 im Deutschlandfunk die Sendung “Der Hacker Wau Holland oder Der Kampf ums Netz”, in der unter anderem auch ich als Waus Pseudobiograph zu hören bin.
Im Herbst war ich dafür interviewt worden, und zwar – wie mir erst beim Rausgehen auffiel – im ehemaligen RIAS-Gebäude, in dessen Eingangsbereich der Revanchismus noch gepflegt zu werden scheint:

Nachtreten gegen alten DDR-Störsender,
der schon lange vor ’89 nicht mehr in Betrieb war













































